Unterrichtsmaterialien Deutsch: Ganze Werke
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Schreibarrangements
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Wilhelm von Humboldt
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Erzählkultur
„Erzählen kann jeder!“ Mit dieser Feststellung startet der diese Ausgabe einleitende Artikel. Warum, so könnte man fragen, gibt es dann ein ganzes Heft zum Erzählen? Weil es eben doch nicht so einfach ist, wie es auf den ersten Blick scheinen könnte. Grundschulkinder haben oft eine noch ungebrochene Freude am mündlichen Erzählen. Wie kann Schule dazu beitragen, diese Freude zu fördern und zu stärken und das Erzählen so zu kultivieren, dass sich daraus eine schulische Erzählkultur entwickeln kann? In dieser Ausgabe stellen wir Unterrichtsideen und Materialien vor, die die Kinder zum Erzählen anregen und ihre Erzählkompetenzen erweitern und schulen, ohne die ursprüngliche kindliche Erzählfreude zu unterlaufen. Aus dem Inhalt: Erzählkultur; Erzählen von Anfang an; Mündliche Erzählungen beobachten und bewerten; Dem Erzählen Raum geben; Bilderbuch nacherzählen; Mit Tablet-PCs zum Erzählen anregen. Bei „Vier – und los!“ geht es darum, zu vier gesammelten Begriffen eine Geschichte zu erzählen. Grundgedanke ist: Je weniger solche Erzählwörter zusammenpassen, desto mehr Kreativität wird benötigt, um sie in einen (narrativen) Zusammenhang zu setzen. Die vier Erzählwörter gehören jeweils zu einem bestimmten Bereich und haben eine Funktion, die für jede Geschichte wichtig ist: Sie benennen (A) eine Figur, (B) einen Ort, (C) einen Gegenstand und (D) eine Tätigkeit. Mit dieser Wörtersammlung kann gesponnen und erzählt werden!
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Literarisches Lernen: Konflikte untersuchen
Ob in der Kurzgeschichte, im Roman oder im mittelalterlichen Epos: Konflikte sind seit jeher Thema in literarischen Texten. Oftmals sind es komplizierte Verstrickungen, welche die Schülerinnen und Schüler erst entwirren müssen. Dieses Heft bietet z.B. Konfliktmodelle, die dabei helfen, die Konfliktparteien und die Grundkonflikte im Text zu identifizieren. Erst auf dieser Grundlage ist die Textanalyse möglich. Dabei geht es nicht nur um Konflikte in Texten, sondern auch im Film und in Bildern. Wie werden Konflikte filmisch dargestellt? Welche körpersprachlichen Signale unterstreichen einen Konflikt? Als Extramaterial liegt das Poster „Konflikt oder Problem?“ bei.
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Biopics – verfilmte Biografien
Warum gehört das Biopic als Genre in den Deutschunterricht? Welchen didaktischen Mehrwert bietet es und nach welchen Kriterien wählt man die richtigen Filme für den Unterricht aus? Begeben Sie sich mit Ihren Schülerinnen und Schülern auf die Spuren berühmter Persönlichkeiten und nähern Sie sich gemeinsam dem Genre! Biopics helfen Lernenden ihre Selbstkonzepte zu klären und identitätsrelevante Vorbilder für die Lösung von Entwicklungsaufgaben zu finden. Insofern ist es naheliegend, bei Unterrichtsthemen wie Idole, Helden und Vorbilder auch Biopics heranzuziehen und aufzuzeigen, wie sich diese zwischen den Anforderungen der Gesellschaft und eigenen Ansprüchen ausbalancieren und weiterentwickeln. Zudem bieten Biopics kulturellen Wissenserwerb, sofern sie den fiktionalen Charakter des Films und die Inszenierung ihrer Figur/en nicht aus den Augen verlieren. Für die Auswahl der Modelle war die Zugänglichkeit der Figuren und ihrer Konflikte,die narrative Qualität der biografischen Erzählung sowie die ästhetische Qualität der filmischen Umsetzung entscheidend. Viele Modelle können zudem fächerübergreifend unterrichtet werden. Eine Filmliste liefert umfangreich Biopics, deren Behandlung im Unterricht lohnt.
