Unterrichtsmaterialien Geschichte der Didaktik: Ganze Werke Seite 1/1
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Didaktik & Methodik
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Klinkhardt
Gesamtwerk
Perspektiv(en)wechsel
Der bewusste Wechsel von Perspektiven als Antwort auf komplexe gesellschaftliche Herausforderungen stand im Zentrum der GDSU-Jahrestagung 2025 „Perspektiv(en) wechsel – Sachunterricht neu denken“. Vor dem Hintergrund einer dynamischen, pluralen und von Unsicherheiten geprägten Welt rückten Fragen danach in den Fokus, wie Sachunterricht unterschiedliche Sichtweisen produktiv aufgreifen, verknüpfen und für Lernprozesse fruchtbar machen kann. Welche didaktischen Zugänge ermöglichen es, eingefahrene Denkmuster zu verlassen, Zusammenhänge neu zu erschließen und Kinder zu einem reflektierten, kritischen und dialogfähigen Umgang mit Welt zu befähigen? Und geht es im Sachunterricht um die Perspektiven der Sache oder um die Perspektiven der Kinder? Die Beiträge dieses Bandes greifen diese Fragestellungen auf, diskutieren innovative Konzepte und Methoden einer vielperspektivischen Sachunterrichtsdidaktik und beleuchten deren Bedeutung für eine zukunftsorientierte, nachhaltige und demokratische Bildung.
Gesamtwerk
Die Feldenkrais-Methode
Diese Arbeit stellt eine theoretische Fundierung der Feldenkrais-Methodik im pädagogischen Kontext dar. Zunächst werden Einflüsse auf die Entwicklung der Methode von jüdischer Bildung, Chassidismus und Bubers Dialogphilosophie, über Judo und die Philosophie des Zen, bis zu somatischen Lernmethoden der Reformpädagogik dargestellt. Im Zentrum steht der leibfokussierende Ansatz von Feldenkrais und die Schilderung von dessen Lerntheorie, die dann in den Kontext von aktuellen Ansätzen wie Achtsamkeit, dem Konzept des Embodiment, verkörperter Kommunikation (embodied communication) und dem Konzept der Zwischenleiblichkeit gestellt wird. Der Beitrag der Feldenkrais-Konzeption zur transformatorischen Bildung betont dabei die Bedeutung des Leibes für Bildungstransformationen in expliziter Weise.
Gesamtwerk
„Nicht die Wahrheit wird anerkannt“ – Mathilde Vaerting (1884 – 1977)
Ausgehend vom hundertjährigen Jubiläum der Berufung Mathilde Vaertings (1884–1977) auf eine Professur in Jena (1923) – und damit der ersten Frau auf einer Professur der Erziehungswissenschaft – fragt dieser Band, wie Prozesse von Rezeption und Wahrnehmung, von Anerkennung und Ausgrenzung wissenschaftliches Wissen prägen. Die Beiträge verbinden historische Rekonstruktionen mit systematischen Analysen zu Macht, Geschlecht und Wissensordnung und untersuchen, wie disziplinäre Selbstbeschreibungen, Tradierungen und Zuordnungen entstehen und fortgeschrieben werden. Er richtet damit den Blick auf Mechanismen der Kanonbildung, der Zirkulation und Immunisierung von Wissen in der Erziehungswissenschaft.
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Gesamtwerk
Zeitgemäße Figurationen Pädagogischer Reform
Der Band verortet Pädagogische Reform in einer konstitutiven Doppelbewegung: Einerseits sind es die Kopplungen von Pädagogik mit Politik und Ökonomie, andererseits die kulturkritischen Potenziale der Pädagogik selbst, die immer neue Reformen motivieren. Diese artikulieren sich zeitgemäß etwa in einer Kritik am Anthropozentrismus, stetigen Entwicklungen in den Bereichen Digitalität und KI, der Globalisierung sowie Techniken der spätmodernen Selbstoptimierung. Biozentrik und KI dienen dabei als Eckpunkte eines breiten Diskurses: Zwischen diesen titelgebenden Figurationen beschreiten die hier versammelten Beiträge je eigene Wege der Vermessung einer pluralen Forschungslandschaft Pädagogischer Reform(en) sowohl im Anschluss an den als auch in Überwindung des tradierten Diskurs(es) zur Reformpädagogik.
