Unterrichtsmaterialien Forschungsmethoden: Ganze Werke Seite 1/4
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Didaktik & Methodik
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Klinkhardt
Gesamtwerk
Schülerfragen im Unterricht der Grundschule
Was bedeutet es für Grundschüler:innen, Fragen im Unterricht zu stellen? Welchen Bedingungen unterliegt es aus ihrer Sicht und für wie wichtig erachten sie dies? Auf Basis einer qualitativen Interview-studie wendet sich die Arbeit den Perspektiven und Positionierungen von Grundschüler:innen zum unterrichtlichen Fragenstellen zu. Die Erkenntnisse geben Anlass, Fragen von Schüler:innen im Spannungs-feld zwischen Interessen- und epistemischer Orientierung, schulischen Leistungserwartungen und Fragehemmungen zu diskutieren und auf ihre Bedeutung für Bildung, Lernen und die Grundschulpraxis hin zu befragen. Erste Implikationen und damit assoziierte Professionalisie-rungsansprüche werden reflektiert, Wissenschaft, Lehrer:innenbildung und Schulpraxis zu weiterführenden Fragen über Fragen eingeladen.
Gesamtwerk
Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Lehrkräftebildung
Die Arbeit überträgt transformative Bildungstheorien auf den didaktischen Kontext der Lehrkräftebildung für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Dieser bildungstheoretische Zugang eröffnet Möglichkeiten zur Professionalisierung angehender Lehrkräfte im Umgang mit der Kontroversität und Komplexität von Nachhaltigkeitsthemen. \nDurch eine Design-Based-Research Studie in Verbindung mit der reflexiven Grounded Theory wurde in einer städtischen Kleingartenanlage ein didaktisches Design für Studierende der Sachunterrichtsdidaktik entwickelt und die dadurch angeregten transformativen Bildungsprozesse systematisch untersucht. Dadurch konnte empirisch fundiertes, übertragbares didaktisches Wissen für die Lehrkräftebildung entwickelt werden, das bildungstheoretische, fachdidaktische und methodologische Perspektiven zusammenführt.
Gesamtwerk
Praktisches Erkennen, forschendes Lernen und forschende Haltung
Eine forschende Haltung stellt eine Weiterentwicklung von Potentialen des praktischen Erkennens dar. Diese liegen sowohl der professionalisierten Praxis in der sozialwissenschaftlichen Forschung wie auch derjenigen in den Organisationen Schule, Frühpädagogik und Soziale Arbeit zugrunde. \nObwohl sich der Habitus der beruflichen Akteur:innen in letzteren Organisationen von demjenigen in der wissenschaftlichen Forschung in elementarer Weise unterscheidet, bildet die Weiterentwicklung der Potentiale praktischen Erkennens eine Gemeinsamkeit von sozialwissenschaftlicher und ‚praktischer Praxis‘ und deren Professionalisierung. Dazu gehört u.a. das Erkennen systemischer Interaktionszusammenhänge und eine Distanz gegenüber erfahrungsmäßig nicht fundierten Unterstellungen von Intentionen und Motiven. Chancen der Aneignung einer derartigen forschenden Haltung bietet die Einübung in Praktiken rekonstruktiv-empirischer Forschung im Rahmen der rekonstruktiven Kasuistik.
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Gesamtwerk
Perspektiv(en)wechsel
Der bewusste Wechsel von Perspektiven als Antwort auf komplexe gesellschaftliche Herausforderungen stand im Zentrum der GDSU-Jahrestagung 2025 „Perspektiv(en) wechsel – Sachunterricht neu denken“. Vor dem Hintergrund einer dynamischen, pluralen und von Unsicherheiten geprägten Welt rückten Fragen danach in den Fokus, wie Sachunterricht unterschiedliche Sichtweisen produktiv aufgreifen, verknüpfen und für Lernprozesse fruchtbar machen kann. Welche didaktischen Zugänge ermöglichen es, eingefahrene Denkmuster zu verlassen, Zusammenhänge neu zu erschließen und Kinder zu einem reflektierten, kritischen und dialogfähigen Umgang mit Welt zu befähigen? Und geht es im Sachunterricht um die Perspektiven der Sache oder um die Perspektiven der Kinder? Die Beiträge dieses Bandes greifen diese Fragestellungen auf, diskutieren innovative Konzepte und Methoden einer vielperspektivischen Sachunterrichtsdidaktik und beleuchten deren Bedeutung für eine zukunftsorientierte, nachhaltige und demokratische Bildung.
