Unterrichtsmaterialien Ovid: Ganze Werke Seite 4/4
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Latein
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Gesamtwerk
Szenische Interpretation
Anders als die kognitiv-analytische Herangehensweise ermöglicht das szenische Spiel eine Textinterpretation mit allen Sinnen. Das Verstehen des Textes erfolgt im Spiel selbst, während ihrer szenischen Darstellung fühlen sich die Schüler direkt in die literarischen Figuren ein. Gleichzeitig erhält der behandelte Text eine Prägung seitens der Schüler, die bei der szenischen Umsetzung eigene Erfahrungen und Erlebnisse ins Spiel miteinfließen lassen.
Hat die Methode der szenischen Interpretation im Deutschunterricht bereits einen festen Platz, so ist sie im altsprachlichen Unterricht noch sehr selten anzutreffen.
Das aktuelle Heft bietet daher zahlreiche Anregungen, wie Sie auch im Griechisch- und Lateinunterricht den Prozess der szenischen Interpretation initiieren und gestalten können, um so Ihren Schülern den Weg zu einem tieferen und umfassenderes Verständnis altsprachlicher Literatur zu ebnen.
Gesamtwerk
Alte Sprachen und Deutsch
Kenntnisse in Sprache, Literatur und Kultur von Griechen und Römern sind häufig Voraussetzung, um Texte deutschsprachiger Autoren zu verstehen, die sich auf antike Vorlagen beziehen. Genauso aber profitiert der Lateinunterricht von den Lerninhalten des Deutschunterrichts, wie Sprach- und Textverständnis, Zugängen und Interpretationsmethoden. Lesen Sie im Basisartikel, welche Berührungspunkte und welche Kooperationsmöglichkeiten es zwischen den Fächern gibt. Die Praxisbeiträge spannen den Bogen von grundsätzlichen Überlegungen zur Mündlichkeit im Unterricht und fächerübergreifendem Arbeiten, über den Aufbau von Sprach- und Interpretationskompetenz zum intertextuellen Vergleich.
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Drehbuch Antike
Filme sind das Medium unserer Zeit. Die „bewegten Bilder“ sprechen wohl die meisten Menschen unmittelbar an, kommunizieren offene Inhalte und verdeckte Botschaften. In der Filmwissenschaft spricht man deshalb auch von einem „filmischen Text“. Während sich AU 6/05 „Antike im Film“ auf vordergründig antike und antikisierende Filme, also Historien- oder Antikfilme, konzentrierte, kommt in diesem Heft ein anderer Aspekt zum Tragen. Seit seinen Anfängen ist der Film stark geprägt nicht nur von antiken Sujets, sondern auch von einer bewussten Rezeption antiker Rhetorik, Dramaturgie und Literaturtheorie. Außerdem werden einzelne antike Stoffe und Motive – wie auch in anderen Bereichen von Kunst und Literatur – bewusst oder unbewusst in abgewandelter Form tradiert. Anja Wieber spricht deshalb in ihrem Basisartikel von „antiken Subtexten“ in modernen Filmen und erläutert dies an mehreren Beispielen. Umgekehrt können, mit den Augen des Betrachters von heute gesehen, auch antike Texte einen „filmischen Subtext“ in sich tragen. Den Schülerinnen und Schülern sollten exemplarisch diese unterschiedlichen Betrachtungsweisen und Interpretationsmöglichkeiten vor Augen geführt werden. Dies fördert nicht nur allgemein ihre Medienkompetenz und ihr Bewusstsein für subtile Formen der Antikenrezeption, es bereichert auch die Auseinandersetzung mit antiken Texten und eröffnet neue Horizonte für deren Interpretation. In den Praxisbeispielen wird dies an Filmen verschiedener Zeiten und Gattungen vorgeführt: Szenen aus „Alexander Newski“ von Sergej Eisenstein, „Vertigo“ von Alfred Hitchcock, „Star Wars“ von George Lucas , „Hinter dem Horizont“ von Vincent Ward und „A Midsummer Night‘s Dream“ von Michael Hoffman repräsentieren die antiken Subtexte im Film, eine Schülerproduktion zu Ovids Ars amatoria den filmischen Subtext in antiker Literatur.