Gesamtwerk
Zwischen Didaktik-Dilemma und Didaktik-Polylemma
Die Schrift geht den Ursachen dafür auf den Grund, weshalb sich die Allgemeine Didaktik gegenwärtig in einer Krise befindet. Hierfür verfolgt sie eine hermeneutische Suche nach wesentlichen Traditionslinien und Schwerpunktsetzungen, um ein grundlegendes Verständnis für Sinnzusammenhänge als Voraussetzung für die Überwindung des Status quo zu schaffen. Als zentrales Ergebnis seiner Forschung erklärt der Autor die Disziplin als „polylemmatisch“ und trägt dieser Tatsache mit einer aktualisierten Definition des Forschungsgegenstandes Rechnung. Für eine zeitgemäße Weiterentwicklung schlägt er schließlich eine begabungstheoretische Didaktik unter besonderer Berücksichtigung der Expertiseforschung vor.
Verwandte Themen
Gesamtwerk
Kontinuität und Wandel von Wissen in Bildungsmedien
Wissen in Bildungsmedien ist im schulischen Kontext ausgerichtet an Gesetzen, Bildungsstandards und Lehrplänen; in außerschulischen Kontexten ist es meist weniger stark reguliert, aber dennoch orientiert an Vereinbarungen oder Leitbildern. Bildungsmediales Wissen zeigt dabei teilweise eine erstaunliche Beharrungskraft; zugleich können die Inhalte von Bildungsmedien Seismographen für Veränderungen sein, mitunter gar „subversives“ Potenzial entfalten, indem sie Vorgaben unterlaufen. Ihr Potenzial in beiderlei Hinsicht ist erst in Relationierung mit außerhalb des Bildungsmediums liegenden Bezügen und Wissensproduktionen einordenbar. Die Beiträge dieses Bandes tragen dem Facettenreichtum des Wissensbegriffs Rechnung und bieten vielschichtige Zugänge zum Themenkomplex. Neben fachlichen Betrachtungen zu bildungsmedialem Wissen stehen Untersuchungen zur Umsetzung pädagogischdidaktischen Wissens, Auseinandersetzungen mit medial-materiellen Präfigurationen von Wissensvermittlung und -aneignung sowie Rekonstruktionen von soziokulturellem Wissen und dessen historische oder kulturgeschichtliche Einordnung.
Gesamtwerk
Nation, Nationalism and Schooling in Contemporary Europe
During the 19th century, up to the middle of the 20th century, the theme of national identity – and even more so of the absolute primacy of the nation – was firmly at the center of the educational projects of European states. Moreover, schools had and have been one of the fundamental instruments in the processes of nation building and, subsequently, in the establishment of nationalist perspectives, being used as a place of transmission of narratives aimed at legitimising the primacy of the nation, whether historically or ethnically based. A significant undermining of the absolute primacy of the nation emerged in the aftermath of the Second World War. A widespread desire to reduce the scope of national sovereignty, to fight against the drifts of nationalism, took on a new consistency. The ideological struggle centered on the two blocs, which characterized the age of the Cold War, contributed to strongly circumscribing the political space of nationalism, but the fall of the Wall has opened up new spaces both for the role of the nation and for the phenomena of micro-nationalism and neo-nationalism. Scholars of different European countries contributed to the reflection on the interrelation of nation(alism) and schooling with a special focus on educational media. This reflection is more urgent than ever and is central to our future and our social, civil, and cultural development.
