Unterrichtsmaterialien Philosophie: Ganze Werke
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Die Vereinten Nationen: unvollkommen, aber unverzichtbar
Mindestens aus den Nachrichten sind die Begriffe „Vereinte Nationen“ oder/und „UNO“ auch Jugendlichen bekannt und werden wohl zumeist verbunden mit dem Beitrag zur Sicherung von Frieden. Doch: Welche Nationen gehören dazu? Haben alle gleichviel zu sagen, zu bestimmen? Wer hat diese Organisation gegründet, wann und warum? Wie ist die UNO aufgebaut? Warum kämpfen Soldaten überhaupt mit einem UNO-Mandat, obwohl die Sicherung von Frieden das Hauptziel war bzw. ist? In dem Kapitel Die Vereinten Nationen: unvollkommen, aber unverzichtbar gehen die Schüler projektorientiert diesen und weiteren Fragen nach und erhalten so einen Überblick über Gründung, Entwicklung, Ziele, Aufgaben, Friedenssicherung und Maßnahmen bei Friedensstörungen sowie der Stellung, die Deutschland bei der UNO innehatte und hat. Auch werden Schwächen und Stärken dieser Weltorganisation kritisch reflektiert und Reformansätze diskutiert. Wünschenswert wäre die Erkenntnis, dass die Vereinten Nationen zwar unvollkommen, jedoch unverzichtbar sind, vor allem durch die mittlerweile große Bandbreite von Weltproblemen (Flüchtlinge, Klimawandel, Umwelt, Armut, Hunger ...), für die sie Verantwortung übernimmt.
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Stereotype, Vorurteile und Diskriminierung
Jeder Mensch hat Vorurteile. Vorurteile sind praktisch, weil sie uns helfen, den Überblick zu behalten. Zum Problem werden sie, wenn sie unhinterfragt bleiben. Denn dann beeinflussen sie unser Verhalten anderen gegenüber. Diese Einheit thematisiert die psychologischen Hintergründe von Vorurteilen. Dabei wird Diskriminierung als Handlungsebene begriffen, die online und offline wirkt. Die Lernenden versetzen sich im Rollenspiel in Akteure und und Betroffene und werden sich so ihres eigenen Anteils an Diskriminierung im Alltag bewusst.
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Weltarmut und die Pflicht zu helfen
Was können wir tun, angesichts der Armut in der Welt? Wie sind Reichtum und Armut weltweit verteilt? Sind wir moralisch zur Hilfe verpflichtet? Und wenn ja, welche Pflichten haben wir? Diese Reihe orientiert sich am Dreischritt: Sehen - Urteilen - Handeln. Zunächst gilt es, das empirische Phänomen der Weltarmut zu erfassen. Im Anschluss daran werden drei Positionen zur Vorbereitung der ethischen Urteilsbildung erarbeitet. Sie dienen sowohl der vertiefenden Auseinandersetzung mit theoretischen Entwürfen wie dem Utilitarismus als auch der Erarbeitung des Unterschiedes zwischen Individual- und SozialPhilosophie. Konkrete Anregungen für das eigene Engagement bilden den Abschluss der Einheit.
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Furcht oder Zuversicht?
Wie verhalten wir uns gegenüber Technologien, die nicht kontrollierbar scheinen? Erfüllt uns der Blick in die wissenschaftliche Zukunft mit Furcht oder Zuversicht? Stehen Wissen und Moral zueinander im Widerspruch? Und wenn ja, wer soll die Oberhand behalten? Die Lernenden entwickeln Kriterien zur Abschätzung von Technikfolgen, diskutieren die Forderungen von Jonas und Spaemann und erarbeiten sich neuere forschungsliberale Positionen. Abschließend erörtern sie im Rollenspiel Vor- und Nachteile alternativer Energieformen und erörtern die Energiewende der Bundesregierung.
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Poppers "Logik der Forschung" und ihre Kritiker - eine Einführung in die Wissens
Wir glauben an die Wissenschaften, häufig ohne sie zu verstehen. Sie entdecken "Gottesteilchen", erklären uns die Gesetze der Natur und neuerdings auch unseres Denkens. Wie arbeiten Wissenschaftler? Wie sicher sind ihre Erkenntnisse? Und wie kommt es zu Erkenntnisfortschritt? Wie sehr die Wissenschaften von der Gesellschaft geprägt sind und in welchem Ausmaß sie diese Gesellschaft beeinflussen, dass evaluieren die Lernenden in einer Umfrage. Sie setzen sich mit den Positionen von Popper, Kuhn und Feyerabend auseinander, wenden ihre Theorien auf historische und aktuelle Fallbeispiele an und diskutieren diese in einem abschließenden "Symposium" mit verteilten Rollen.