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Roman
Die Praxisbeispiele dieser Ausgabe beschäftigen sich mit den für den Schulunterricht besonders relevanten Vertretern der "romanhaften Biographie", des "idealisierenden" und des "komisch-realistischen Romans". Verfolgen Sie mit Ihren Schülern einzelne Aspekte innerhalb eines ganzen Werkes, erarbeiten Sie gemeinsam ausgewählte Episoden oder vergleichen Sie Motive und Texte unterschiedlicher Herkunft!
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Mädchenjagd und Männerfang mit Takt-Gefühl. Ovids „Ars amatoria“ als Einführung in die Dichterlektüre
„Wer die Kunst der Liebe noch nicht beherrscht, der soll dies hier lesen!“ So beginnt Ovid seine „Ars amatoria“. Ein glänzender Slogan – wir müssen uns allerdings mit dem zweiten Teil des Spruchs begnügen: „... denn hinterher wird er gescheiter lieben.“ Die Unterrichtsreihe stellt Ovid als gewieften Psychologen vor, der seine Weisheiten stets mit einem Augenzwinkern an den Mann (und die Frau) bringt. Dabei berücksichtigt sie auch die sprachlichen Hürden, die mit der ersten Dichterlektüre verbunden sind. Ihre Schülerinnen und Schüler erfassen das Versmaß problemlos durch Hörverstehen und lernen, wie sie Endungen richtig zuordnen und so in das scheinbare Durcheinander der Wortstellung Ordnung bringen können.
Verwandte Themen
Gesamtwerk
Vergil: Rezeption
Die Beiträge dieser Ausgabe repräsentieren den Einfluss Vergils auf Literatur, bildende Kunst und Musik an Beispielen aus der Antike, Mittelalter und Neuzeit.
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Interpretationen und Unterrichtsvorschläge zu Ovids »Metamorphosen«
In diesem Lehrerkommentar sind alle in der EXEMPLA-Ausgabe enthaltenen Texte sorgfältig interpretiert. Die Interpretationen stützen sich auf die wissenschaftliche Forschung und sind ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Schule. Für Tafelbilder und die Berücksichtigung der Rezeption von bildender Kunst, Oper und Film werden ebenso Anregungen gegeben wie für Lesen, Erschließen, Übersetzen, Interpretieren, handlungsbezogenes Arbeiten und Klassenarbeiten.
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Oberstufe
Infolge internationaler Vergleichsstudien und der Diskussion um Standards und Kompetenzen ist in der Bildungspolitik der letzten Jahre einiges in Bewegung geraten. Lehrpläne und Prüfungsbestimmungen wurden und werden neu formuliert. Sie spiegeln in vielen Bereichen aktuelle Entwicklungen und Tendenzen in Gesellschaft und Fachdidaktik wider, wie sie in den beiden Basisartikeln und dem AUextra beschrieben und analysiert werden. Die Herausforderung an die Orientierungsfähigkeit in einer globalisierten Welt und die eigenverantwortliche Persönlichkeitsbildung in sozialem Miteinander sind sehr komplex. Schule und Unterricht müssen darauf reagieren. Neben fachspezifischen Inhalten und Arbeitsweisen gibt es eine Reihe von Ansätzen und Methoden, die auch im altsprachlichen Unterricht – adäquat umgesetzt – neue Sichtweisen und zeitgemäße Zugänge zu Inhalt und Sprache antiker Texte unterstützen. Die Praxisbeiträge zeigen dies am Beispiel kreativer und handlungsorienteriter Arbeitsformen bei der Interpretation antiker Werke. Daneben gewinnen Überlegungen zum Umgang mit und der Aufbereitung von schwierigen Texten zunehmend an Bedeutung. Das selbstständige Arbeiten der Schüler wird besonders gefördert bei der Anfertigung von Facharbeiten und der Erstellung von Präsentationen. Allerdings ist gerade hier auf eine sinnvolle Abstimmung zwischen Inhalten und Darstellungsformen zu achten.
