Unterrichtsmaterialien Sport: Ganze Werke
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Sport
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Gesamtwerk
Methoden Werkzeuge
Methodenwerkzeuge im Sportunterricht? – Mancher wird sich vielleicht verwundert fragen, was damit gemeint ist. Ein auf den ersten Blick eher technisch anmutender Begriff, der in der pädagogischen Welt noch etwas fremd ist. Dabei ist nicht alles neu, was unter dieser Bezeichnung daher kommt. Ein bekanntes Methodenwerkzeug ist beispielsweise das so genannte Gruppenpuzzle. Dieses Verfahren, entstanden im Kontext des Kooperativen Lernens, strukturiert eine Gruppenarbeit in besonders effektiver Weise. Methodenwerkzeuge wie dies sind allerdings kein modischer Selbstzweck, sondern sie dienen den unterrichtlichen Absichten des Lehrers. Außerdem ist nicht jede Arbeitskarte oder jedes Plakat gleich ein Methodenwerkzeug; worauf es ankommt, ist der bedachte Einsatz. Wie zum Beispiel ein einfaches Plakat mit Gesprächsregeln zu einem echten Methodenwerkzeug wird, lesen Sie auf Seite 12. Eine Fülle von weiteren Werkzeugen erwartet Sie in diesem Heft. Die Autoren sind von ganz typischen und alltäglichen Vermittlungsproblemen ausgegangen und haben vielfältige Lösungen entwickelt: So fördert der Baustein-Arbeitsplan die Leistungsbereitschaft (Seite 34), der Lückentext regt die Kreativität an (Seite 43), und die Punktabfrage optimiert Auswertungen mit der Klasse (Seite 46). Die Beiträge zeigen, wie Lehrerinnen und Lehrer auf die alltäglichen Herausforderungen des Sportunterrichts antworten – methodisch durchdacht und praktikabel. Damit wird deutlich, wie Unterrichtsentwicklung machbar wird, auch und gerade «von unten».
Gesamtwerk
Gemeinsam turnen
Für viele Schülerinnen und Schüler haftet dem Turnen der Makel des Langweiligen und Gestrigen an. Keine coolen Moves, sondern schmerzhafte Aufschwünge am Reck, wenig Dynamik, dafür viel Warterei in der Riege. Auch bei so manchem Sportlehrer steigen vielleicht Erinnerungen an die muffige Turnhalle und den unvermeidlichen Turnbeutel auf. Turnen steht auf der Hitliste des Sportunterrichts sicher nicht ganz oben. Soweit die Klischees. Schaut man aber genauer hin, zeigt sich: Das Schulturnen hat sich ebenso wie das breitensportliche Turnen geöffnet und sich vom einst übermächtigen Vorbild der Kunstturnerei befreit. Im Kern bedeutet Turnen nun schlicht, «erfinderisch und mit bewegungsgestalterischem Anspruch mit Objekten oder Geräten umzugehen» – stützend, hängend, springend oder sonstwie in Aktion (Seite 4). Mit dieser Einfachheit eröffnen sich neue Möglichkeiten. Es geht weg von den nachgeahmten Figuren des so genannten formgebundenen Turnens hin zu einer gestalterischen Beteiligung der Schüler; weg vom Üben für die möglichst hohe Punktzahl, den einen Augenblick der Bewertung durch Lehrer oder Jury, auf den ehedem alles hinauslief. Gemeinsames und Kooperatives, Planung und Präsentation erfordern mehr als nur die isolierte Fertigkeit einer turnerischen Figur (Seite 36). Ob am Bewegungsparcours (Seite 26), bei der Gruppenakrobatik (Seite 21) oder sogar im Wasser (Seite 16) – die Beispiele in diesem Heft zeigen, was gemeinsames Turnen ausmacht: Wo Bewegungen sonst nur funktional dem Erfolg (Tore und Punkte, Zeiten und Weiten) dienen, stehen sie beim Turnen ganz im Zentrum. Sie sind nicht nur ein Mittel, sondern ästhetischer Selbstzweck. Und vieles, was an alberner Verkleidung und Clownerie das Turnen aufpeppen soll, ist ganz und gar unnötig. Die Gründe und Beispiele liefert dieses Heft.
