Unterrichtsmaterialien Film: Ganze Werke Seite 6/15
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Deutsch
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Textkomplexität
Was macht Unterrichtsgegenstände und die Kommunikation darüber im Deutschunterricht ‚komplex‘ bzw. ‚schwer zugänglich‘? Was erzeugt diese Komplexität in literarischen und bei Sachtexten, was sind die Besonderheiten multimodaler Texte? Diese Fragen stehen im engen Zusammenhang mit der didaktischen Herausforderung der Passung.
Gesamtwerk
Franz Kafka: Die Verwandlung
"Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt." Mit diesen Worten beginnt die wohl bekannteste Erzählung Franz Kafkas, Die Verwandlung. Doch verwandelt sich Gregor tatsächlich in einen Käfer oder bildet der Protagonist sich die Verwandlung nur ein? Handelt es sich um ein fantastisches Ereignis oder gibt es hierfür eine Erklärung? Mithilfe des vorliegenden Unterrichtsmaterials begeben sich die Schülerinnen und Schüler eigenständig auf eine literarische Spurensuche. Sie betrachten Rezeptionsdokumente und entwickeln eigene Deutungsansätze, indem sie ihre eigene Leserwahrnehmung reflektieren, Textanalyse betreiben, textübergreifend deuten und die zeitgenössischen Diskurse untersuchen.
Gesamtwerk
Praktikum!
Gerade für Geisteswissenschaftler*innen führt der Einstieg in den Beruf meist über ein Praktikum. Es öffnet Türen und Horizonte und bietet so die Möglichkeit, die besonders vielfältigen Berufsfelder zu erkunden und herauszufinden, wo die eigenen Stärken und die im Studium erworbenen Kompetenzen am wirkungsvollsten einsetzbar sind. Der Ratgeber unterstützt Studierende der Geisteswissenschaften dabei, die Chancen eines Praktikums optimal zu nutzen. Er gibt einen systematischen Überblick über Betätigungsfelder für Geisteswissenschaftler*innen, erkundet mit den Leser*innen geisteswissenschaftliche Fach- und Schlüsselkompetenzen und gibt Tipps für die erfolgreiche Bewerbung, die gezielte Vorbereitung und die anschließende Auswertung eines Praktikums. Eine Liste nützlicher Links sowie zahlreiche Arbeitsblätter geben praktische Hilfestellung auf dem Weg vom Studium durch das Praktikum in den Beruf. Ulrike Job, Nadia Blüthmann und Christoph Fittschen beraten seit vielen Jahren geisteswissenschaftliche Studierende zu allen Fragen rund um Praktikum, Bewerbung und Laufbahnplanung. Mit diesem Ratgeber geben sie ihre gesammelten Erfahrungen an Studierende, Lehrende und Berater*innen aus geisteswissenschaftlichen Disziplinen weiter.
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Gesamtwerk
Epochenzentrum Berlin
Berlin durchläuft im Kontext der zweiten industriellen Revolution einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufstieg bis 1914. Die literarische Moderne seit 1885 - getrieben von einer Medienrevolution - macht die Großstadt zum Thema und entwickelt dabei eine "urbane Poetik". Vier Epochen sind daran beteiligt. Im ersten Teil der vorliegenden Unterrichtsreihe vergleichen die Lernenden die theoretischen Konzepte dieser Richtungen mit literarischen Texten. Anschließend untersuchen die Schüler, wie ambivalent das antike Babylon für Berlin ist: faszinierend als Mythos Metropole, destruktiv als "Sündenbabel", das dem Untergang geweiht ist.
Gesamtwerk
Morton Rhues "Die Welle"
Der Roman "Die Welle" von Morton Rhue zählt mittlerweile zu den Klassikern im Deutsch-Unterricht. Der Stoff wurde mehrfach verfilmt. Am bekanntesten und erfolgreichsten ist die Adaption mit Jürgen Vogel aus dem Jahr 2008. In dieser Unterrichtsreihe setzen sich die Schülerinnen und Schüler primär mit dieser Verfilmung des Romans auseinander. Sie lernen Elemente der Filmanalyse kennen und wenden diese an, untersuchen die Darstellung der Figuren und vergleichen schließlich Roman und Film miteinander.