Gesamtwerk
From School Inspectors to School Inspection
From School Inspectors to School Inspection. Supervision of Schools in Europe from the Middle Ages to Modern Times explores a broader and more ambivalent view of the formation of inspection and supervision over modern school systems. It primarily focuses on Europe, both geographically and culturally. Within this narrow space, it addresses a longer period of history, spanning from the late Middle Ages to the twentieth century. The contributions call attention to both the institutions of inspection including its relevant actors, and the processes of inspection and supervision over school teaching and school systems. The book examines how the formation of school inspection in various parts of Europe came about and how its activities related to Europe’s political and educational challenges.
Gesamtwerk
Bildungsmedien im wissenschaftlichen Diskurs
Die Bildungsmedienforschung ist eine relativ junge Forschungsrichtung, die ihre Wurzeln in der Schulbuchforschung hat. Erst im Zuge der Digitalisierung und Pädagogisierung vieler Lebensbereiche differenzierte und erweiterte sich das Angebot der Medien in Bildungskontexten erheblich, worauf in der Wissenschaft mit einer Erweiterung der Forschungsperspektiven reagiert wurde. Diese Transformation und Weiterentwicklung hin zur Bildungsmedienforschung hat Eva Matthes über mehr als zwanzig Jahre begleitet und aktiv mitgestaltet. Insbesondere diese Verdienste werden mit der vorliegenden Festschrift gewürdigt, die einen Einblick in den breiten und aspektreichen wissenschaftlichen Diskurs zu Bildungsmedien geben will. Diesen bilden die zahlreichen Beiträge aus unterschiedlichen Disziplinen ab, in denen sich die Autor*innen unter systematischen, historischen, didaktischen und weiteren Fragestellungen mit verschiedenen Bildungsmedien in ausgewählten Bildungskontexten auseinandersetzen.
Gesamtwerk
Allgemeine und berufliche Bildung
Was unterscheidet die allgemeine Bildung von der beruflichen Bildung – in Geschichte, Gegenwart und Zukunft? Worin unterscheiden sich „Ausbildungsreife“ und „Hochschulreife“? Bedarf es für eine angemessene „berufliche Orientierung“ an den Gymnasien eines zentralen Kernfachs Berufsorientierung? Oder ist es ausreichend, wenn bei der konstitutiven Vermittlung von Studierfähigkeit ausschließlich passende Lerngelegenheiten für die Auseinandersetzung mit der akademisch-wissenschaftlichen Kultur geschaffen werden? Diesen und weiteren Fragen stellen sich mit kontroversen Argumentationen und konträren Positionen Wissenschaftler/ innen aus der Allgemeinen wie der Berufspädagogik, aus historischer wie empirischer Sicht, aus der Perspektive des allgemeinbildenden und des berufsbildenden Schulwesens im zwölften Band der Reihe „Gymnasium – Bildung – Gesellschaft“.
Gesamtwerk
Die österreichische Landschulreform von den 1920er- bis zu den 1960er-Jahren
Die Geschichte der österreichischen Landschulreform im 20. Jahrhundert ist heute so gut wie vergessen. Doch gab es von den 1920er-Jahren bis in die 1960er-Jahre eine intensive Debatte über die Reform der ländlichen Volksschulen, die damals als besonders schwieriges Terrain galten. In diesem Buch wird diese Debatte aus der Perspektive von Lehrerinnen, Lehrern und Schulverwaltungspersonal rekonstruiert. Die Analyse einer vergangenen Schulreformdebatte über mehrere Jahrzehnte hinweg zeigt, dass für diese Akteursgruppe schon die Debatte selbst, unabhängig von konkreten Reformerfolgen, bedeutsam war. Gezeigt wird auch, wie Anliegen zur Verbesserung des Unterrichts mit weitausholenden gesellschaftlichen und politischen Zielvorstellungen verknüpft wurden. Dabei bestand für lange Zeit eine beachtliche Kontinuität, was Themen und Anliegen der Debatte betraf. Zugleich wurde diese flexibel an wechselnde politische Kontexte angepasst. Während die Zeit von den 1920er-Jahren bis Ende der 1950er-Jahre in dieser Hinsicht ungeachtet aller politischen Wechselfälle als relativ einheitliche Epoche erscheint, kam es um 1960 zu einem nachhaltigen Wandel in der Problemperspektivierung. Dieser hing mit der Bildungsexpansion, in diesem Fall konkret mit der zunehmenden Bedeutung der Hauptschule im ländlichen Raum, zusammen.
