Unterrichtsmaterialien Freiheit: Ganze Werke Seite 1/1
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Philosophie
Gymnasium
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Gesamtwerk
Freiheit und Determination
Wir erleben uns als Urheber unserer Handlungen. Wir sind fähig, unser Tun zu reflektieren. Zugleich sind viele unserer Handlungen determiniert durch äußere Umstände, mentale Befindlichkeiten und neuronale Prozesse im Gehirn. Wie frei sind wir wirklich? Was bedeutet der freie Wille für unser Verständnis von Menschsein und Verantwortung? Wie beeinflussen neurowissenschaftliche Erkenntnisse unser Selbstbild? Diese Einheit untersucht die Frage nach der menschlichen Willensfreiheit aus neurowissenschaftlicher, philosophischer und theologischer Sicht und bringt unterschiedliche Perspektiven in den Dialog.
Gesamtwerk
Wo liegen die Grenzen der Meinungsfreiheit?
Radikale Äußerungen prägen politische Debatten. Sie provozieren, fordern heraus und werfen grundlegende Fragen auf. Wie weit dürfen radikale Äußerungen in einer pluralen Gesellschaft gehen? Wo liegen die Grenzen der Meinungsfreiheit? Im Zentrum dieser Reihe stehen unterschiedliche Positionen zur Meinungsfreiheit: Texte von Harriet Taylor Mill, John Stuart Mill, Herbert Marcuse, Chantal Mouffe, Robin Celikates, Karl Popper und Raymond Geuss. Sie eröffnen kontroverse Perspektiven auf Fragen rund um Konsens, Kritik und Toleranz. Diese Reihe lädt ein, die Möglichkeiten und Grenzen von politischer Rede, Protest und Teilhabe kritisch zu reflektieren.
Gesamtwerk
Gibt es einen gerechten Krieg?
Gibt es gute und böse, gerechte und ungerechte, zumindest doch mehr oder weniger gerechtfertigte Kriege? Oder ist militärische Gewalt als letztes Mittel zur Beilegung eines Konfliktes unter keinen Umständen moralisch zu rechtfertigen? Im Fokus dieser Einheit steht die Lehre des bellum iustum in unterschiedlichen Spielarten. Zentrale Positionen werden erarbeitet und in arbeitsteiliger Gruppenarbeit auf historische und aktuelle Entscheidungssituationen angewandt. Die Lernenden werden befähigt, sich zu positionieren.
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Gesamtwerk
Gewaltfreiheit, eine Alternative?
Zwei offene Briefe an Bundeskanzler Scholz liefern sich einen Schlagabtausch: In dem einen appelieren Intellektuelle, keine schweren Waffen mehr an die Ukraine zu liefern, im anderen fordern andere Intellektuelle und Künstler das Gegenteil. Eine Debatte entbrennt, in der sich alte Fragen neu stellen: Kann Gewalt nur mit Gewalt bekämpft werden? Besteht eine Alternative zwischen militärischer Gegenwehr und Kapitulation? Ist Pazifismus zwangsläufig naiv? Ausgehend von der innerdeutschen Debatte um Waffenlieferungen an die Ukraine erarbeiten die Lernenden selbsttätig und produktionsorientiert Konzepte des gewaltfreien Widerstandes und erörtern pazifistische Positionen - damals und heute.
Gesamtwerk
Ziviler Ungehorsam in Zeiten von Corona
Sind Demonstrationen gegen die zeitweilige Einmschränkung einiger Grundrechte während der Corona-Pandemie berechtigt? Welche Umstände rechtfertigen zivilen Ungehorsam und das bewusste Überschreiten von Gesetzen? Meinungsfreiheit ist als zentrales Gut im Grundgesetz verankert. Wo aber liegen die Grenzen des Rechts auf Widerstand und der Freiheit des Einzelnen? Wie sollte der Staat mit Protesten umgehen? Anhand von Alltagssituationen erarbeiten die Lernenden den Unterschied zwischen zivilem Ungehorsam und gewaltsamem Widerstand. Abschließend nehmen sie philosophische Positionen zur Corona-Poliktik der Bundesregierung in den Blick.
Verwandte Themen
Gesamtwerk
Corona und Grundrechte
In welchem Verhältnis stehen Freiheit und Sicherheit zueinander? Wie viel Freiheit kann, darf und muss der Einzelne zugunsten der Gemeinschaft aufgeben? Waren die Ausgangsbeschränkungen gerechtfertigt, die der Staat zeitweilig verhängte, um besonders gefärderte Zielgruppen während der Corona-Krise zu schützen? Diese Einheit nimmt klassische und aktuelle philosophische Positionen in den Blick. Sie reflektiert das Verhältnis von Bürger und Staat sowie deren Rechte und Pflichten.
