Unterrichtsmaterialien Geschichte: Ganze Werke
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Geschichte
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Friedrich Verlag
Gesamtwerk
Urteilsbildung im Geschichtsunterricht
Urteilsbildung im Geschichtsunterricht
Gesamtwerk
Zeitzeugen und Oral History
In der heutigen medialen Geschichtskultur nimmt die Figur des Zeitzeugen eine zentrale Rolle ein. Dies macht es notwendig, Schülerinnen und Schüler die Kompetenz zur Analyse und Beurteilung medial dargebotener Lebenserzählungen zu vermitteln. Darüber hinaus kann weiterhin konstatiert werden, dass direkte Zeitzeugenbefragungen Schülerinnen und Schüler auf vielfältige Art aktivieren können. Daher bietet das Heft methodische Hinweise und Beiträge zu verschiedenen Formen der Oral History. Ebenfalls für Sie in dieser Ausgabe: Ein Spezial zum Jubiläum "50 Jahre 1968". Kaum eine zeitgeschichtliche Dokumentation oder Sendung kommt heutzutage ohne Zeitzeugen aus, die zudem noch effektvoll in Szene gesetzt werden. In didaktischer Hinsicht sind die so authentisch wirkenden Erzählungen von Zeitzeugen allerdings ambivalent. Sie können dazu beitragen, abstraktes Wissen über die jüngere Vergangenheit um eine emotional-menschliche Dimension zu erweitern und zu vertiefen, bei der insbesondere auch „stumme Gruppen“ und „gewöhnliche Menschen“ zu Wort kommen. Sie können aber auch dafür eingesetzt werden, schiere Betroffenheit an die Stelle von Wissen treten zu lassen, also beim Mitgefühl und der unmittelbaren Parteinahme für Leidende und ungerecht Behandelte stehen zu bleiben. Im Unterschied zu selbst durchgeführten Zeitzeugeninterview bieten aufgezeichnete Zeitzeugenaussagen für Schülerinnen und Schülern wohl am ehesten die Möglichkeit, ein kritischdistanziertes Verhältnis einzunehmen und insbesondere über Mechanismen und Motive des Erinnerns nachzudenken. Die Beiträge dieses Heftes sollen hierzu beitragen.
Gesamtwerk
Dreißigjähriger Krieg
2018 jährt sich zum 400. Mal der Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Unterschiedliche Akteure kämpften um die Durchsetzung ihrer Interessen: Im Reich rangen Kaiser und Reichsstände um Einfluss, was durch religiöse Gegensätze verschärft wurde. In dieses Ringen schalteten sich die europäischen Mächte ein. Söldnerführer und ihre Soldaten ernährten sich vom Krieg. Die Bevölkerung musste Gräuel, Seuchen, Tod, Verwüstung und Barbarei erleiden; ihre Zahl sank um ein Drittel. In jüngster Zeit wird der Dreißigjährige Krieg mit dem Konflikt im Nahen Osten verglichen. So sehen unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Politologe Herfried Münkler im Dreißigjährigen Krieg und dem Westfälischen Frieden Vergleichsmodelle für gegenwärtige chaotisch scheinende Kriege. Für den Unterricht bieten sich mit Blick auf dieses Thema Chancen, differenziert über Ursachen und Lösungen multifaktoriell bedingter kriegerischer Konflikte nachzudenken, die Lernenden für die Eskalation von Gewalt und die schrecklichen Folgen zu sensibilisieren und auf die Wichtigkeit von Toleranz in Glaubensfragen, aber auch auf die Notwendigkeit beharrlicher diplomatischer Friedensbemühungen hinzuweisen. Ein solcher Unterricht leistet einen wichtigen Beitrag zur Friedenserziehung.