Gesamtwerk
Transferleistung durch Vergleichen und Kontrastieren fördern
Die vorliegende Studie untersucht die Bedeutung der methodischdidaktischen Maßnahme des Vergleichens von Beispielen in der Lernsituation für die Transferleistung von Lernenden in der naturwissenschaftlichen Perspektive des Sachunterrichts der Grundschule.Dabei werden verschiedene Gestaltungsvarianten der Vergleichssituation berücksichtigt. Des Weiteren wird das Vergleichen als eine Lernstrategie betrachtet. Das Vergleichen trägt als kognitive Lernstrategie großes Potenzial in sich, Lern- wie auch Transferprozesse zu unterstützen. Aufgrund des bisherigen Forschungsstands lässt sich eine lernförderliche Wirkung des Vergleichens als methodisch-didaktische Maßnahme vermuten, die noch im Rahmen von Unterrichtsprozessen zu erforschen ist. Hierzu leistet die Studie einen Beitrag.
Verwandte Themen
Gesamtwerk
Partizipative Forschung mit Kindern in der Grundschule
Partizipative Forschung mit Kindern in der Grundschule stellt besondere ethische Herausforderungen und eröffnet zugleich innovative Wege zu demokratischer Bildungs- und Forschungspraxis sowie zur Schulentwicklung und Professionalisierung. Der Band vereint aktuelle theoretische, methodische und praxisbezogene Beiträge aus Deutschland und internationalen Kontexten. Die Autor:innen beleuchten in 14 Beiträgen die Grundschule als Rahmen Partizipativer Forschung und geben über unterschiedliche quantitative und qualitative Projekte Einblicke in Potenziale und Herausforderungen dieses Ansatzes sowie in Reflexionen des forschenden Handelns. Damit richtet sich der Band an Forschende, Lehrkräfte und Studierende, die Grundschule als Ort Partizipativer Forschung und demokratischer Bildung verstehen.
Gesamtwerk
Schulwechsel aus dem gemeinsamen Unterricht an spezialisierte Schulen für Kinder und Jugendliche mit Körperbehinderung
Kinder und Jugendliche mit Körperbehinderung besuchen unterschiedliche Bildungsinstitutionen: einerseits allgemeine Schulen im Rahmen von Inklusion oder anderen Formen gemeinsamen Unterrichts, andererseits spezialisierte Einrichtungen wie Förderschulen des sonderpädagogischen Schwerpunkts körperliche und motorische Entwicklung. Manche Kinder erleben in ihrer Bildungslaufbahn einen Schulwechsel. Erfahrungen mit Transitionen und verschiedenen Bildungsorten (Kindergärten, Schulen, berufliche Schulen) wurden in Form eines qualitativen Forschungsdesigns im Stil einer Grounded Theory durch narrative Interviews mit Eltern erhoben. In der Ergebnis-Skizze sind Kern-Kategorien als Polaritäten einander gegenübergestellt und Implikationen für die Praxis formuliert. Diese beschreiben mögliche Gelingensbedingungen erfolgreichen Schulbesuchs von Lernenden mit Körperbehinderung aus Perspektive von Eltern, lassen sich institutionen-übergreifend verstehen und können als Wegweiser für eine Weiterentwicklung von Bildungsinstitutionen mit Ausrichtung auf ein inklusives Bildungssystem dienen.