Gesamtwerk
Ein Tisch ist ein Tisch, oder?
Sprache ist das grundlegende menschliche Kommunikationsmittel. Man kann durch Sprache loben, aufmuntern und Komplimente machen, allerdings auch beeinflussen, verletzen und manipulieren. Die Lernenden untersuchen in dieser Unterrichtseinheit verschiedene Probleme der Sprachphilosophie und setzen diese zur Beurteilung politischer und ethischer Fallbeispiele ein.
Gesamtwerk
Du bist, was du sprichst!?
Formt Sprache unser Denken? Beeinflusst sie unser Handeln? Diese Einheit sensibilisiert die Lernenden für Automatismen im Denken und Sprechen. Wie reden wir miteinander? Welche soziale Funktion hat Sprache? Und wie entstehen Konflikte aufgrund von Kommunikation? Im Anschluss an diese Fragen erörtern die Lernenden die symbolische Macht von Sprache (Pierre Bourdieu) und reflektieren Ursache und Wirkung sprachlicher Gewalt (Judith Butler). Abschließend wird der Framing-Ansatz vorgestellt. Die Diskussion um eigene Denk-, Sprach- und Handlungsmuster verdeutlicht die Notwendigkeit der Unterscheidung zwischen dem Recht auf Meinungsfreiheit und dem vermeintlichen Recht auf Hate Speech. Abschließend setzen sich die Jugendlichen mit dem Konzept multipler und dynamischer Identität nach Amartya Sen auseinander. Ein Praxistests hinsichtlich der Wirkung des generischen Maskulinums lädt ein, Geschlecht als identitäts- und sprachstiftendes Merkmal zu reflektieren.
Gesamtwerk
Furcht oder Zuversicht?
Wie verhalten wir uns gegenüber Technologien, die nicht kontrollierbar scheinen? Erfüllt uns der Blick in die wissenschaftliche Zukunft mit Furcht oder Zuversicht? Stehen Wissen und Moral zueinander im Widerspruch? Und wenn ja, wer soll die Oberhand behalten? Die Lernenden entwickeln Kriterien zur Abschätzung von Technikfolgen, diskutieren die Forderungen von Jonas und Spaemann und erarbeiten sich neuere forschungsliberale Positionen. Abschließend erörtern sie im Rollenspiel Vor- und Nachteile alternativer Energieformen und erörtern die Energiewende der Bundesregierung.
Gesamtwerk
„Du willst es – du KANnsT es!
Kants Ethik ist ein Meilenstein der Philosophiegeschichte. Seine Vorstellung einer Ethik, die sich allein auf Vernunft gründet und zugleich universal ist, war zu ihrer Zeit revolutionär und ist bis heute wirksam. Was ist der menschliche Wille? Was ist Freiheit? Und warum kann der Mensch vernünftigerweise nur das Gute wollen? In der Auseinandersetzung mit Originaltexten erkennen die Lernenden, dass intensives, kreatives Texterschließen letztlich mit tiefem Sachverständnis belohnt wird. Eine Dilemmadiskussion rundet die Einheit ab und gibt den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre neu erworbenen Erkenntnisse unmittelbar anzuwenden.
Gesamtwerk
Freiheit - eine Illusion?
Willensfreiheit, so prominente Hirnforscher, ist nur eine Illusion. Sind unsere Handlungen durch neuronale Prozesse des Gehirns determiniert? Verlieren Begriffe wie Selbstbestimmung, Moral oder Verantwortung ihren Sinn? Lässt sich Freiheit philosophisch noch plausibel erklären? Dieser Beitrag stellt zentrale Positionen aus Hirnforschung und Philosophie vor und lädt ein, den Geltungsanspruch der Neurowissenschaften kritisch zu hinterfragen.
Gesamtwerk
Streitfall Islam
Seit 2006 diskutieren die Schweizer, ob in ihrem Land Minarette gebaut werden dürfen. Seit der Volksabstimmung 2009 sind sie verboten. Nun erörtert Europa, ob das Schweizer Minarettverbot gegen die Religionsfreiheit verstößt. Wie viel fremde Religiosität verträgt unsere Gesellschaft? Wie viel Toleranz ist für ein gelingendes Zusammenleben notwendig? Anhand dreier kontrovers diskutierter Themen (Minarettstreit, Karikaturenstreit und Kopftuchstreit) beleuchtet dieser Beitrag Ursachen für Ängste im Umgang miteinander und erörtert Möglichkeiten der Annäherung über Differenzen hinweg.
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