Gesamtwerk
Tanz Aufgaben
Aufgaben sind der Dreh- und Angelpunkt von Unterricht. Sinnvoll gestellt fordern sie die Schülerinnen und Schüler heraus, motivieren und sind produktive «Lücken», die es wissens- und könnensmäßig zu schließen gilt. Wie wichtig gute Aufgaben für die Qualität von Unterricht sind, wissen wir auch aus anderen Fächern. So haben sich groß angelegte Modellprojekte in den Naturwissenschaften und in Mathematik die Verbesserung der so genannten «Aufgabenkultur» auf die Fahnen geschrieben. Im Klartext: Es geht darum, Aufgaben zu entwickeln, die unterschiedliche Lösungswege ermög lichen, früher Gelerntes systematisch wiederholen und mit Neuem verknüpfen sowie zur Übertragung auf neue Problemstellungen anregen. Nun müssen aber die «klassischen» Aufgaben im Sport unterricht nicht gleich alle über Bord geworfen werden – im Gegenteil. Ob eine Aufgabe «gut» ist oder nicht, entscheidet auch der Kontext, in dem sie gestellt wird. Variable Lösungsansätze, Diskussion und Interpretation lassen auch klassische Aufgaben zu interessanten und wertvollen Elementen des Sportunterrichts werden. Im Bereich Tanz spielen Aufgaben eine ganz besondere Rolle. Erstens sind hier Beispiele für gehaltvolle Aufgaben rar. Zweitens ist Tanz für viele Lehrkräfte immer noch ein unsicheres Terrain, für das sie sich mehr Orientierung wünschen. Wer eine Idee davon hat, wie man eine Aufgabe fi nden oder gar selbst konstruieren kann, gewinnt Sicherheit im methodischen Handeln. Neben Beispielen für aufgabenorientierten Unterricht fi nden Sie deswegen in diesem Heft auch einen Kartensatz, der Ihnen die Konstruktion von Aufgaben erleichtert. Sie können ihn zuhause für die Unterrichtsplanung einsetzen, gemeinsam mit den Schülern als kreativen Input nutzen oder Tanzstücke und Choreografi en damit analysieren. In diesem Sinne: Wagen Sie Neues und tragen Sie dazu bei, Tanz im Sportunterricht zu etablieren. Ich wünsche Ihnen kreative und spannende Tanz-Stunden!
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Gesamtwerk
Aufs Wasser
Unter den vielen Möglichkeiten, sich auf dem Wasser zu bewegen, zeigt dieses Heft die für die Schule interessantesten. Rudern und Paddeln sind an vielen Schulen schon eine feste Größe, denn sie bieten einzigartige Lernmöglichkeiten im Bereich des kooperativ-sozialen Lernens. Aber natürlich beschränken wir uns nicht nur auf das Bewährte: Wellenreiten und Windsurfen an deutschen Küsten hat durchaus seine Berechtigung im schulischen Kontext, zumal es an vielfältigen Aufgaben zum Gleiten nicht fehlt. Und zur Anfängerausbildung im Segeln gibt es Neuigkeiten, die so manchem Segelschüler den Einstieg in diesen komplexen Sport erleichtern werden!
Aus dem Inhalt:
Wir sitzen alle im selben Boot!
Paddeln für Anfänger
Flautenregatta & Co.Zu diesem Heft ist die DVD Aufs Wasser! erschienen.