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Gesamtwerk
Märchen in Geschichte und Gegenwart
Meistens wird beim Unterrichten von Märchen der Schwerpunkt auf die Erarbeitung literarischer Formmerkmale gelegt und es werden typische Motive, Anfänge und Enden herausgearbeitet. Wir zeigen auf, dass es sich daneben lohnt, auch die (kultur-)historischen Zusammenhänge zu hinterfragen und dass gerade diese enormes Lernpotenzial eröffnen. Märchen in Geschichte und Gegenwart fasst die geschichtliche Entwicklung der Märchendidaktik zusammen, legt dar, was die Gattung ausmacht, aber auch, was in der Märchenforschung relativiert werden muss. Darüber hinaus zeigen Ihnen die Modelle, intertextuelle und intermediale Rezeptionsmöglichkeiten und Anschlussstellen an Probleme, die nach wie vor aktuell sind: Macht und Gewalt im Zusammenleben von sozialen Gruppen, die Beziehung zwischen den Geschlechtern und Generationen und das Verhältnis von Mensch und Natur.
Gesamtwerk
Das Böse als Reiz zum Guten?
Im Laufe der Zeit und im Zuge gesellschaftlicher Veränderungen entwickelten sich immer wieder neue Perspektiven auf Goethes Faust. So sind auch die jeweiligen Adaptionen des Dramas als Spiegel ihrer Zeit anzusehen. Anhand des Vergleichs von zwei verschiedenen Faust-Verfilmungen setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Rezeptionsgeschichte des Faust I auseinander. Die Lernenden wenden Verfahren der Filmanalyse an, arbeiten Unterschiede heraus und bewerten diese kritisch im Hinblick auf den historischen Kontext. Im Fokus stehen hierbei die Analyse des "Prolog im Himmel" sowie der Vergleich der Darstellungen des Herrn und Mephistos.
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Bild -- Literatur – Medium
Bild -- Literatur – Medium
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Literarische Figuren
Literarische Figuren hinterlassen die intensive Eindrücke und werden zu wichtigen Begleiterinnen und Begleitern auf Zeit. Eine enge Verbindung zu einer Figur kann den Zugang zu literarischen Texten erleichtern. Die Figur bietet dann Anlass und Motivation, sich auch größeren Leseherausforderungen zu stellen und diese zu meistern, um die Figurenentwicklung und die Erlebnisse der Figuren weiterverfolgen zu können. Dieses Heft behandelt folgende zwei Schwerpunkte in Bezug auf die Erschließung literarischer Figuren: 1. Literarische Empathiefähigkeit ausbilden, 2. Figurenkonzeptionen präzise erfassen. Umgekehrt entstehen und etablieren sich Lesehürden bis hin zur Leseverweigerung dann, wenn Schülerinnen und Schüler keinen Zugang zu den Figuren finden, sie ablehnen oder für unsympathisch halten. Dieses Heft bietet deswegen Modelle, die bei Schülerinnen und Schülern literarische Empathiefähigkeit ausbilden, um literarische Figuren subjektiv zu verstehen. Ein zweiter Schwerpunkt widmet sich dem – nur scheinbar entgegengesetzten – Aspekt Figurenkonzeptionen präzise erfassen – literarische Figuren kognitiv verstehen: Nähern sich Schülerinnen und Schüler literarischen Figuren auch zusätzlich auf einer distanzierteren Ebene, so führt dies zu einem vertieften literarischen Verstehen, bei dem die Berücksichtigung von literarischen Konstruktionsmustern dazu beitragen kann, persönliche Präferenzen und Sympathien nicht nur konstruktiv für eine gelingende Lektüre zu nutzen, sondern sie zudem kritisch zu hinterfragen.
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Balladen
Dieser Band gibt Lehramtsstudierenden, ReferendarInnen und Lehrenden des Faches Deutsch Einblick in die aktuelle fachwissenschaftliche und fachdidaktische Diskussion zur Ballade. Konkrete Unterrichtsvorschläge und neue Texte zeigen ihr Potenzial im Rahmen eines themenorientierten und mediengestützten Unterrichts. Praktische Methodenhilfen stehen als Zusatzmaterial online zur Verfügung.