Gesamtwerk
Von der Bildungstheorie zur Kompetenzorientierung
Mit der sogenannten empirischen Wende und spätestens dem PISASchock im Jahr 2001 rückte in der Erziehungswissenschaft der Kompetenzbegriff ins Zentrum der Aufmerksamkeit und kann seitdem als das bestimmende Element in Forschung und Schulpraxis erachtet werden. Damit verbunden ist insbesondere das Desiderat, eine Mess-, Vergleich- und Operationalisierbarkeit zu erlangen, welche dem Begriff Bildung, neben einer Undefinierbarkeit und oftmals auch Substanzlosigkeit, wiederholt als Defizite vorgeworfen wurden. Die theoretische und strukturelle Komplexität sowohl des Bildungs- als auch des Kompetenzbegriffs erlaubt jedoch durch den Wechsel von der Input- zur Outputorientierung keine einfache Antwort auf schwierige und über Jahrzehnte diskutierte Problemstellungen und erfordert vielmehr eine analytische Gegenüberstellung beider Begriffe, die gleichermaßen die Folgen dieses Paradigmenwechsels untersucht.
Gesamtwerk
Migration und Bildungsmedien
Migration aus unterschiedlichsten Motiven – freiwilliger Wechsel des Aufenthaltsortes, z.B. aus beruflichen oder Bildungsgründen, unter Druck erfolgte Auswanderung, beispielsweise aufgrund von wirtschaftlicher oder politischer Bedrängnis, aber auch erzwungene Flucht, etwa wegen politischer oder weltanschaulicher Verfolgung – war und ist zu allen Zeiten für die Migrant*innen selbst, aber auch für die Gesellschaft der Aufnahmeländer eine große Herausforderung, nicht zuletzt in bildungspolitischer Hinsicht. Dieser Band führt Forschung und praxisnahe Überlegungen aus unterschiedlichen Disziplinen – Erziehungswissenschaft, verschiedene Fachdidaktiken (z.B. Fremdsprachen, Biologie, Religion) – sowie von Lehrkräften zu Migration und Bildungsmedien zusammen. Die Beiträge befassen sich mit der Entwicklung und Herstellung von Bildungsmedien für unterschiedliche Migrant*innengruppen im 20. Jahrhundert und in der Gegenwart, sowohl mit deren Vorbereitung und Veröffentlichung in der Heimatsprache durch sie selbst, die vor allem der Bewahrung der eigenen Kultur dient, als auch durch die jeweiligen Aufnahmeländer, die den Kontakt mit den Migrant*innen herstellen bzw. deren Integration in die neue Gesellschaft fördern sollen. Einen weiteren Schwerpunkt stellen Beiträge über die Darstellung von Migrant*innen in Bildungsmedien – in Texten, Abbildungen etc. – dar; diese Texte machen deutlich, dass die Art der Präsentation nicht ohne Folgen für die Selbst- und Fremdwahrnehmung der Dargestellten bleibt.