Autor: Siebe, André; Sinning, SilkeTitel: Aufs Wasser!Quelle: In: Sportpädagogik,(2007) 3, S. 4–9Abstract: Das Heft zum Thema Wassersport solI Mut machen und Anregungen geben, sich aktiv mit Wassersport zu beschäftigen. In den Blick genommen werden hier alle Sportarten und Bewegungsfelder, die im weitesten Sinn als Bootssportarten gelten können, d.h. es geht um das Sich-Bewegen mit schwimmfähigem Gerät. Der Sport auf dem Wasser wird hier unter bewegungspädagogischen Persepektiven beleuchtet.Schlagwörter: Basisartikel, Problemlösen, Motorisches Lernen, Didaktische Grundlage, Didaktik, Handlungsorientierung, Wasser, Wassersport, Bewegungspädagogik, Sport, Bewegungsfeld, SchulsportAutor: Döhring, VolkerTitel: Wir sitzen alle im selben Boot!Quelle: In: Sportpädagogik,(2007) 3, S. 10–13Abstract: In diesem Beitrag zum Heftthema Wassersport wird ein Unterrichtsvorhaben vorgestellt, bei dem Grundschüler zum ersten Mal in einem Kanadier sitzen. Hier geht es nicht um die perfekte Vermittlung von Paddeltechniken, im Vordergrund steht, dass die Schüler lernen, ein Boot mittels ihrer Paddel voranzutreiben und sicher zu steuern. Neben der Förderung von Bewegungskompetenzen wird das soziale Lernen gleichermaßen gefördert. Der Artikel enthält eine Kopiervorlage mit häufig gestellten Fragen zum Thema Paddeln in der Grundschule.Schlagwörter: Anfänger, Kooperation, Schuljahr 03, Schuljahr 04, Grundschule, Entdeckendes Lernen, Soziales Lernen, Erlebnisorientierter Unterricht, Unterrichtsmodell, Unterrichtsmaterial, Unterricht, Kanusport, Wassersport, Sportunterricht, Sport, SchulsportAutor: Schaper, HagenTitel: Paddeln für Anfänger.Quelle: In: Sportpädagogik,(2007) 3, S. 14–17Abstract: Der Artikel gibt Anregungen und Ideen für Schülerinnen und Schüler, die zum ersten Mal im Kajak sitzen. Sie sind gleichermaßen geeignet für das Lernen im Schwimmbad und auf offenen Gewässern. Mehr Informationen zur Vielfalt des Wassersports, Hinweise für die Unterrichtsvorbereitung und Videos zu den Bootssportarten Rudern, Kajak und Segeln enthält die zusätzlich zum Heft erhältliche DVD Aufs Wasser!Schlagwörter: Anfänger, Kajak, Spielerisches Lernen, Sekundarstufe I, Didaktische Grundlageninformation, Erlebnisorientierter Unterricht, Unterrichtsmaterial, Unterricht, Techniktraining, Kanusport, Wassersport, Sportunterricht, Sport, Paddeln, Kenterrolle, SchulsportAutor: Borcherding, Anne; Giese, Martin; Gottschalk, FriedoTitel: Sehgeschädigte Schüler lernen rudern und paddeln.Quelle: In: Sportpädagogik,(2007) 3, S. 18–23Abstract: In diesem Beitrag wird über ein mehrtägiges Wassersportprojekt berichtet, dass in einer achten Jahrgangsstufe an einem Gymnasium für Blinde und Sehbehinderte seit Jahren regelmäßig durchgeführt wird. Das Projekt besteht aus drei Abschnitten: einer Vorbereitungsphase im Schwimmbad, einem achttägigen Aufenthalt an einem See und einer mehrtägigen Ruderwanderfahrt. Mehr Informationen zur Vielfalt des Wassersports, Hinweise für die Unterrichtsvorbereitung und Videos zu den Bootssportarten Rudern, Kajak und Segeln enthält die zusätzlich zum Heft erhältliche DVD Aufs Wasser!Schlagwörter: Information, Sehbehinderter, Schuljahr 08, Sekundarstufe I, Erfahrungsorientiertes Lernen, Arbeitsmaterial, Unterrichtsmaterial, Projekt, Wassersport, Sportunterricht, Sport, Rudern, Paddeln, Schulsport, Boot, Blinder, Sonderpädagogik, FreizeitsportAutor: Woznik, ThomasTitel: Sind Rudern und Kanufahren das Gleiche?Quelle: In: Sportpädagogik,(2007) 3, S. 24–27Abstract: Gemeinsamkeiten und Unterschiede zweier Bootssportarten stehen im Zentrum der beschriebenen Unterrichtseinheit für die Jahrgangsstufen 7 bis 10. Die Schülerinnen und Schüler sollen Bewegungserfahrungen beim Rudern und Kanufahren sammeln und die Bewegungen vergleichen.Der Beitrag enthält dazu ein Arbeitsblatt als Kopiervorlage. Mehr Informationen zur Vielfalt des Wassersports, Hinweise für die Unterrichtsvorbereitung und Videos zu den Bootssportarten Rudern, Kajak und Segeln enthält die zusätzlich zum Heft erhältliche DVD Aufs Wasser!Schlagwörter: Unterschied, Schuljahr 07, Schuljahr 08, Schuljahr 09, Schuljahr 10, Sekundarstufe I, Unterrichtseinheit, Unterrichtsmaterial, Arbeitsbogen, Bewegungserfahrung, Bewegungsform, Kanusport, Wassersport, Sportunterricht, Sport, Rudern, Bewegungsaufgabe, Schulsport, Boot, FreizeitsportAutor: Holzweg, Martin; Budde, Hennning; Pietraßyk, SaschaTitel: Wir reiten die Welle!Quelle: In: Sportpädagogik,(2007) 3, S. 28–31Abstract: Die Autoren zeigen ein Möglichkeit, Im Anfängerunterricht Wellenreiten schülerzentriert und erfahrungsorientiert, z.B. auf einer Exkursion, zu unterrichten. Folgende Inhalte stehen im Mittelpunkt: Brettgewöhnung/Bretttechniken, Gleiten I, Gleiten II, Aufstehbewegung, Durchtauchtechniken. Neben Informationen zu Material und Ausrüstung sowie didaktisch-methodischen Anmerkungen enthält der Beitrag u.a. zahlreiche Bewegungsaufgaben zum Gleiten.Schlagwörter: Anfänger, Anleitung, Exkursion, Sekundarstufe II, Sekundarstufe I, Schülerzentrierter Unterricht, Methodik, Didaktik, Erfahrungsorientierter Unterricht, Unterrichtsmaterial, Unterricht, Gleiten, Wassersport, Sportunterricht, Sport, Bewegungsaufgabe, Schulsport, FreizeitsportAutor: Siebe, André; Friedrich, Georg; Schreck, Peter; Sinning, SilkeTitel: Frischer Wind für die Segelausbildung.Quelle: In: Sportpädagogik,(2007) 3, S. 32–35Abstract: In diesem Beitrag geht es um das Segeln mit Anfängern auf einer mehrtägigen Exkursion. Diese müssen zahlreiche Anforderungen gleichzeitig bewältigen: Windrichtung, Kurs, Verkehr, und dazu noch die Fachsprache. Die Autoren geben Ideen und Anregungen für einen lernerorientierten Ansatz und zeigen, wie Anforderungen reduziert werden können, z.B. durch das Automatikboot-Konzept. Mehr Informationen zur Vielfalt des Wassersports, Hinweise für die Unterrichtsvorbereitung und Videos zu den Bootssportarten Rudern, Kajak und Segeln enthält die zusätzlich zum Heft erhältliche DVD Aufs Wasser!Schlagwörter: Anfänger, Segelboot, Fachsprache, Exkursion, Sekundarbereich, Unterrichtsanregung, Unterrichtsmaterial, Unterricht, Wassersport, Segeln, Sportunterricht, Sport, Schulsport, FreizeitsportAutor: Siebe, André; Friedrich, Georg; Schreck, Peter; Sinning, SilkeTitel: Basale Problemfelder beim Segeln.Quelle: In: Sportpädagogik,(2007) 3, S. 36–37Abstract: Die Autoren gehen auf vier Problemfelder ein, die beim Segeln eine große Rolle spielen: das Boot und seine Bewegung, die Umwelt, der Wind und der Körper bzw. die Bewegung des Körpers.Schlagwörter: Anfänger, Segelboot, Problemsituation, Didaktische Grundlage, Unterricht, Körper , Wind, Wassersport, Bewegung , Segeln, Sport, Umwelt, BootAutor: Siebe, André; Sinning, SilkeTitel: Flautenregatta & Co.Quelle: In: Sportpädagogik,(2007) 3, S. 38–39Abstract: Die Autoren