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Thomas Manns "Mario und der Zauberer"
Politische Verführung eines ganzen Volkes? Wie vermag ein Einzelner die Mehrheit der Staatsbürger durch seine politischen Überzeugungen so zu beeinflussen, dass sie keinen eigenen Willen mehr besitzen? Und ist aktiver Widerstand gegen einen solchen Despoten (Führer) überhaupt möglich? Thomas Mann bemühte sich in seiner Novelle "Mario und der Zauberer", eine Antwort auf diese Fragen zu geben. In der Unterrichtsreihe setzen sich Ihre Lernenden durch eine textnahe Erschließung der Novelle mit den Problemen um 1930 auseinander. Im Rahmen einer Lerntheke untersuchen sie vor dem Hintergrund des Faschismus die Erfahrungen des Erzählers während eines Italienurlaubs im Jahre 1926. Darüber hinaus analysieren sie die Erzählweise und die Sprache der Novelle.
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"Hexen hexen" von Roald Dahl
Roald Dahl hat viele internationale Kinderbuchklassiker veröffentlicht - "Hexen hexen" ist einer davon. Der Roman spricht Kinder insbesondere deshalb an, weil er sie ernst nimmt in ihren Sorgen und Ängsten. Gleichzeitig erzeugt Dahl Spannung und Momente der Komik und wird dabei seinem eigenen Motto gerecht: "Bücher sollen witzig sein, aufregend und wundervoll." In dieser Unterrichtsreihe setzen sich die Schülerinnen und Schüler mithilfe eines Lesetagebuchs selbstständig mit dem Roman auseinander und werden langsam an das Thema "Textproduktion" herangeführt. Abwechslungsreiche Materialien ermöglichen dabei ein hohes Maß an Binnendifferenzierung.
Gesamtwerk
Bilderbuchanalyse
Bilderbücher spielen nicht nur für die frühkindliche Bildung und Medienerziehung eine zentrale Rolle. In den letzten Jahrzehnten haben sich komplexe Formen der Interdependenzen von Bild und Text und eine lebhafte Rezeption der Bildenden Kunst sowie der Medienkultur entwickelt. Dieser Band führt umfassend in das Bilderbuch als Buchgattung ein, dabei steht die narratoästhetische Analyse in Bild und Text im Zentrum. Exemplarisch angewandt wird der Ansatz durch Beispielanalysen von Mareile Oetken, Annika Sevi, Mirijam Steinhauser und Michael Staiger, die verschiedene Bilderbücher und Apps untersuchen. Kapitel zur Didaktik des Bilderbuchs sowie ein Glossar zur Fachterminologie runden die Einführung ab. Die 2. Auflage wurde aktualisiert, ergänzt und um ein Kapitel zur historischen Entwicklung des Bilderbuchs erweitert.
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Richard III
Die Königs Erläuterung ist eine verlässliche und bewährte Textanalyse und Interpretationshilfe für Schüler und weiterführende Informationsquelle für Lehrer und andere Interessierte: verständlich, übersichtlich und prägnant. Mithilfe der ausführlichen Inhaltsangabe, Angaben zu Leben und Werk des Autors, Informationen zur Textanalyse und -interpretation sowie prüfungsrelevanten Abituraufgaben mit Musterlösungen sind Schüler fundiert und umfassend vorbereitet auf Abitur, Matura, Klausuren und Referate zu diesem Thema.