Gesamtwerk
Das Kreuz der Elementardidaktik
Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit den Lehr- und Lernprozessen in der Kita und entwickelt mit dem elementardidaktischen Kreuz die Möglichkeit, das gesamte Feld der gezielten und zieloffenen Lernsituationen abzubilden. Hierdurch gelingt es aufzudecken, dass „Didaktik“, im Verständnis der Fachkräfte lediglich einen kleinen Part ihrer Arbeit beschreibt: die gezielte Beschäftigung. Demgegenüber liegt der Schwerpunkt ihres Handelns in der Förderung der intuitiven Lernkunst (Mathetik) der Kinder. Die Untersuchungsergebnisse zeigen auf, dass insbesondere die nicht intendierten Lernprozesse der Kinder, die von den Fachkräften beobachtet werden, nachfolgend zu einem intensiven didaktischen Geschehen führen. Diese „selbstlaufenden didaktischen Bewegungen“ stehen maximal konträr zu der Auffassung, Didaktik sei ein bewusstes und intendiertes Arrangement von Zeit, Raum, und Handlung im Sozialen. Sie kennzeichnen damit die Besonderheit der Elementardidaktik.
Gesamtwerk
100 Jahre Grundschule
In den Schulartikeln der Weimarer Reichsverfassung vom August 1919 wird eine für alle Kinder gemeinsame Grundschule gefordert und das Grundschulgesetz vom April 1920 leitet die Realisierung dieser Forderung ein. Erstmals haben Schulfragen Verfassungsrang und das vom Reichstag verabschiedete Grundschulgesetz ist bis heute das einzige von einem nationalen deutschen Parlament beschlossene Schulgesetz. Es markiert den Beginn der Entwicklung des modernen Schulsystems im 20. Jahrhundert. Dieser Sammelband zeichnet diese Entwicklung nach. Er zeigt zudem den gegenwärtigen Stand sowie die Perspektiven von Theorie und Praxis der Grundschularbeit auf. 18 Beiträge befassen sich mit den Funktionen der Grundschule im Bildungssystem, ihren erzieherischen Aufgaben, den spezifischen Inhalten und Zielen grundlegender Bildung, z.B. Schriftspracherwerb, literarischer Unterricht, Mathematik und Sachunterricht, den Methoden altersgemäßen Lehrens und Lernens, der Differenzierung und Förderorientierung sowie der Professionalisierung der Lehrkräfte an Grundschulen.
Gesamtwerk
Spannungsfelder der Lehrerbildung
Seit Beginn des 21. Jahrhunderts erfährt die Lehrerbildung verstärkte Aufmerksamkeit, u.a. durch Schulleistungsvergleiche, Meta-Studien oder Förderprogramme wie die Qualitätsoffensive Lehrerbildung. In der Diskussion über deren Reform wird zweifach argumentiert: Zum einen werden zentrale gesellschaftliche Herausforderungen identifiziert, auf die das Bildungssystem, d.h. auch die Lehrkräfte angemessen zu reagieren hätten. Zum anderen wird auf innersystemische Probleme verwiesen, die im Zuge der Professionalisierung des Lehrerberufs entstanden sind und deren Lösung schon lange drängt. Es zeigt sich, dass System und Praxis der Lehrerbildung durch verschiedene Spannungsfelder charakterisiert sind; drei davon (Ziele – Verortung, gesellschaftliche Herausforderungen – systemische Persistenz, Globalisierung - Partikularisierung) werden in diesem Band näher beleuchtet.
Gesamtwerk
Europa und Bildungsmedien
Die Europäische Union konnte bei den jüngsten Europa-Wahlen zwar viele Anhänger mobilisieren; allerdings ist auch sichtbar geworden, dass sie immens an Attraktivität eingebüßt hat. Eine Wiederbelebung der europäischen Idee von Menschenrechten, Demokratie, Freiheit und Toleranz und damit auch des Wertefundaments der Europäischen Union kann allerdings nur gelingen, wenn eine deutliche Mehrheit der Bürger*innen Europas mitzieht. Hierfür kommt den Bildungsinstitutionen vom Kindergarten über die Schule und außerschulische Jugendbildungsstätten bis zu Einrichtungen der Erwachsenenbildung eine immense Bedeutung zu. In all diesen Institutionen kommen Bildungsmedien zum Einsatz; von daher ist es von hoher Relevanz, dass sich Bildungsmedienforscher*innen mit Fragen auseinandersetzen, wie Europa in Bildungsmedien in Geschichte und Gegenwart repräsentiert wurde und wird, ob und, wenn ja, wie die Vorteile der EU und eines Europa ohne Grenzen und auf menschenrechtlichem Fundament jungen Menschen nahegebracht werden oder ob nationale Vorurteile und Stereotypen Platz finden oder gar überwiegen. Eine wichtige, hoffnungsvoll stimmende Perspektive bieten in diesem Zusammenhang gemeinsame Bildungsmedienprojekte verschiedener europäischer Länder, die in diesem Band ebenfalls vorgestellt werden.