Gesamtwerk
Transformation im schulischen Kontext
Gesellschaftliche Transformationen stellen die Bildung sowie das damit verbundene pädagogische Handeln zentraler Akteure vor tiefgreifende Herausforderungen – und eröffnen zugleich neue Gestaltungsmöglichkeiten. Der Sammelband „Transformation im schulischen Kontext. Pädagogisches Handeln zwischen Kontinuität und Wandel“ beleuchtet, wie Schulen und Handelnde wie Lehrpersonen, Schulleitungen und Schüler:innen auf tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen reagieren und diese zugleich aktiv mitgestalten können. Aus theoretischer, empirischer und praxisorientierter Perspektive widmen sich die Beiträge Themen wie Antifragilität in Bildungsprozessen, Habitussensibilität, digitale Lernformate, Inklusion, Führung und Verantwortung sowie der Umsetzung didaktischer Konzepte. Der Band lädt dazu ein, Transformation als gemeinsame Aufgabe und Chance pädagogischer Gestaltung zu verstehen.
Gesamtwerk
Hochschule und Weltinnenpolitik
WeltinnenpolitikHochschule und Weltinnenpolitik − das sind zwei wesentliche Handlungsräume und Themenfelder, die das Wirken und Denken des Pädagogen und Politikwissenschaftlers Ulrich Bartosch bestimmen. Diese Festschrift würdigt Ulrich Bartosch und sein Engagement in seinen vielfältigen Wirkungsräumen.Der Band versammelt Beiträge ausgewählter Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter zur Weltinnenpolitik, zu Fragen von Demokratie, Frieden und Verantwortung, zur Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit, zur Weiterentwicklung von Hochschulen und Universitäten als prägenden öffentlichen Diskursräumen. Philosophische, soziologische, pädagogische und politikwissenschaftliche Analysen vertiefen Themen von aktueller und gesamtgesellschaftlicher Verantwortung.
Gesamtwerk
Mathematische Modellierungskompetenz von Grundschulkindern sprachbewusst fördern
Das Interesse des Mamola-Projekts (Mathematical Modelling and Language Awareness) liegt in der Sprachbewusstheitsförderung für den Mathematikunterricht der Grundschule, wobei konkret das mathematische Modellieren fachlich sowie didaktisch aufbereitet und beforscht wird. Es gilt übergreifend zu untersuchen, wie sich ein unterschiedlich hoher Grad an Sprachbewusstheitsförderung auf die mathematische Modellierungskompetenz von Grundschulkindern auswirkt. Dafür werden zur Förderung der Sprachbewusstheit die Designprinzipien Scaffolding, Formulierungsvariation, (korrektives) Feedback sowie Selbstreflexion herausgearbeitet und für den Fachunterricht an der Grundschule angepasst. Die Ergebnisdarstellung beruht auf einer Mixed-Methods Interventionsstudie mit insgesamt 228 SchülerInnen aus zehn Klassen in Jahrgangsstufe 3, die in zwei Experimentalgruppen eingeteilt sind. Neben quantitativen Tests werden auch qualitative Daten aus Interviews zur Erfassung der Sprachbewusstheit mithilfe von Sprachwitzen vorgestellt.
Gesamtwerk
Die heterogene Lehrgruppe
Multiprofessionelle Kooperation wird als zentrale Gelingensbedingung von inklusivem Unterricht gehandelt: Doch wie wird Unterricht im Anspruch von Inklusion von der heterogenen Lehrgruppe gemacht? Wie arbeiten Lehrkräfte und Schulbegleitungen im Unterricht zusammen, wie werden Zuständigkeiten und Aufgaben ausgehandelt und wie wird damit Unterricht hergestellt? Diese Fragen stehen im Fokus der ethnografischen, praktikentheoretischen Studie. Verantwortlichkeit für das Lehr-Lern-Geschehen sowie die Zuständigkeit für Schüler:innen prägen den beobachteten Unterricht. Zudem ist er deutlich von der ständigen Verhältnisbestimmung der Angehörigen der Lehrgruppe bestimmt. Diese steht im Zusammenhang mit Praktiken der Erziehung, der Vermittlung, der Zuständigkeit, der Verantwortlichkeit und der Unterrichtsorganisation. Das Tun der Lehrpersonen führt zur Heterogenisierung von Unterricht.