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Konsumieren wir noch oder verzichten wir schon?
Der Berg privater Schulden wächst. Dennoch erwarten Forscher in den kommenden Jahren einen Anstieg des Konsums um 1,5%. Viele Gründe also, um ins Grübeln zu kommen. Dabei ist Verzicht auf Konsum nicht nur moralisch geboten, im Verzicht liegen auch hedonistische Gewinne für den Einzelnen. Car-Sharing, Containern und Second-Hand-Läden – die Generation der Millennials entfernt sich bereits auf einem dritten Weg zwischen Askese und Besitzstreben von den Einkaufstraditionen der Bundesdeutschen. Diese Reihe bietet Materialien für Mittel- und Oberstufe, versehen mit differenzierenden Aufgabenstellungen für unterschiedliche Lerntypen. Die einzelnen Bausteine lassen sich im Rahmen einer Diskussion um die richtige Lebensform oder die richtige Mitte bei Aristoteles einbinden, sie laden ein, über ökologische Philosophie oder Fragen distributiver Gerechtigkeit zu diskutieren und unseren Konsum und seine Folgen für andere kritisch zu reflektieren.
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Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht ? - Eine Unterrichtsreihe zu "Wahrheit und Lüge“
Wann ist eine Aussage wahr? Woran erkennen wir, dass jemand lügt? Sind Notlügen erlaubt? Diese Einheit sensibilisiert die Lernenden für die Begriffe "Wahrheit" und "Lüge", schärft ihr Unrechtsbewusstsein und bestärkt sie darin, auch in unangenehmen Situationen die Wahrheit zu sagen. Rollenspiele, Gruppenpuzzle und kreative Schreibaufgaben laden ein, Alltagserfahrungen und Konfliktsituationen zu reflektieren.
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Mythen - Woher kommt die Welt?
Wie entstand die Welt? Woher kommt der Mensch? Und warum sind wir hier? Mythen sind unser Schlüssel zu Ideen und Denkweisen unserer Vorfahren. Sie geben Antwort auf existenzielle Fragen. Dieser Beitrag nimmt die Lernenden mit auf eine Reise durch die Welt christlicher, germanischer, griechischer und australischer Schöpfungsmythen. Sie reflektieren die Relevanz von Mythen innerhalb unterschiedlicher Kulturen und schulen dabei ihre moralische Urteilsfähigkeit, ihr Empathievermögen und ihre Bildanalysekompetenz. Abschließend sind sie aufgefordert, einen eigenen Mythos zu formulieren. Wie entstand die Welt? Woher kommt der Mensch? Und warum sind wir hier? Mythen sind unser Schlüssel zu Ideen und Denkweisen unserer Vorfahren. Sie geben Antwort auf existenzielle Fragen. Dieser Beitrag nimmt die Lernenden mit auf eine Reise durch die Welt christlicher, germanischer, griechischer und australischer Schöpfungsmythen. Sie reflektieren die Relevanz von Mythen innerhalb unterschiedlicher Kulture
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Soziale Medien
Ein neuartiges Phänomen ist in den sozialen Netzwerken zu beobachten - das demonstrative Zurschaustellen des Reichtums der Eltern. Plattformen wie die "Rich Kids of Instagram" haben Hunderttausende Abonnenten. Die Reportage stellt in kontroverser Form drei "Rich Kids" vor und lässt Psychologen und Eltern zu Wort kommen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Verhalten in sozialen Medien und auf die Ungleichverteilung von Wohlstand und Chancen. Ein weiterer Schwerpunkt auf den Möglichkeiten und Methoden filmischer Wertung. Zusatzmaterial: 27 Arbeitsblätter in Schüler- und Lehrerfassung; 12 Testaufgaben; 8 interaktive Arbeitsblätter; 5 MasterTool-Folien.
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Täuschen, ohne zu lügen
Täuschen, ohne zu lügen? Beleidigen, ohne sich angreifbar zu machen? Reden, ohne etwas zu sagen? Die Medien bieten zahlreiche Beispiele für rhetorische Tricks. Aber auch auf dem Schulhof, im Klassenzimmer oder in der Familie lässt sich Manipulation durch Sprache beobachten. Ziel dieser Einheit ist es, die Lernenden sprachlich zu sensibilisieren. Wann handelt es sich um bewusste Irreführung und wann um eine Notlüge aus Höflichkeit? Mechanismen der Sprache zu durchschauen und auf rhetorische Worthülsen angemessen reagieren zu können, ist heute wichtiger denn je.