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Gesamtwerk
NS-Volksgemeinschaft
Die historische Forschung hat sich in den letzten Jahren verstärkt mit der Gesellschaft im Nationalsozialismus auseinandergesetzt. Dies führte zu neuen Analyse- und Erklärungsansätzen rund um den Begriff der „Volksgemeinschaft“. Im Geschichtsunterricht spielen diese Konzepte und Forschungen nur eine geringe Rolle. Das Heft greift daher die neuen Perspektiven auf und bietet erprobte Unterrichtsmaterialien, die einen vielschichtigen Blick auf den Alltag im Nationalsozialismus erlauben. Erfahrungsgemäß ist es für Lernende von großem Interesse, zu untersuchen, was die Deutschen eigentlich an das NS-Regime gebunden hat. Bei der Behandlung der "Volksgemeinschaft" im Unterricht sollten aber zwei Herausforderungen besonders im Blick bleiben: Zum einen droht eine Übersättigung durch die mediale Omnipräsenz des Themas; zum anderen sollte verstehbar werden, warum sich viele Zeitgenossen vom Leben im Nationalsozialismus angesprochen fühlten, ohne dass dabei die kritische Distanz zum Gegenstand verloren geht.
Gesamtwerk
Wiederholen
Die Spannung zwischen Unterrichtetem und von den Schülerinnen und Schülern mittel- und langfristig Erinnertem lässt Lehrkräfte regelmäßig verzweifeln. Liegt das an den Lernenden – oder an den Lehrenden? Im Fach Geschichte wird das Phänomen besonders deutlich wahrgenommen. Das Heft motiviert daher dazu, dem Wiederholen im Geschichtsunterricht einen größeren Stellenwert zuzumessen. Die Beiträge geben vielfältige Anregungen zur Umsetzung in einem an Kompetenzen orientierten Geschichtsunterricht. Ausgewählt haben wir dabei vorrangig Ideen, die eine leichte Übertragung auf unterschiedliche inhaltliche und methodische Zusammenhänge ermöglichen.
Verwandte Themen
Gesamtwerk
Islamische Welten
Ziel des Heftes ist es, die einseitige Sicht auf den Islam und seine Geschichte aufzubrechen. Es will die Vielfalt islamischer Welten, ihre unterschiedlichen Entwicklungen und Bezüge zu anderen Kulturen und Gesellschaften für den Geschichtsunterricht greifbar machen. Mehr als anderthalb Milliarden Menschen bekennen sich zum Islam – damit ist die Religion die zweitgrößte Glaubensgemeinschaft der Welt. Seit dem 7. Jahrhundert prägen muslimische Gesellschaften und Herrschaften weite Teile Asiens, Afrikas und Europas. Die heutige Wahrnehmung ist allerdings eine andere: Zum einen dominieren mediale und politische Gleichsetzungen von Islam und Islamismus – und damit Pauschalisierungen ohne jegliche historische Tiefenschärfe. Die jahrhundertelange Beziehungsgeschichte zwischen „dem“ Islam und anderen Religionen und Kulturen, insbesondere dem Christentum bzw. „westlichen“ und „modernen“ Gesellschaften, wird somit reduziert auf eine Konfliktgeschichte im Sinne eines Huntingtonschen „Clash of civilizations“. Zum anderen wird der Islam meist ausschließlich mit dem Vorderen Orient identifiziert. Dabei gerät aus dem Blick, dass die Länder mit den meisten Muslimen außerhalb dieses Raumes liegen, dass also hunderte Millionen Moslems in ganz anderen kulturellen, ethnischen, sozialen und politischen Kontexten leben. Aus dem Inhalt (Auswahl): Münzen, Sklaven, Luxusgüter. Was Orient und Okzident im Frühmittelalter verbunden hat Verlorene Aufklärung? Ulugh Beg und das Observatorium von Samarkand Arbeit mit Flaggen. Die Geschichte des Irak im 20. Jahrhundert anhand der Farben. und Symbole seiner Fahnen nachvollziehen und erklären „Das ist der Orient!“. Geschichte der westlichen Islamwahrnehmung: Würdigung und Kritik der Orientalismusthese Karten als Propagandamittel. Das Kalifat des IS.