Gesamtwerk
Entdeckende und forschende Lernprozesse in Hochschullernwerkstätten
Vor dem Hintergrund bildungstheoretischer, professionstheoretischer und kompetenzorientierter Diskussionen über mögliche Transformationen von Wissen in Können und Können in Wissen, geht dieser Band der Frage nach, wie sich Hochschullernwerkstätten als besondere Lernorte an der „Nahtstelle zweier Wissensbereiche“ dazu positionieren. Mit der Analyse zahlreicher Konzepte und Ideen aus Hochschullernwerkstätten versuchen wir Übersicht darüber zu geben mit welchen hochschuldidaktischen Lernarrangements mit Studierenden didaktische Lernsituationen für Kinder entwickelt werden können, die sowohl die Qualität studentischen Lernens (und Lehrens), als auch das Lernen von Kindern nachhaltig erhöhen. Dabei zeigt sich u. a. ein Bindeglied in der Verknüpfung entdeckenden (im didaktischen Kontext) und forschenden Lernens (in einem distanzierten Blick auf die Bedingungen) und den sich darausergebenden Chancen, über diesen didaktischen Quasi- Längsschnitt hinweg zu forschen.
Gesamtwerk
Eignungsabklärung im Lehramt mittels Online Self-Assessments
Online Self-Assessments (OSA) werden seit längerem von Hochschulen zur Studienorientierung angeboten und von Studierenden entsprechend genutzt, um sich über ihre Neigung zu bestimmten Studiengängen zu informieren und die Passung mit ihren eigenen Interessen und Neigungen zu reflektieren. Dies gilt insbesondere bei Lehramtsstudiengängen, da die KMK den Einsatz von OSA als ein Instrument der Eignungsabklärung empfiehlt. In einem Mixed-Methods- Design wird in dieser Arbeit der Einsatz von OSA in der Lehrkräftebildung an verschiedenen Hochschulstandorten nachgezeichnet und eine Befragung von Studierenden zu den wahrgenommenen Wirkungen und ihren Einstellungen zu OSA präsentiert. Heterogenität aus schulpraktischer Perspektive herausgegeben von Silvia Greiten, Marcel Veber, Patrick Gollub und Teresa Schkade.
Gesamtwerk
transfer Forschung ↔ Schule Heft 9
Dieses Heft widmet sich den Chancen und Herausforderungen des Einsatzes von Videovignetten zur Professionellen Unterrichtswahrnehmung (PU). Wie erstellt man theoriegeleitet lernwirksame Videovignetten? Welche Unterstützung benötigen Studierende bei der Arbeit mit Vignetten? Wie können Lernumgebungen gestaltet werden? – Ergebnisse aus dem Erasmus+ Projekt VidNuT – Überblick über Unterrichts-Videovignetten – Wirksamkeit von eLearning-Modulen mit Unterrichtsvignetten – Einbettungsvarianten von Videovignetten – Entwicklung von Funktionen zur Arbeit mit Videovignetten in UnterrichtOnline.org – Annäherungen aus phänomenologischer bzw. kritisch-konstruktiver Perspektive Im Dialog – „Videovignetten in der hochschulischen Lehre einsetzen“ Hannes Helmut Nepper, Verena Huber Nievergelt, Anja Lembens und Lutz Kasper im Gespräch. Vorschau auf Heft 10 (2024): Die nächste Ausgabe setzt sich mit aktuellen Entwicklungen des nachhaltigen Lernens sowie mit praxisrelevanten Umsetzungen in der Bewegungs-, Ernährungs- und Gesundheitsbildung auseinander: Was sind die damit verbundenen Herausforderungen in Lernsettings in unterschiedlichen Altersstufen? Welche Forschungsergebnisse gibt es aus dem (Hoch-)Schulbereich zur Bewegungs-, Ernährungs- und Gesundheitskompetenz von Schüler*innen und Studierenden? Welche Tools und Angebote stehen Lehrkräften zur Verfügung, um Nachhaltigkeit im Unterricht erlebbar zu machen? Was sind konkrete Inhalte in Aus-, Fort- und Weiterbildung?