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Flucht und Vertreibung
Flucht und Vertreibung
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Sprache – Denken – Wirklichkeit
Das Themenfeld „Sprache, Denken, Wirklichkeit“ wird in fast allen Bundesländern als Abiturthema genannt. Das zeigt die Relevanz, die ihm beigemessen wird. Es ist ein forderndes Thema, aber es ist auch ein spannendes und interessantes, Es bietet vielfältige Möglichkeiten für ein entdeckendes, aber auch verstehendes Lernen.Schüler werden sich der Grenzen (und Möglichkeiten) der Sprache bewusst. Die Unterrichtsmodelle in diesem Heft konkretisieren das am Beispiel von Körpermetaphern, Gender-Marketing, den Sozialen Medien, dem Wortschatzwandel oder filmischer Vorstellungswelten. Die Erstellung eines Wikis rundet das Thema ab, indem die gesammelten Informationen vernetzt dargestellt werden. Lassen Sie sich inspirieren, tauchen Sie mit Ihren Schülerinnen und Schülern in die Vorstellungsbilder und Vorstellungswelten sprachlicher Äußerungen ein und untersuchen Sie gemeinsam, wie soziale Wirklichkeit hergestellt und gestaltet wird.
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Schrift entdecken und gestalten
Das Aufschreiben von Texten und das Entschlüsseln von Geschriebenem sind für unsere kulturelle Identität von zentraler Bedeutung – und für Kinder ein Thema, bei dem es viel zu entdecken gibt. Schrift ist niemals nur neutrales Medium einer Aussage oder Information, sondern immer auch Ausdruck. Auch Kinder nehmen die ästhetisch-gestalterische Dimension von Schrift(en) wahr und lassen sich meist gern auf Angebote ein, sie zu erkunden und damit zu experimentieren. Das ist neben dem wichtigen Thema Handschrift ein Schwerpunkt der Heftbeiträge. Aus dem Inhalt: Leserlichkeit und Geläufigkeit der Handschrift; Sichtbare und unsichtbare Spuren beim Schreiben; Mit Buchstaben gestalten; Fremde Schriften entdecken; Typografie in Kinderzeitschriften erkunden; Eine digitale Schnitzeljagd.
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Brecht gebrauchen
Bertolt Brecht ist einer der am häufigsten im Deutschunterricht gelesenen Autoren. Allerdings hat sich der Unterricht dabei über Jahrzehnte hin auf die Rezeption weniger, sogenannter „klassischer“ Werke Brechts konzentriert, die meist in der Zeit des Exils entstanden. Aber Brecht hat für den Unterricht weitaus mehr zu bieten. Die Modelle in diesem Heft zeigen, dass er mit Themen wie Umgang mit dem Fortschritt, Widerstand im Nationalsozialismus, Haltung gegen Gewalt, Flucht vor Verfolgung und Exil aktueller denn je ist. Bertolt Brecht ist einer der am häufigsten im Deutschunterricht gelesenen Autoren. Allerdings hat sich der Unterricht dabei über Jahrzehnte hin auf die Rezeption weniger, sogenannter „klassischer“ Werke Brechts konzentriert, die meist in der Zeit des Exils entstanden. Dazu gehören neben einigen Gedichten und Prosatexten Stücke wie Leben des Galilei, Mutter Courage und Der gute Mensch von Sezuan, die auch in Zeiten des Zentralabiturs die Lektürelisten dominieren. Aber Brecht hat für den Unterricht weitaus mehr zu bieten. Wie kaum ein anderer Autor trat er für eine Ästhetik des Nützlichen ein. Seine Texte sollten einen Gebrauchswert haben, er wollte mit ihnen die Welt als veränderbar darstellen und somit zu ihrer Veränderung beitragen. Durch absichtliche Widersprüche und den Einsatz der Dialektik wollte er Lernprozesse initiieren. Sind Brechts Texte heute noch zu diesem Zweck im Unterricht zu gebrauchen? Wir denken ja. Die Modelle in diesem Heft zeigen, dass er mit Themen wie Umgang mit dem Fortschritt, Widerstand im Nationalsozialismus, Haltung gegen Gewalt, Flucht vor Verfolgung und Exil aktueller denn je ist. Und mit dem Satz „Ich will nichts lieber als etwas anders“ (1925), mit dem er sein Programm umschrieb, liefert er eine gute Handlungsmaxime für den Umgang mit unserer schnelllebigen Welt und mit der sich rasant verändernden Gesellschaft. Lassen Sie sich inspirieren, Brecht "anders zu gebrauchen".