Gesamtwerk
Digitales Lesen
Selten dürfte es sowohl Lehrenden an Hochschulen und Schulen als auch Studierenden und Schüler*innen klarer vor Augen geführt worden sein als in den letzten Monaten: Die Digitalisierung ist in vielen Bildungsinstitutionen – sowohl in der Technik als auch in den LehrLern-Prozessen – noch immer nicht (richtig) angekommen. Umso wichtiger werden Themen, die einen vertieften Einblick in Fragen des Lehrens und Lernens in der Digitalkultur bieten und damit Professionswissen und Handlungssicherheit. Das Heft „Digitales Lesen“ vereint einen wichtigen Lernbereich des Deutschunterrichts, das „Lesen“ – traditionell mit der Materialität des Buches verbunden –, mit einer den Alltag stark prägenden Dimension, dem „Digitalen“. Während das Heft 5/2016 mit dem Titel „Digitale Literatur und elektronisches Lesen“ die Literatur in der digitalen Medienkultur fokussierte, verbindet dieses Heft Literarisches, Sprachliches, Lesepsychologisches, Mehrsprachiges und Multimodales mit digitalen Texten und Dokumenten und stellt theoretische und empirische Forschungsergebnisse der letzten Jahre aus verschiedenen Wissenschafts(teil)disziplinen vor. Folgende Fragen werden unter anderem diskutiert: Können Jugendliche auch digital vertieft lesen? Welche Strategien helfen beim Lesen digitaler Dokumente? Wie kann der Blick für Multiliteracies geschärft werden? Welches Potenzial haben multimodale Medienverbünde? Wann sollten Schüler*innen digital und wann analog lesen? Abgeschlossen wird der Thementeil mit Auszügen aus Vielleicht ist das neu und erfreulich von Kathrin Passig.
Gesamtwerk
Kurzfilme
Mit dem Kurzfilm beginnt die Geschichte des Films – und von Anfang an lässt sich feststellen, dass der Kurzfilm besonders offen ist für Experimente, für narrative und filmästhetische Innovationen. Die ultrakurzen Filme der Anfangszeit zeigen eine Offenheit der Form, die der spätere Hollywood-Spielfilm meistens der Geschlossenheit opfert. Offene Formen, elliptisches Erzählen, parabolische und symbolische Erzählweisen, ästhetische Experimente sind für den Kurzfilm typisch. Es ist kein Zufall, dass eine der entscheidenden Innovationen in der Geschichte des deutschen Spielfilms, der „Neue deutsche Film“, im Kurzfilm seinen Ursprung findet. Der Kurzfilm spielt mittlerweile in der Mediensozialisation Jugendlicher eine wichtige Rolle. Er ist fester Bestandteil in kulturellen und kommunikativen Handlungsfeldern von Schülerinnen und Schülern; in Webvideos dokumentieren und kommunizieren sie lebensweltliche Ereignisse oder inszenieren fiktionale Formen. Deswegen ist der Kurzfilm heute ein Medium, dem ein stärkerer lebensweltlicher Bezug zukommt als dem Langfilm. Für Deutschlehrer*innen gibt es in dieser Hinsicht zahlreiche Anknüpfungspunkte, die einen Kurzfilmunterricht motivieren können. Das vorliegende Heft soll neben dem Kurzspielfilm auch Kurzformen des Dokumentarfilms, des politischen Animationsfilms und solche Kurzfilm-Formate reflektieren, die im Lebensumfeld Jugendlicher eine besondere Rolle spielen (Webvideos auf YouTube). Insgesamt will das Heft auf das große didaktische Potenzial dieses Genres aufmerksam machen und Anregungen zu seiner Didaktisierung geben. Arbeit mit Kurzfilmen lässt sich auch gut im Online-Unterricht umsetzen, zumal die meisten der im Heft genannten Filme online verfügbar sind.
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"Michael Kohlhaas" und "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri"
Was haben drei Werbetafeln im fernen Missouri mit einer der bedeutendsten Figuren der deutschen Literaturgeschichte gemeinsam? Entdecken Sie zusammen mit Ihren Schülerinnen und Schülern die Ähnlichkeiten zwischen der raubeinigen Mildred Hayes aus dem Film „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ und Michael Kohlhaas. Neben einer Reflexion über den Umgang mit erlittenem Unrecht steht die Untersuchung filmischer Gestaltungsmittel im Zentrum der Unterrichtsreihe. Abwechslungsreiche Materialien vereinfachen den Lernenden die Auseinandersetzung mit Kleists Novelle. Am Ende steht die Erkenntnis, dass uns gewisse Prototypen menschlichen Verhaltens immer wieder begegnen.