Gesamtwerk
Pädagogische Improvisation
Was könnte Improvisation mit Unterricht zu tun haben? Sind Lehrer:innen professionell, wenn sie improvisieren? Und wie improvisieren Lehrkräfte in ihrem Unterricht? Die vorliegende Studie untersucht das pädagogische Handeln von Lehrer:innen in der Schule unter dem Blickwinkel der Improvisation. Dazu wird das Phänomen der Improvisation im Hinblick auf bestehende handlungstheoretische und pädagogische Konzepte analysiert. Der Fokus liegt dabei u. a. auf der Professionalisierung von Lehrer:innen. Im empirischen Teil wurde das Improvisieren von Lehrer:innen aus der Sekundarstufe im Rahmen eines ethnographischen und Grounded-Theory-Ansatzes untersucht. Die Arbeit will damit einen Beitrag zum Diskurs um pädagogische Professionalität leisten.
Gesamtwerk
Partizipation, Wissen und Kommunikation im sonderpädagogischen Diskurs
Der Band setzt sich im Anschluss an die Jahrestagung der Sektion Sonderpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) 2022 mit den drei Themenschwerpunkten Partizipation, Wissen und Kommunikation im sonderpädagogischen Diskurs auseinander. Die drei Stichworte werden sowohl in der Einzelbetrachtung als auch in ihren Verknüpfungen in empirischen, theoretischen und gesellschaftskritischen Beiträgen bearbeitet.
Gesamtwerk
Förderung intentionaler Kommunikation bei Kindern mit Komplexer Behinderung
Welche Bedingungen müssen Fachkräfte und Eltern in einer Förderung gestalten, um Kinder mit Komplexer Behinderung dabei zu unterstützen, ihre eigenen Intentionen zu kommunizieren und im gemeinsamen Austausch zu verfolgen? Auf welche Art und Weise können Fachkräfte Eltern begleiten, ihre Kinder im Kommunizieren eigener Intentionen zu unterstützen? Bedarf es hierfür bestimmte personelle und strukturelle Bedingungen? Die Dissertation widmet sich diesen Fragestellungen, indem sie kommunikationspädagogische Bedingungen der Förderung intentionaler Kommunikation bei Kindern mit Komplexer Behinderung untersucht. Diese Bedingungen wurden im Rahmen eines qualitativen Forschungsdesigns der Reflexiven Grounded Theory Methodologie (Breuer, Muckel & Dieris, 2019) durch Forschungsgespräche und teilnehmende Beobachtungen in 21 Fällen erhoben. Aus diesem Forschungsprozess folgen drei Ergebnisse: Begriffe (1), ein Modell (2) und ein Leitfaden (3) im Kontext der Gestaltung und Reflexion der Förderung intentionaler Kommunikation von Kindern mit Komplexer Behinderung.
Gesamtwerk
Politische Partizipation von Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung
Die Möglichkeit zu politischer Partizipation als zentrales Merkmal einer Demokratie ist für Menschen mit sog. geistiger Behinderung vielfach nur ansatzweise verwirklicht. In dieser Studie werden aufbauend auf einem aktuellen Teilhabe- und Menschenrechtsverständnis und ausgehend von qualitativen Interviews mit Menschen mit sog. geistiger Behinderung ihr Nutzungsrepertoire allgemeiner Partizipationsformen beschrieben und die als Barrieren und Gelingensbedingungen manifestierten Einflussfaktoren der (ausbleibenden) politischen Partizipation eruiert. Die Ergebnisse münden in die These, die Möglichkeiten politischer Partizipation durch eine stärkere Repräsentation des Politischen im Alltag zu stärken, wobei parallel Erfahrungen der Anerkennung berücksichtigt werden müssen.