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Vorlesen
Feuer fangen und sich für eine Geschichte und ihre Figuren begeistern: Das ist die beste Voraussetzung dafür, dass Vorlesen gelingt. Das gilt nicht nur für echte Profis, sondern auch für Kinder, wenn sie gut vorlesen wollen. Dieses Heft hat das Thema Vorlesen mit einem großen Kreis möglicher Vorleserinnen und Vorleser besetzt: Lehrerinnen und Lehrer, die den Kindern ihrer Klasse vorlesen; Kinder, die sich gegenseitig vorlesen; Große, die Kleinen vorlesen; Eltern, die zu Hause oder auch in der Schule ihren und anderen Kindern vorlesen; vorlesende Mentoren; Vorleseprofis und -novizen. Die vorgestellten didaktischen Settings und methodischen Zugänge sind vielfältig, von der Vorleseperformance bis hin zur Sprechübung für zwischendurch. Aus dem Inhalt: Gemeinsam vorlesen in der Schule; Das Theater mit dem Vorlesen; Bilderbücher im Gespräch; Wanderbuch und Buchvorstellung; Vorgelesenes reflektieren, vergleichen und bewerten.
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Sprachförderung in der Klasse
Besonders die individuelle Förderung stellt für die Lehrerinnen und Lehrer eine große Herausforderung dar, da die Kinder mit ganz unterschiedlichen sprachlichen Erfahrungen und Kompetenzen in die Grundschule kommen. Deren Weiterentwicklung hängt ab von verschiedenen Einflussgrößen, zum Beispiel frühen Literacy-Erfahrungen, der jeweiligen Erstsprache, Lernmotivation, Selbstkonzept, Unterrichtsqualität usw. In einem weiten Sinne umfasst Sprachförderung nämlich das sprachliche Vorankommen aller Schülerinnen und Schüler – auch derjenigen, die nicht als förderbedürftig eingestuft werden. So ist sprachliche Bildung eine umfassende und anspruchsvolle Aufgabe und daher ein basales und durchgängiges Prinzip des gesamten Grundschulunterrichts, wobei der Deutschunterricht hier nach wie vor eine zentrale und zugleich vermittelnde Position einnimmt.
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Vielgestaltige Texte erkunden
Mehr als „nur“ Text: Eine Graphic Novel, ein abwechslungsreich gestaltetes Magazin oder ein E-Book kommen mit Bildern, Kästen, Videodateien und vielem mehr daher. Bleiwüsten sucht man hier vergeblich. Will man das Zusammenspiel von Text- und z.B. Bildelementen verstehen, sind verschiedene Kompetenzen gefordert. Mit den Unterrichtsideen aus diesem Heft ermöglichen Sie es Ihren Schülerinnen und Schülern, diese vielgestaltigen Texte zu rezipieren und auch selbst zu gestalten. Die Heftschwerpunkte sind "Vielgestaltige Texte erschließen" und "Vielgestaltige Texte" produzieren. Vielgestaltige Texte begegnen Ihren Schülerinnen und Schülern sowohl zwischen zwei Buchdeckeln als auch in der digitalen Welt. In der Schule als aufwendig gestaltete Deutschbücher der „neuen Generation“ und zu Hause vielleicht als Graphic Novel oder Comic. Selber gestalten können die Schüler beim Adaptable Book, einem digitalen Buch, das man ganz nach den eigenen Wünschen entwerfen kann.