Gesamtwerk
Schreiben
Geschichte ist mehr als nur ein "mündliches Fach". Diese Ausgabe möchte daher geeignete Wege und Anregungen für das Schreiben im Geschichtsunterricht aufzeigen. Dazu gehört, über die Art und Weise nachzudenken, wie und zu welchem Zweck im Unterricht geschrieben wird. Olaf Hartung und Josef Memminger zeigen in ihrem Basisartikel, wie sich Schreiben auf den Lernprozess auswirken kann und führen prägnant an der Schnittstelle von Praxis und Forschung in die Thematik ein. Die folgenden Unterrichtsvorschläge haben den gemeinsamen Nenner, dass sie textproduktives und prozesshaft verstandenes Schreiben als Mittel des Geschichtslernens fruchtbar machen möchten. Eine weitere Gemeinsamkeit besteht in der begründeten Annahme, dass historische Lernprozesse und das Geschichtsbewusstsein am besten durch solche Aufgabenformate gefördert werden, die Lernende zum Perspektivenwechsel anregen, indem zum Beispiel die Erzähl- oder Zeitperspektiven von gegebenen Ausgangstexten verändert werden. Zudem runden weitere Angebote wie Formulierungshilfen, Empfehlungen zur Klausurkonstruktion oder Erläuterungen zum Operatoren-Einsatz das Angebot dieser Ausgabe ab. Aus dem Inhalt (Auswahl): Geschichten des Blitzableiters. Perspektivisches Schreiben über die verschiedenen Facetten der Aufklärung Schüler rappen Geschichte. Historische Konflikte als Rap-Battle im Geschichtsunterricht Bilder narrativieren. Das Mädchen aus Vietnam – De- und Rekonstruktion eines berühmten Fotos „Wir schreiben Geschichte“. Essays in der Oberstufe.
Gesamtwerk
Russische Revolution
Die „Große Sozialistische Oktoberrevolution“ jährt sich 2017 zum 100. Mal – ein Anlass, der von zahlreiche Ausstellungen, Dokumentationen und anderen medialen Publikationen begleitet wird. Unser Themenheft bietet vielfältige Ansätze für den Geschichtsunterricht, um den Verlauf, die Durchsetzung und die Folgen des tiefgreifenden Systemwechsels aufzuzeigen, der Russland, Europa und letztlich die ganze Welt nachhaltig veränderte. Besonderes Highlight: Ein Zeitleistenspiel für das spielerische Aneignen der wichtigsten historischen Ereignisse. Das Heft zeichnet die Geschichte der Russischen Revolution von der Krise des Zarenreichs bis hin zur Rezeptionsgeschichte nach und bietet neben dem aktuellsten fachwissenschaftlichen Forschungsstand zahlreiche unterrichtserprobte Praxisbeispiele sowie Literatur-, Ausstellungs- und Webtipps zum Thema. Wie die Bolschewiki als selbsternannte Vertreter des Unmuts von unten an die Macht kamen und wie sie diese behaupteten und ausbauten, bedarf einer differenzierten Analyse, die sich der vielen Feindbilder und Vorurteile bewusst ist, die seit jeher mit dem Thema „Russische Revolution“ verbunden sind. Zur Umsetzung dieses Anspruchs im Geschichtsunterricht will dieses Heft einen Beitrag leisten. Aus dem Inhalt: Ein Blick auf die Krisenverschärfung und die sozialen Milieus in Russland Die Phase der „Doppelherrschaft“ als Mystery Sozialismus und Industrialisierung in einem kleinbäuerlichen Land Der Vertrag von Brest-Litowsk als Zerreißprobe für die Bolschewiki Das Konzept der „Diktatur des Proletariats“ im Unterricht untersuchen Ein ständiges „Neuschreiben“ der Geschichte? Klausurvorschlag: Befreiung der Menschheit oder Beginn einer neuen Phase der Unterdrückung? Zeitleistenspiel zur Russischen Revolution mit Spielkarten in der Mitte des Heftes.
Gesamtwerk
Kompetenzorientierte Aufgaben
Eine Kernaufgabe von Lehrkräften ist es, Aufgaben für Lernende zu formulieren. Diese sollen wie Initialzündungen von Lernprozessen wirken. Adäquate und anspruchsvolle Aufgaben sind ein „Schlüsselfaktor“, der für den Erfolg historischer Lehr-Lern-Prozesse in besonderer Weise verantwortlich ist. Doch woran sind kompetenzorientierte Aufgaben zu erkennen? Wie kann man sie erstellen, einsetzen und ihren Erfolg feststellen? Das Heft gibt auf diese Fragen reflektierte und praktische Antworten. Aus dem Inhalt: Typen, Gütekriterien und Konstruktionsprinzipien von Aufgaben Kompetenzorientierte Settings für Sek. I und II Lernaufgabe zur Werturteilsbildung zu SS-Wachmännern vor Gericht Messung von Sach- und Werturteilskompetenz durch Aufgaben.