beschreiben Alternativangebote für den Fall, dass das Wetter mal nicht mitspielt. Die Anregungen vertreiben nicht nur die Zeit, sondern verbessern auch die Handlungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler.Schlagwörter: Kanu, Übungssammlung, Spielerisches Lernen, Spiel, Didaktische Grundlage, Übungsbeschreibung, Übung, Wassersport, Sport, Paddeln, Schulsport, FreizeitsportAutor: Verch, JohannesTitel: Den Wind in den Händen.Quelle: In: Sportpädagogik,(2007) 3, S. 40–44Abstract: Der Autor beschreibt einen Schnupperkurs mit vielen Ideen und Anregungen, wie man Schülerinnen und Schüler erlebnisorientiert auf die Elemente und Manöver des Windsurfens einstimmen kann.Schlagwörter: Anfänger, Spiel, Sekundarstufe II, Sekundarstufe I, Erlebnisorientierter Unterricht, Erlebnispädagogik, Übung, Unterrichtsmaterial, Unterricht, Wassersport, Windsurfen, Sport, Bewegungsaufgabe, Schulsport, FreizeitsportAutor: Hebbel-Seeger, AndreasTitel: Segeln unterrichten – Lösungsansätze für typische Lernprobleme.Quelle: In: Sportpädagogik,(2007) 3, S. 44–47Abstract: Es werden typische Lernprobleme beim Segelunterricht mit Anfängern aufgeführt und unterschiedliche Lösungsansätze beschrieben.Schlagwörter: Anfänger, Problemlösen, Lernproblem, Unterricht, Wassersport, Segeln, Sport, Schulsport, FreizeitsportAutor: Neumann, PeterTitel: Triathlon-Kreationen für eine motivierende Ausdauerschulung.Quelle: In: Sportpädagogik,(2007) 3, S. 48–49Abstract: Ausgehend vom Grundprinzip des Triathlons – drei verschiedene Ausdaueraktivitäten zu addieren – erfinden und realisieren Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Unterrichtsvorhabens Ausdauer im Sport neue Triathlon-Kreationen.Schlagwörter: Variante, Kreativität, Schuljahr 09, Schuljahr 10, Sekundarstufe II, Sekundarstufe I, Schüler, Selbsttätigkeit, Unterrichtsentwurf, Unterrichtsmaterial, Triathlon, Sportunterricht, Sport, Ausdauersport, Schulsport
Gesamtwerk
Körpersprache
Bei diesem Thema kommt man kaum an ihm vorbei: gemeint ist Samy Molcho, der große Pantomime und Körpersprachen-Experte. In vielen Büchern und Videos hat er seine Vorstellungen dazu ausgebreitet. Seine These: Der Körper lügt nicht! Was die Worte nicht verraten, plaudert unweigerlich der Körper aus. Damit uns dieser «verräterische » Körper nun nicht ständig einen Strich durch die Rechnung macht, verwendet Molcho einen Großteil seiner Publika tionen darauf, uns die «richtige» Körpersprache beizubringen, etwa um berufl ich besser voranzukommen. Doch halt: Will er uns nun zeigen, dass der Körper doch lügen kann, wenn man es nur richtig anstellt? Zumindest steckt hinter solchen Ratschlägen eine Vorstellung von Körpersprache als einem Instrument, dessen wir uns bedienen können, um unsere Ziele zu erreichen. Körpersprache – letztlich nur ein Mittel zum Zweck? Nicht so in diesem Heft: Körpersprache als Thema im Sportunterricht meint den gestalterischen Umgang mit Bewegung und die Arbeit am eigenen Ausdruck. Es soll nicht darum gehen, Körpersprache in einem funktionalen Sinne zu «verbessern». Vielmehr zeigen die Praxisbeiträge anschaulich, wie Sportunterricht die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler unterstützen kann. Dabei geht es jedoch nicht nur um Gestalterisches. Auch beim Judo oder im Basketball spielt die Körpersprache eine große Rolle. Den Gegner zu «lesen» und die nächste Aktion zu antizipieren verschafft Vorteile