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Ich und die Anderen im Netz
Bin ich Influencer oder influenced? Selfies, Postings, Snapshots, Livestreaming - Jugendliche inszenieren sich in sozialen Netzwerken, und nicht selten ahmen Sie dabei Vorbilder nach. Sie wagen erste Schritte in autonome Räume. Zugleich unterliegen sie dabei einem ungeheuren sozialen Normierungsdruck. Mithilfe von Freuds Drei-Instanzen-Modell gelingt die Reflexion darüber, wie viel Über-Ich das Ich verträgt und wie gut es durchschaut, dass nur das Es stimuliert wird.
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Hat Frieden eine Zukunft in einer immer unfriedlicher werdenden Welt?
Die vormalige Bipolarität zwischen den USA und der Sowjetunion ist einer Multipolarität des internationalen Systems gewichen. Das Nebeneinander von weltumspannender Kriminalität, Terror, aggressivem Nationalismus, von Ressourcenkämpfen und Auseinandersetzungen um innergesellschaftliche Teilhabe ist Zeichen einer neuen Unübersichtlichkeit. Hat Frieden eine Zukunft in unserer immer unfriedlicher werdenden Welt? Mit Hobbes "Leviathan" und Kants "Zum ewigen Frieden" erarbeiten sich die Lernenden zwei grundlegende Friedenstheorien, bevor sie im Gruppenpuzzle aktuelle Friedenskonzepte auf ihre Inhalte, Voraussetzungen und Ziele hin untersuchen und den Wert von Frieden reflektieren.
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Radfahren – mit oder ohne Helm?
Das kennen wir alle: Sobald ein Kind auf dem Fahrrad mit- oder selbst fährt, sorgen Eltern dafür, dass es einen Helm trägt. Spätestens als Teenager empfinden viele den Helm als lästig, peinlich oder kindisch. Gute Argumente sind gefragt, wenn Eltern einen Helm nach wie vor für wichtig und richtig halten, obwohl sie vielleicht selbst gar keinen tragen. In der Einheit Radfahren – mit oder ohne Helm werden Argumente für und gegen den Helm beleuchtet und auf Länder geblickt, in denen die Helmpflicht für Radfahrer dafür sorgte, dass weniger Radler auf den Straßen waren, es dadurch aber mehr Unfälle gab, an denen Radfahrer und Pkw beteiligt waren. Die Schülerinnen und Schüler gehen dem nach, entwickeln Vorschläge für radfreundlichere und -sichere Städte und werden ermuntert, das Rad sicher zu nutzen, ist es doch auch für Gesundheit, Klima und Mobilität ein wichtiges Fahrzeug.
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Lass uns (nur noch kurz) die Welt retten
Klimawandel, Terrorismus, Flüchtlingskrise, Menschenrechtsverletzungen, Hunger und Armut – eine Schreckensmeldung jagt die nächste. Für die Schülerinnen und Schüler bietet die Einheit Lass uns (nur noch kurz) die Welt retten ein breites Spektrum an Ideen, Verantwortung für eine bessere Welt zu übernehmen. So spart z. B. die Schrift Times New Romans rund 30 Prozent Tinte im Vergleich zu Arial; das spart Papier, Tinte, reduziert Abfall, schont die Umwelt und spart Geld! Handys, die nicht mehr gebraucht werden, kann man zum Recyceln versenden (das kostbare Material darin führt zu Kriegen im Kongo, weil es so heiß begehrt ist). In Teams entwickeln die Schülerinnen und Schüler anschauliche Präsentationsformen, um weitere Weltverbessertipps aus verschiedenen Lebensbereichen vorzustellen, gemeinsam kritisch zu reflektieren und in ihrem Alltag umzusetzen.
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Hans Jonas - Verantwortungsethik in einer globalisierten Welt
Hans Jonas verbindet Kants kategorischen Imperativ mit einer Folgenabschätzung. Mit Blick auf die Dauerhaftigkeit echten menschlichen Lebens auf der Erde entwickelt er einen neuen Imperativ. Dieser gilt nun als ethischer Maßstab, der notfalls auch mit diktatorischen Mitteln umzusetzen wäre. Die Heuristik der Furcht gebietet uns, Technik nur so einzusetzen, dass mögliche Worst-Case-Szenarien nicht eintreffen. Jonas erweiterte den Blick der Ethik nicht nur auf die Umwelt. Seine Überlegungen hinsichtlich des Gebrauchs moderner Technik sind auf nahezu alle Themenfelder der angewandten Ethik übertragbar. In einer globalisierten Welt trifft jeder Konsument täglich moralisch relevante Entscheidungen, die weltweite Konsequenzen nach sich ziehen. Darum muss die traditionelle Ethik der Nähe um den Blick auf die räumliche und zeitliche Ferne erweitert werden. Ziel dieser Einheit ist es, den Lernenden diese Verantwortung, aber auch Möglichkeiten zur Gestaltung der Zukunft, zu vergegenwärtigen.
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