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Humanitas und Humanität
Soziale Kompetenz als Bildungsziel altsprachlichen Unterricht geben Original- wie Lehrbuchtexte an vielen Stellen Anlass, bei der Interpretation den Schwerpunkt auf Aspekte wie Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft zu legen. Dabei sind die Schülerinnen und Schüler herausgefordert, den Motiven und den Auswirkungen des Umgangs der Menschen miteinander nachzugehen und – soweit möglich – Bezüge zu eigenen Erfahrungen herzustellen. Die Beiträge dieses Heftes zeigen an unterschiedlichen Themen und Gattungen, wie dieses gelingen kann: Fabel, Roman und Geschichtsschreibung werden ebenso berücksichtigt wie poetische, philosophische und theologische Texte. In besonderer Weise zum Handeln aufgefordert werden die Schüler mit dem Projekt "Compassion", das Erfahrungen eines Sozialpraktikums mit dem Fachunterricht verbindet.
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Vergil
Der große Dichter Vergil und seine Werke bilden den Themenschwerpunkt dieses Doppelheftes. Mit Hintergrundinformationen zu Bucolica, Georgica, Eklogen und Aeneis sowie zahlreichen Unterrichtskonzepten verschaffen Sie Ihren Schülern einen Zugang zu dieser anspruchsvollen Unterrichtsreihe und stellen die zeit- und literaturgeschichtlichen Bezüge von Vergils Werken her.
Die Praxisbeispiele: Bringen Sie Ihren Schülern die Klassiker des Vergil näher, indem diese seine Gestaltungsprinzipien und literarische Technik analysieren und mit anderen vergleichen können, z.B. die Darstellung des Orpheus in den Georgica und in den Metamorphosen Ovids sowie die Eigenarten der Hirtengedichte von Vergil, seinem Vorgänger Theokrit und seinem Nachfolger Calpurnius Siculus.
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Antike im Film
Der Antikfilm erlebt eine Renaissance. Nach den Monumental-Klassikern der 50er und 60er Jahre füllen heute Achill, Alexander und Co. wieder Leinwände und Kinosäle. Allmählich beginnt sogar die Altertumswissenschaft sich dafür zu interessieren. Antikfilme sind eine, wenn nicht sogar die Form zeitgenössischer Antikenrezeption, mit der die Vorstellungen von und die Einstellung zu der Welt der Griechen und Römer entscheidend geprägt werden. Der altsprachliche Unterricht darf dies nicht außer Acht lassen. Für die meisten Schülerinnen und Schüler gehört der Filmkonsum zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Ziel des Unterrichts ist es, sie zu einem bewussten und kritischen Umgang damit anzuleiten und die Bedeutung des Films als Vermittler von Antike zu hinterfragen und zu würdigen. Dies verlangt wiederum von Lehrerinnen und Lehrern ein hohes Maß an medienpädagogischer Kompetenz. Die Praxisbeispiele geben exemplarisch Einblicke und Anleitungen zu gezielter Arbeit mit und an Filmen. Neben der Rezeption und Analyse bildet die Filmproduktion einen zweiten Schwerpunkt. Darüber hinaus finden Sie im Basisartikel, dem AUkompakt und in den Magazin-Beiträgen weitere Informationen und Anregungen zu Systematisierung, Geschichte, Interpretationsaspekten und Einsatzmöglichkeiten auch von Filmen, die auf den ersten Blick wenig oder nichts mit der Antike zu tun haben.
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Selbstdarstellung
Basisartikel Michaela Brusch Selbstdarstellungen in der Literatur der Antike Praxisbeispiele Norbert Siemer Das eigene Leben im Spiegel der Geschichte Die Selbstdarstellung Sallusts als Ausgangspunkt der Sallust-Lektüre Karl-Heinz Niemann Ein "unkonventioneller" Experte Ovids Selbstdarstellung in der Ars amatoria Jörg Pfeifer Der unvermeidliche Aufstieg des Gaius O. Augustus: Vom Privatus zum Pater Patriae Frank Oborski Wer A sagt, muss auch B sagen oder: Vom Denken, das Flügel verleiht Augustinus und Boethius Maria Krichbaumer Selbstdarstellung als Selbstrechtfertigung Abaelards "Historia Calamitatum" AUextra Rainer Nickel Ovid und Lukian am Scheideweg Magazin Winnie ille Pu ? Ein englischer Kinderbuchklassiker auf Lateinisch (Sabine Pfefferer) Marc Aurel in Selbstzeugnis und Bildnis (Eva Boder) Miniposter: Das Reiterstandbild des Marc Aurel (Eva Boder) Tipps und Termine
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