im Spiel (Seite 24). Im Judo kommt dem achtsamen Umgang und dem Wahrnehmen des Partners eine ganz besondere Bedeutung zu (Seite 28). Ein unverkrampfter Einstieg ist bei diesem Thema eine ganz besondere Herausforderung. Um die Schülerinnen und Schüler miteinander in Kontakt zu bringen, haben wir deshalb einige Symbol- und Rollenspiele für Sie ausgewählt (ab Seite 40). Sie bauen Hemmungen ab und verwickeln die Schüler auf spielerische Weise in einen körpersprachlichen Dialog. Und wer auf Samy Molcho nicht verzichten mag: Sein Standardwerk «Körpersprache» bietet neben vielen Fotos eine ganze Reihe von Interpretationen typischer Mimiken und Gestiken. Eine wahre Fundgrube für Diskussionen über Körpersprache und was sie bedeuten könnte!
Verwandte Themen
Gesamtwerk
Bewegungsdiagnose
In dieser Ausgabe geht es um eine pädagogisch verstandene Bewegungsbeobachtung, die sich nicht in der Benotung erschöpft, sondern die Fähigkeiten der Schüler fördert. Eine Diagnostik, die nicht Schwächen sucht, sondern Stärken findet. Letztlich geht es um den Blick auf die individuellen Potenziale der Schüler. Die Beiträge dieser Ausgabe machen Sie auf neue oder wieder entdeckte praktikable diagnostische Ansätze aufmerksam. Sie zeigen Ihnen ganz konkret, wie Sie Ihren Unterricht organisieren können, sodass Zeit und Raum für Beobachtungen entsteht und wie Sie diese verlässlich dokumentieren können.
Aus dem Inhalt:
Koordination & Co. im Zoo
Wie bewegen sich Kinder zu Musik?
Das Aufwärmen förderdiagnostisch nutzen
Bewegungsdiagnose im Volleyball
EXTRA Markus Stobrawe/Alexander Jamil"...und Schnitt!"Filmen im SportunterrichtBitte beachten Sie die Videoclips zum Download!Aus rechtlichen Gründen sind die Clips ohne Musik.
Gesamtwerk
Handball vermitteln
Wussten Sie es? Die Handball-WM steht ins Haus! Deutschland ist wieder einmal Gastgeber einer (Männer-) Weltmeisterschaft. Während dieser Text entsteht, sind es noch 77 Tage. Am 19. Januar 2007 ist Anwurf im Auftaktspiel Deutschland gegen Brasilien. Berlin und Köln, Wetzlar und Lemgo sind nur einige Stationen dieses Handball-Events. Die interessante Mischung von Spielorten wird nur noch von den exotischen Teams übertroffen. Wer wüsste schon, dass zum Beispiel das eisige Grönland mit von der WM-Partie ist? Ein echter Handballzwerg unter den Nationen, denn Grönland hat nur ein paar Einwohner mehr als die Handballhochburg Lemgo im Lippischen. Aber Handball hat noch mehr zu bieten als Grönland oder Lemgo. Die vielen Beitragsangebote für dieses Heft zeigen, dass es immer noch eine attraktive Schulsportart ist. Die Vorteile für den Unterricht: Das Spiel ist leicht zu organisieren, der Raum- und Gerätebedarf ist gering, die Regeln sind einfach. Die Schülersicht dagegen ist häufig bestimmt von der Angst vor dem hart geworfenen Ball oder dem ruppigen Gegner – Handball also nur ein Thema für Raubeine? «Auf keinen Fall!», meinen unsere Autoren und zeigen in ihren Beiträgen, wie man Handball «schmerzfrei» und schülerorientiert vermittelt. Noch ein Gedanke zur Handball-WM: Warum nicht dieses Event als Anlass nutzen, um den Unterschied zwischen Medien-Sport und Schul-Sport klar zu machen?! Hier bietet sich eine wunderbare Chance zur Klärung des großen Schülermissverständnisses, nach dem «der Sport» in der Schule genau so zu sein habe wie im Fernsehen. Die Gelegenheit ist günstig, schließlich spielt Grönland nicht alle Tage in Lemgo.