Gesamtwerk
Eine Einführung in die Charakterisierung
Die Charakterisierung von Personen und literarischen Figuren ist als Unterrichtsinhalt in den Deutschunterricht aller Schulformen eingebunden. Häufig werden auch Kriminalromane im Unterricht gelesen und analysiert. Die vorliegende Unterrichtsreihe kombiniert diese beiden thematischen Bereiche, wobei zudem die Entwicklung von Detektiven in Kriminalromanen von traditionellen zu modernen Formen erarbeitet wird. Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Typen von Detektiven kennen, charakterisieren diese und schaffen zum Abschluss in einer kreativen Arbeitsphase eigene Detektivfiguren.
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Transit
Die Königs Erläuterung ist eine verlässliche und bewährte Textanalyse und Interpretationshilfe für Schüler und weiterführende Informationsquelle für Lehrer und andere Interessierte: verständlich, übersichtlich und prägnant. Mithilfe der ausführlichen Inhaltsangabe, Angaben zu Leben und Werk des Autors, Informationen zur Textanalyse und -interpretation sowie prüfungsrelevanten Abituraufgaben mit Musterlösungen sind Schüler fundiert und umfassend vorbereitet auf Abitur, Matura, Klausuren und Referate zu diesem Thema.
Gesamtwerk
Deutschunterricht digital
Der Grundschule und ihren Fachdidaktiken kommt die Aufgabe zu, Konzepte für das Lernen mit und über digitale(n) Medien und Technologien zu entwickeln. Insbesondere der Deutschunterricht mit seinen genuinen Gegenständen, etwa die Kommunikation, die Rezeption und Produktion von Texten und Informationen, schickt sich an, sich den neuen Anforderungen zu stellen. Da viele Kinder bereits über Erfahrungen im Umgang mit digitalen Medien verfügen, gilt es zu überlegen, wie die sehr unterschiedlichen bereits vorhandenen Kompetenzen im Unterricht aufgenommen und weiterentwickelt werden können. Wie können Bildungsprozesse so angeregt werden, dass die Heranwachsenden die Kompetenzen erwerben können, die sie für ein selbstbestimmt-reflektiertes Leben in der digitalen Welt benötigen? Und konkreter: Welche Potenziale bieten die digitalen Medien und wie können sie im Deutschunterricht implementiert und genutzt werden? Diesen Fragen widmen sich die Autorinnen und Autoren dieses Heftes und beleuchten in ihren Artikeln verschiedene Aspekte rund um das Thema Digitale Bildung. Die Unterrichtsvorschläge orientieren sich an den Kompetenzbereichen des Deutschunterrichts. Es wird gezeigt, wie vielfältig digitale Medien bei den „klassischen“ Themen und Aufgaben des Deutschunterrichts genutzt werden können. Denn die Förderung digitaler Kompetenzen ist beim Sprechen und Zuhören, Schreiben, Lesen und im Umgang mit Texten, beim Untersuchen von Sprache und beim Rechtschreiben integrativ möglich.
Gesamtwerk
Gespräche über Literatur
Das Gespräch gehört zu einem zeitgemäßen Unterricht dazu, befördert ein selbstständiges kommunikatives Lernen und stärkt den demokratischen Austausch – zumindest, wenn Verlauf und Ergebnis des Gesprächs offen und wenn abweichende Annahmen und Überzeugungen möglich sind. Gespräche über Literatur sind deshalb besonders wichtig, weil Literatur mehrdeutig ist. Diese Mehrdeutigkeit erkennen Schülerinnen und Schüler aber erst, wenn sie sich über ihr Textverstehen und ihre Interpretationen austauschen.
Gesamtwerk
Neue Medien kreativ im Literaturunterricht einsetzen
Die Unterrichtsreihe widmet sich dem kreativen Einsatz digitaler Methoden und Medien im Literaturunterricht. Ihre Schüler entwickeln hierbei eigene Geschichten, welche sie verschriftlichen und verfilmen. Dabei kommen unterschiedliche Medien zum Einsatz: Ihre Klasse arbeitet beispielsweise mit QR-Codes, sammelt auf einer digitalen Pinnwand Ideen, bearbeitet interaktive Übungen, gestaltet ein Cover mit Adobe Spark Post, schreibt per Google Docs gemeinsam an einem Text und erstellt Erklärvideos. Die Einheit macht dabei Lust, verschiedene Medien und ihre Möglichkeiten zu entdecken.