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Deutsch als Zweitsprache
Für Lehrkräfte ist der kompetente Umgang mit ganz unterschiedlichen Sprachvoraussetzungen und der Vielfalt im Klassenzimmer eine alltägliche Herausforderung. Aber wie muss der Unterricht für Kinder und Jugendliche ohne Deutschkenntnisse aussehen? Und wie können notwendige Kompetenzen vermittelt und vorhandene Potenziale genutzt und gefördert werden? In diesem Heft werden praxiserprobte Vorschläge zur Arbeit in Vorbereitungs- und Regelklassen vorgestellt. Es wird gezeigt, wie Kinder und Jugendliche beim Wortschatzerwerb unterstützt werden können und wie die systematische Wortschatzarbeit aussehen kann. Auch das kommunikative Verhalten der Lehrpersonen kann den Prozess der Sprachaneignung unterstützen. Ansätze hierzu finden Sie ebenso im Heft wie auch zur Nutzung von Vorstellungsvideos als erste positive Spracherfahrung. Oftmals wird der Fokus beim Zweitspracherwerb auf fehlende Kenntnisse und Kompetenzen gerichtet. Dass Mehrsprachigkeit auch eine Chance beinhaltet und die Entwicklung der Sprachkompetenz positiv beeinflusst, zeigt das Projekt für Seiteneinsteiger der 7. und 8. Klassen. Die Würdigung der Erstsprache und die Anerkennung des Einsatzes, den Schülerinnen und Schüler beim Erlernen der Zweitsprache erbringen, motivieren zur Integration.
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Anschlusskommunikation fördern
Zwei Leser – zwei Meinungen. Literatur ist stets mehrdeutig. Gerade dieser Umstand ist eine Voraussetzung für lebendigen Deutschunterricht. Mit den Unterrichtsideen aus diesem Heft lernen Ihre Schülerinnen und Schüler, eine eigene Position zu Texten zu entwickeln und sich darüber mit ihren Mitschülern auszutauschen. Die Schwerpunkte des Heftes sind "Eigene Positionen finden" und "Sich mit Positionen anderer auseinandersetzen". Um sich über Positionen zu Literatur austauschen zu können, muss man zuerst eigene entwickeln: Ausdrücken kann man sie nicht nur in literarischen Gesprächen, sondern z.B. durch die Gestaltung einer persönlichen Lesekiste oder eines Videoclips. Im zweiten Schritt tauscht man sich mit anderen aus und begründet seine Auffassung. Die Mehrdeutigkeit von Literatur wird so erfahrbar.
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Materialgestütztes Argumentieren
Begleiten Sie Ihre Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zur Mündigkeit: Unterstützen Sie sie dabei, begründete Positionen zu entwickeln und zu vertreten! Das Materialgestützte Argumentieren übernimmt eine wichtige Rolle für die Entwicklung dieser Kompetenzen! Gestützt auf gut ausgewählte Materialien sollen Schülerinnen und Schüler sich argumentativ positionieren können. Dies impliziert eine anspruchsvolle didaktische Aufgabe, die aufseiten der Lehrenden wohl überlegte Unterrichtsschritte für den Lese- und Schreibprozess voraussetzt: Die Schülerinnen und Schüler erfassen in einem ersten Schritt die der Argumentation zugrunde liegende Kontroverse und durchdringen die unterschiedlichen Positionen. In einem zweiten Schritt positionieren sie sich selbst in der Kontroverse und formulieren ihre Argumentation – nachvollziehbar und begründet. Die Modelle des Heftes zeigen konkrete Möglichkeiten auf, wie das materialgestützte Argumentieren in den verschiedenen Klassenstufen unterrichtet werden kann. Denn auch wenn das materialgestützte Schreiben erst im Kontext des Abiturs verbindlich wird, sollte der Aufgabentyp bereits in der Sekundarstufe I aufgegriffen werden. Die Beiträge greifen Kontroversen auf, die für Lernende interessant sind und zum Argumentieren ermuntern. Und sie zeigen, wie Lehrerinnen und Lehrer ihre Schüler durch die Bereitstellung von geeigneten Textprozeduren und Formulierungsmustern unterstützen können.
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