Gesamtwerk
Philosophieren im Sachunterricht
Das Philosophieren mit Kindern ist eine wichtige Zieldimension in allen Perspektiven des Sachunterrichts, es trägt zur Vertiefung fachlicher Inhalte und auch zur Vernetzung von Perspektiven bei. Im Sinne einer dialogischen Pädagogik werden hierzu konzeptionelle Überlegungen entwickelt, exemplarisch Möglichkeiten für das Philosophieren mit Kindern konkretisiert und Modelle für die Ausbildung an Universität, Hochschule und Studienseminar vorgestellt. Das Buch ist im Rahmen der Arbeitsgruppe „Philosophieren mit Kindern“ der Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts (GDSU) entstanden. Es soll Anregungen und Beispiele für die Initiierung philosophischer Bildungsprozesse bieten und Perspektiven für Forschung, Lehre und Unterricht aufzeigen.
Gesamtwerk
Der Umgang mit Antisemitismus im Unterricht
Die Studie „Der Umgang mit Antisemitismus im Unterricht“ leistet einen wichtigen Beitrag zur Professionalisierung von Lehrkräften und Schulleitungen im Umgang mit schulischem Antisemitismus. Der Impuls für diese Studie kommt für die Autorin als ehemaliger Lehrerin aus der Praxis, in der sie zunehmend mit schulischem Antisemitismus konfrontiert worden ist. In der vorliegenden qualitativ-rekonstruktiven Studie konnten 17 narrative Interviews mit 17 Lehrkräften (davon 3 jüdischen Lehrkräften) geführt und als Ergebnis der Forschungsarbeit vier Typen rekonstruiert werden. Anknüpfungspunkt dazu stellt die Brisanz des Themas Antisemitismus dar, derer sich alle Interviewpartnerinnen und -partner bewusst waren. Nur bei einem Typus der Lehrkräfte konnte ein professioneller Umgang mit schulischem Antisemitismus dokumentiert werden. Auch von Schulleitungen, denen von den Lehrkräften eine wichtige Funktion im Umgang mit schulischem Antisemitismus zugewiesen wurde, konnte den Anforderungen bezüglich Professionalität in diesem Kontext nur bei einem Typus – und das auch nur teilweise – entsprochen werden.
Gesamtwerk
Die Bühne herausfordernder Situationen in einer Intensivbetreuung
In einer Intensivbetreuung finden soziale Interaktionen zwischen Begleitpersonal und erwachsenen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in einem eng strukturierten Alltag statt. Die Bühne der herausfordernden Situationen hat ihre Ursachen in einer oft unzureichend realisierten kommunikativen Teilhabe und im permanenten, institutionellen Zugriff auf alle Lebensbereiche. Herausfordernde Situationen haben Kommunikationsgehalt und ermöglichen Begegnungen auf Augenhöhe, sie sind für die Institution problematisch und legitimieren gleichzeitig die Intensivbetreuung als Sondersetting. Kommunikationsbühnen einer Intensivwohngruppe werden über videogestützte Analysen anschaulich nachgezeichnet. Die Perspektiven für die sozial- und sonderpädagogische Praxis geben Inspiration für mehr kommunikative Teilhabe und für die Reduktion des institutionellen Zugriffs auf Menschen mit Beeinträchtigungen.
Gesamtwerk
Teilhabe in allen Lebensbereichen?
Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist auch heute, mehr als zehn Jahre nach der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention nicht vollends gesichert. Im Gegenteil werden weiterhin Problemlagen salient, wie beispielsweise die immer noch problembehaftete Umsetzung der Inklusion an Schulen. Welche Fortschritte konnten bezüglich der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in den vergangenen zehn Jahren erzielt werden? Was sind aktuelle Herausforderungen? Welche Problemstellungen erwarten uns in der Zukunft und sollten schon heute mitgedacht und bearbeitet werden? Anlässlich der 55. Jahrestagung der Sektion Sonderpädagogik standen diese Fragen drei Tage lang im Mittelpunkt. Der Band bündelt die Diskussion um Teilhabe anhand ausgewählter Themenfelder.
Gesamtwerk
Sonderpädagogik – zwischen Dekategorisierung und Rekategorisierung
Der vorliegende Tagungsband thematisiert den sonderpädagogischen Diskurs um Dekategorisierung und Rekategorisierung in zahlreichen Beiträgen und aus verschiedenen inhaltlichen Perspektiven. Auch wenn die Sonderpädagogik in den vergangenen Jahren ein Verständnis von Behinderung entwickelt hat, welches nicht allein auf die Person fokussiert, hat gerade die entsprechende Kategorienbildung immer wieder zu kritischen Diskursen geführt und damit zu starken Forderungen nach einer Dekategorisierung. Auf der anderen Seite gibt es Bestrebungen, neue Kategorien einzuführen, um eine spezifische Professionalisierung zu etablieren. Als Tagungsband enthält das Buch zugleich weitere Beiträge, die aktuelle Themen der Sonderpädagogik aufgreifen.
Gesamtwerk
Reflexionen zu inklusiver Unterrichtspraxis
Im Zusammenhang mit (Lehrer)Professionalität und Professionalisierung wird die Fähigkeit zur Reflexion betont. Gleichzeitig ist im Lehramtsstudium, als Phase der Professionalisierung, auf berufsfeldbezogene Herausforderungen wie Inklusion vorzubereiten. Im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit steht die Professionalisierung Lehramtsstudierender über eine Anregung von Reflexionen zu inklusiver Unterrichtspraxis. Hierfür wurde ein Lehr- und Lernformat entwickelt, in dem sich Lehramtsstudierende forschend mit fremden Fällen aus der inklusiven Unterrichtspraxis auseinandersetzen, da sowohl Fallarbeit als auch Forschendes Lernen als Ansatzpunkte zur Anregung von Reflexionen gelten. Zur empirischen Untersuchung werden Textfallvignetten im Prä-Post-Design eingesetzt, um Erkenntnisse über die Veränderungen bzw. Entwicklungen in den Reflexionen der Lehramtsstudierenden zu gewinnen. Durch Anwendung inhaltsanalytischer Verfahren zeigt sich, wie sich die schriftlich fixierten Reflexionen zur eingesetzten Textfallvignette von einem theorieorientierten Durchdringungsmodus zu einem praxisorientierten Handlungsmodus verändern und welche Reflexionstypen bei Gruppen von Lehramtsstudierenden erkennbar werden.
Gesamtwerk
Konstrukte einer politischen Welt von Schüler*innen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
Die qualitative Interviewstudie ergründet, inwieweit Schüler*innen mit sog. geistiger Behinderung eine politische Welt wahrnehmen und welche subjektiven Wissenskonstrukte sie sich zu einer solchen aufbauen. Um Schüler*innen mit unterschiedlichen kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten einzubeziehen, wird ein neues Instrument entwickelt: ein multimodaler, themenspezifischer ‚Gesprächskoffer‘. Die Grounded Theory-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass viele der Befragten eine politische Welt wahrnehmen und sich differenziert zu beschreibendes Wissen aufbauen können, obwohl ihnen im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung bislang kaum politische Bildung angeboten wird. Die Studienergebnisse ermutigen, der Schülerschaft abstrakte Themen zuzutrauen, die ihr bislang noch vielfach verwehrt werden.
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