Gesamtwerk
Methodologien der Forschungen zur Didaktik des Sachunterrichts
In der Didaktik des Sachunterrichts hat die empirische Forschung in den letzten Jahren einen bedeutenden Schub erfahren, was sich sichtbar in der methodischen Qualität der Forschungsarbeiten niedergeschlagen hat. Im Vergleich dazu erfährt der methodologische Diskurs allerdings eine geringere Beachtung. Die kritische Reflexion über die der Forschung zugrundeliegende Methodenlogik, insbesondere über Erkenntnismöglichkeiten und -grenzen der angewandten Methoden bestimmt jedoch maßgeblich die Transfermöglichkeiten der darüber gewonnenen Erkenntnisse mit Blick auf Theorie und Praxis. Der Band verfolgt daher die Zielstellung, Forschende im Bereich der Didaktik des Sachunterrichts zu einem verstärkten methodologischen Diskurs anzuregen und diesen anhand von Beispielstudien zu illustrieren.
Gesamtwerk
Wolfgang Klafki: Allgemeine Didaktik. Fachdidaktik. Politikberatung.
Wolfgang Klafki war einer der bedeutendsten deutschsprachigen Erziehungswissenschaftler ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Nicht nur die Didaktische Analyse, die „doppelseitige Erschließung“ in der Kategorialen Bildung, das (vorläufige) Perspektivenschema zur Unterrichtsplanung und die kritisch-konstruktive Didaktik gehen auf ihn zurück. Auch war er über Jahrzehnte unermüdlich als Berater in der Bildungspolitik tätig. In diesem Band zum Marburger Gedenksymposium, das zu Ehren Wolfgang Klafkis am 1. September 2017 stattfand, widmen sich zahlreiche Autorinnen und Autoren aus den Erziehungswissenschaften und Fachdidaktiken einer Bestandsaufnahme, Analyse und Weiterentwicklung seiner publizierten Ansätze im Bereich der Bildungstheorie und der Allgemeinen Didaktik mit besonderer Berücksichtigung der Rezeption in den Fachdidaktiken.
Gesamtwerk
Vielperspektivität im Sachunterricht
Vielperspektivität ist ein konstituierendes Merkmal des Sachunterrichts und ein zentrales Konzept seiner Didaktik. Im Band wird aus Sicht der Wissenschaftsdisziplin über den Stand der Theoriebildung, Forschung und Entwicklung zur Vielperspektivität im Sachunterricht berichtet. Darüber hinaus werden Forschungsarbeiten zur Professionalität und Professionalisierung im sachunterrichtsbezogenen Lehramtsstudium vorgestellt und diskutiert. Hinsichtlich des Schulfaches Sachunterricht werden Fragen und Probleme der Planung, Gestaltung und Evaluation von Sachunterricht als vielperspektivisches Fach unter besonderer Betonung der Heterogenität und Inklusion sowie des naturwissenschaftlich-technischen Lernens thematisiert.
Gesamtwerk
Bildung im und durch Sachunterricht
In den letzten Jahren wird die Frage nach Inhalten und Zielen des Sachunterrichts vorwiegend aus kompetenztheoretischer Perspektive diskutiert.Gleichzeitig gibt es eine Zunahme empirischer Forschungsarbeiten im Sachunterricht, die auf fachspezifische Lern- und Bildungsprozesse konzentriert sind. Dabei wird mitunter der Bezug zum Bildungsbegriff verkürzt behandelt. Im Band wird daher der Blick auf „Bildung“ in einem allgemeineren Sinn gerichtet und hiervon ausgehend über aktuelle Forschungen im Sachunterricht berichtet.