Gesamtwerk
Anna Seghers' "Ausflug der toten Mädchen"
Anna Seghers: eine verfolgte Schriftstellerin im mexikanischen Exil, belastet von den Folgen eines Unfalls und furchtbaren Nachrichten aus Deutschland, wo Krieg und NS-Diktatur herrschen. In ihrer Exilerzählung „Der Ausflug der toten Mädchen“ träumt sie eine Erinnerung und taucht ein in eine heitere Landschaft und eine unbeschwerte Zeit. Sie erzählt vom Schulausflug an den Rhein, von Mitschülerinnen, Freunden und Lehrkräften – und kann doch nicht verschweigen, dass sie weiß, „wie tief und furchtbar die äußeren Mächte in den Menschen hineingreifen können bis in sein Innerstes […]“, und es gleichzeitig etwas gibt, das „unzerstört, unzerstörbar“ ist. Diese Ambivalenz zu beschreiben, sieht sie als ihre Pflicht. In der vorliegenden Unterrichtseinheit untersuchen die Lernenden unter anderem die sprachliche Gestaltung der Überblendung von Traum und Realität, setzen sich mit dem historischen Hintergrund auseinander und suchen eigene Antworten.
Gesamtwerk
Karl Olsberg: "Boy in a White Room"
Mind-Uploading, künstliche Intelligenz, Avatare, virtuelle Realitäten – dies ist nur eine Auswahl an innovativen Begriffen aus dem Vokabular des Jugend-Thrillers „Boy in a White Room“, der 2017 erschienen ist und für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde. Geschickt entwirft Karl Olsberg ein dystopisches Szenario, das den Leser gemeinsam mit dem Protagonisten Manuel vor immer neue Rätsel stellt – die intertextuellen Bezüge regen zum Philosophieren an. So drängt sich nicht nur Manuel am Ende die Frage auf, was seine Existenz ausmacht – auch die Lernenden werden zum Nachdenken angeregt. Diese wie auch andere Erkenntnisse aus der Leseerfahrung greifen sie in schriftlichen Bewertungen auf und halten ihre Meinung gemeinsam in einer Videorezension fest.
Gesamtwerk
Robinsonaden
Vor 300 Jahren ist die erste deutschsprachige Übersetzung jenes epochemachenden Werkes erschienen, das ein Jahr zuvor, 1719, erstmals in England veröffentlicht wurde: Daniel Defoes Robinson Crusoe. Und obwohl Defoe sein Werk ursprünglich nicht an junge Leserinnen und Leser adressiert hatte, wurde sein Roman, im Original, zugleich aber auch in Form von schon sehr zeitnah erfolgten Bearbeitungen, zu einer Lieblingslektüre für Jugendliche und auch für Kinder. Mitverantwortlich für diese Traditionsbildung war nicht zuletzt eine neuartige Form der Gattungstransgression, also einer Amalgamierung unterschiedlicher traditioneller wie populärer Erzählmuster. Heute ist die Präsenz des Robinson-Stoffes innerhalb des kinder- und jugendmedialen Handlungssystems kaum noch überschaubar. Das gilt für die Vielzahl an Nacherzählungen und Bearbeitungen ebenso wie für die große Anzahl an audiovisuellen Adaptionen. Übergreifend kann gesagt werden, dass Defoe mit Robinson Crusoe nicht nur eine eigene Gattungstradition begründet hat, sondern dass Roman und Stoff sich mittlerweile weltweit transmedial verzweigt haben. Dieses Heft möchte daher einen Überblick geben über zwar ganz unterschiedliche, aber doch typische bzw. wegweisende Adaptionen/ Bearbeitungen des Romans, sowie didaktische Transformationsmöglichkeiten aufzeigen, um einen der wichtigsten Texte der Weltliteratur transmedial im Deutschunterricht fruchtbar machen zu können – und um ihn vielleicht auch wieder im Original zu lesen.
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