Gesamtwerk
Herausforderung Reformation
Im Geschichtsunterricht geht es weniger um theologische Differenzierungen als um die Wirkmächtigkeit der Reformation. Deshalb verdeutlicht das Heft Herausforderung Reformation an anschaulichen Schlüsselsituationen, worin die Anziehungskraft der reformatorischen Predigt bestand, die zur Abkehr von der katholischen Kirche führte. Außerdem skizziert es sowohl deren unmittelbare Konsequenzen wie die langfristigen Nachwirkungen der protestantischen Lehre: Abendmahl, Ablass, Papst: Was unterschied den Glauben der Reformatoren von der katholischen Lehre? Reformer oder Rebell? Differenzierte Blicke auf Luther. Zerstörte Bilder und der Gottesschwur als Staatsbekenntnis – Wie prägte die Reformation unsere heutige Gesellschaft?
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1970er-Jahre
Die 1970er-Jahre sind medial immer noch präsent, man denke nur an Bilder von Brandts Kniefall in Warschau, autofreien Sonntagen oder Hanns Martin Schleyer in RAF-Gefangenschaft. Neue Politikansätze, wie „Mehr Demokratie wagen“ oder Neue Ostpolitik, und neue politische Probleme, gerade in der Wirtschafts- oder Energiepolitik, zeigen Entwicklungen, die bis heute reichen. Auch wenn diese Dekade in den Curricula der Bundesländer wenig Raum einnimmt, bieten die immer deutlicher von der Geschichtswissenschaft konturierten Entwicklungs- und Transformationslinien eine Vielzahl von Anknüpfungsmöglichkeiten für historisches Lernen in der Schule. Das Heft versteht sich als Plädoyer, manchmal auch bezeichnet als „sozialdemokratisches Jahrzehnt“, als Vorgeschichte unserer Gegenwart im Geschichtsunterricht zu thematisieren und an ihm grundlegende Entwicklungen der bundesdeutschen Geschichte zu exemplifizieren.
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Rekonstruktionen und Modelle
Modelle, Replikate und Reproduktionen ermöglichen Lernenden sinnliche und handlungsorientierte Zugänge zur Geschichte. Sie können erheblich dazu beitragen, das Vorstellungsvermögen sowie die Imaginations- und Empathiefähigkeit der Lernenden hinsichtlich vergangener Zeiten und Menschen zu fördern. Andererseits sind Nachbauten und Nachinszenierungen aber auch weit verbreitete und beliebte Bestandteile der Geschichtskultur, die mit Blick auf ihre Triftigkeit und auf ihre lebensweltlichen Funktionen, die oft recht wissenschaftsfern sind, kritisch reflektiert werden sollten. Der auf dem Titel abgebildete Dinosaurier ist ein etwas unkonventioneller Einstieg in diese Ausgabe von Geschichte lernen – gehört doch das Mesozoikum nicht zu den klassischen Lehrplanthemen der Sekundarstufe. Als Veranschaulichung einer nur sehr skizzenhaft rekonstruierbaren Vergangenheit symbolisiert der Deinonychus jedoch den Reiz von Rekonstruktionen und Modellen für die Auseinandersetzung mit Geschichte: Der Nachbau des Geschöpfs aus der frühen Kreidezeit erlaubt es (nicht nur) Kindern und Jugendlichen, sich gefühlt in der historischen Welt zu bewegen und diese buchstäblich begreifen zu können. So wird Buchwissen gefestigt, erweitert und die Faszination eines Themas im besten Fall weiter geschürt.