Gesamtwerk
Inklusion als Entwicklung
Die theoretischen und empirischen Beiträge des Bandes nehmen den Inklusionsdiskurs und die Folgen für allgemein bildende, berufsbildende und sonderpädagogische Lehrämter in den Blick. Sie zeigen Perspektiven für die inklusive Entwicklung der Allgemeinen Didaktik, der Fachdidaktik und die Unterrichts- und Schulentwicklung auf. Die Sichtweisen der Subjekte erfahren besondere Beachtung. Verwiesen wird zudem auf die Notwendigkeit einer inklusiven Entwicklung von Kommunen und Regionen. Herausforderungen ergeben sich weiterhin für die bildungspolitische Gestaltung des Bildungswesens. Es zeigt sich nach wie vor der dringende Bedarf, den Inklusionsbegriff bildungstheoretisch zu verorten, sozialtheoretisch zu dekonstruieren und seine Relation zum Begriff der Heterogenität zu klären, denn: Betrachtet man den Inklusionsbegriff als einen besonderen Reflexionsmodus,wird schnell sein kritisches Potenzial erkennbar, etwa mit Blick auf die Frage: Wie halten wir es eigentlich mit den Menschenrechten?
Gesamtwerk
Pädagogik der Abgrenzung
Die sonderpädagogische Geschichtsschreibung zum Nationalsozialismus zeigt bis heute kein einheitliches Bild zu den verschiedenen komplexen Fragestellungen. Auch besteht kein Konsens darüber, was als relevante Forschungsfrage angesehen wird. Die vorliegende Studie befasst sich mit der Thematik des Umgangs von Sonderpädagogen (Hilfsschullehrern, Anstaltspädagogen, Blindenlehrern etc.) mit der vom NS-Staat zentral erachteten Ideologie der Eugenik/Rassenhygiene. Sie weist nach, wie sich Vertreter der sonderpädagogischen Disziplin aktiv und mit immer ausgefeilteren Vorschlägen an der Implementierung der Eugenik beteiligten. Diese Aktivitäten gingen weit über das hinaus, was von Seiten des NS-Staates vorgegeben war. Insgesamt versteht sich die Arbeit somit als ein Beitrag zur Korrektur, zur Erweiterung und zur Novellierung der bisherigen (sonderpädagogischen) Historiographie der NS-Zeit.
Gesamtwerk
Anschlussfähigkeit von Kindergarten und Grundschule
Die Anschlussfähigkeit von Kindergarten und Grundschule kann als „Dauer-Problem“ der Elementar- und Grundschulpädagogik bezeichnet werden. Kindergarten und Grundschule verstehen sich beide als Bildungsinstitutionen, jedoch mit einem jeweils eigenständigen und voneinander unabhängigen Bildungsauftrag. Mittels verschiedener Maßnahmen und Deutungen wird immer wieder versucht, Anschlussfähigkeit im Bildungsauftrag zwischen diesen beiden Institutionen herzustellen: durch eine strukturelle Vernetzung, eine curriculare Verbindung oder durch eine Zusammenarbeit der Professionen. Dieses Buch geht im Rahmen einer qualitativen Studie der Frage nach, wie die beteiligten Professionen – Erzieherinnen und Lehrerinnen – den Bildungsauftrag ihrer Institution definieren. Des Weiteren wird anhand der rekonstruierten subjektiven Theorien untersucht, inwiefern sich ein professionsspezifischer Bildungsauftrag und eine Anschlussfähigkeit zeigt. Die Ergebnisse erweisen, dass Anschlussfähigkeit im Bildungsauftrag der Institutionen durchaus gegeben ist, jedoch von den Professionen selbst kaum wahrgenommen wird.
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