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Mittelalter in der Geschichtskultur
Kaum eine historische Epoche ist in unserer Gegenwart so präsent wie das Mittelalter. Wenn man den Fernseher einschaltet, in einer Buchhandlung stöbert, das Angebot an Computerspielen sichtet oder das Veranstaltungsprogramm der Nachbarstadt durchblättert – überall stößt man auf Ritter, Burgen, Händler, Mönche und Wanderhuren. Dabei ist das dargestellte Mittelalter mal abstoßend, mal faszinierend, mal eine negative Gegenfolie zur Gegenwart, voraufklärerisch, brutal und unmenschlich, mal positiv als exotisch, überschaubar und naturnah gedeutet. In unserem Geschichtsunterricht kommt dieses Mittelalter bislang kaum vor – dabei ist es ein elementarer Teil der Lebenswelten der Schülerinnen und Schüler. Die Integration von Geschichtskultur in den Unterricht würde nicht nur zeigen, dass dieser einen engen Bezug zur Lebenswelt besitzt; sie ermöglicht es auch, die geschichtskulturelle Kompetenz der Jugendlichen zu fördern, indem sich Schülerinnen und Schüler mit den Motiven der Produzenten dieser Mittelalter-Bilder befassen und mögliche Konsequenzen beleuchten. Hierfür bietet diese Ausgabe von Geschichte lernen Anregungen und Hilfestellungen, indem sie zeigt, wie geschichtskulturelle Interpretationen des „Mittelalters“ gewinnbringend in den Unterricht in der Sekundarstufe I und II einbezogen werden können. Außerdem will sie Mut machen, Geschichtskultur verstärkt in den Geschichtsunterricht zu integrieren.
Gesamtwerk
Nation und Nationalismus
Bisweilen werden die in Geschichte lernen angebotenen Themen von der Wirklichkeit überholt. Man hätte, angesichts der Meldungen über das weltweite Wiedererstarken des Nationalismus, den Gegenwartsbezug im Basisartikel beinahe täglich ändern können. Überall gewinnen nationalistische Parteien an Zustimmung. In einem solchen Klima ist es umso wichtiger, dass sich Schülerinnen und Schüler reflektiert mit dem Konstrukt der Nation auseinandersetzen. Die Kernbotschaft dieser Strömungen besteht darin, einer verunsicherten Bevölkerung zu vermitteln, ihre Lage würde sich verbessern, wenn die Politik sich auf die „eigenen Leute“ konzentrieren würde. Diese Prognose wird durch propagandistische Argumente gestützt: ethnische wie kulturelle Vielfalt sei eine Gefahr, gefährde die Versorgung mit Wohnungen, Arbeitsplätzen oder Sozialleistungen und schränke die Entfaltungsmöglichkeit der nationalen Mehrheit ein. Bei näherem Hinsehen erweisen sich diese Argumente jedoch als falsch, erlogen, wissenschaftlich überholt oder zu kurz gegriffen. Ihre Stärke beziehen sie aber nicht aus rationaler Überzeugungskraft, sondern aus einer Kanalisation von Irrationalität und Emotionalität. Mit rationalen Argumenten sind extreme Nationalisten kaum zu erreichen. Mit rationalen Argumenten kann man aber vielleicht denjenigen ein Angebot machen, die nicht auf diese Rattenfänger hereinfallen wollen. Die Artikel dieses Heftes bieten dazu die Möglichkeit.
Gesamtwerk
Begriffe
Begriffslernen bildet im Fach Geschichte eine besondere Herausforderung. Wir haben es mit unterschiedlichen Begriffstypen von ganz verschiedener Komplexität zu tun: von der Bezeichnung eines historischen Gegenstands bis zu theoriegeladenen Deutungsbegriffen. Geschichtsbegriffe stammen außerdem aus unterschiedlichen Zeiten, sie können zeitgleich zu dem benannten Phänomen, aber auch erst später entstanden, also Quellen- oder Deutungsbegriffe sein. Schließlich unterliegen sie, aber auch die Phänomene, die sie bezeichnen, dem historischen Wandel. Kurzum: Begriffe im Fach Geschichte sind keine „Wissensbausteine“, mit denen man säuberlich ein Haus errichten kann; sie sind fluide und unscharf. Gerade deshalb gehört es zu den zentralen Kompetenzen des Fachs, dass Schülerinnen und Schüler mit Begriffen adäquat umgehen können sollen; entsprechende Hinweise finden sich, wenngleich an wechselnden systematischen Orten, in jedem Curriculum und jedem Kompetenzmodell. Unser Themenheft regt auf mehreren Ebenen zur bewussten Begriffsarbeit im Geschichtsunterricht an: mit grundsätzlichen Überlegungen und Maximen im Basisartikel; mit Hinweisen auf hilfreiche Methoden und Techniken; mit Unterrichtsvorschlägen zu zentralen Begriffen, bei denen gezielte Arbeit besonders fruchtbar ist.
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