Gesamtwerk
Sport in der Ganztagsschule
Das Thema Ganztagsschule in Zahlen: vier Milliarden Euro, knapp 5.000 geförderte Schulen, davon etwa die Hälfte Grundschulen. Nüchterne Daten, hinter denen sich aber eine brisante Entwicklung verbirgt. Werfen wir einen Blick darauf: Offensichtlich ist das Projekt Ganztag in Bewegung gekommen und das Thema wird für viele Lehrer wichtig. Was jedoch den Schulsport angeht, ergibt sich ein etwas anderes Bild. Obwohl Sport und Spiel zu den attraktivsten Nachmittagsangeboten gehören, obwohl Sport und Spiel in der Freizeitwertskala von Kindern und Jugendlichen ganz weit oben rangieren, treten Sportlehrerinnen und Sportlehrer im Ganztag offenbar kaum in Erscheinung. Während der Vorbereitungen zu diesem Heft gelang es uns nur mit Mühe, Lehrer ausfindig zu machen, die sich aktiv an der Gestaltung des Ganztagsbetriebs beteiligen. In der Regel übernehmen Übungsleiter, seltener eigens ausgebildete Schüler, die Anleitung der Angebote. Soweit so gut, denn wenn es keine Lehrerstunden für den Nachmittagsbereich gibt, kann man auch nicht erwarten, dass sich die Lehrkräfte dort in ihrer Freizeit engagieren. Aber dann sind doch die Sportlehrer sicherlich im Rahmen von Fachkonferenzen an der Konzeption und Planung des Ganztagsschulsports beteiligt, oder? Wieder negativ, auch hier gab es wenig Resonanz. Sportlehrer als Komparsen in diesem bildungspolitischen Stück? Man glaubt es kaum, zumal die Ganztagsinitiative berufspolitisch eine ziemlich wichtige Entwicklung ist. Wird die verschlafen, kann es nur das böse Erwachen geben, denn: Irgendeine nicht unwichtige Person wird irgendwann fragen, wozu man überhaupt teure Sportlehrer braucht, wenn den Job doch offenbar auch qualifizierte Übungsleiter aus den Vereinen übernehmen können. – Auch wenn wir meinen, die Antwort bereits zu kennen (immerhin sind Vereinssport und Schulsport zwei völlig verschiedene Welten), müssen die Lehrerinnen und Lehrer als Profis für den Schulsport mit ins Boot. Aber sie müssen auch einsteigen dürfen – und wollen.
Gesamtwerk
Lebenskunst
Welchen Beitrag leistet der Sport für ein "gutes Leben"?
In diesem Heft geht es um die Frage, welchen Anteil der Sport an einer gelingenden Lebensführung haben kann. Die Praxisbeispiele zeigen, wie der Sportunterricht Interessen der Schüler aufgreift und so die Schüler befähigt, eigenes Sporttreiben kompetent und selbstverantwortlich auf ihrem weiteren Lebensweg zu nutzen.
Aus dem Inhalt:
Die etwas andere Turnfeier
Ein Schülertriathlon – hausgemacht!
Nicht feige, nicht verwegen – aber mutig
Die Rhythmisierung des Tagesablaufs
Lebenslauf(en) in Etappen
Schulprojekt Beach-Volleyball
Wir sitzen alle in einem Boot!
"Fußball ist unser Leben"?
Gesamtwerk
Fußball Events
Fußball im Sportunterricht: Ein Garant für Begeisterung und Spaß? Nicht unbedingt, denn immer gewinnen die Gleichen, die Unterschiede im Können sind groß. Das sorgt bei manchen für Missmut und Lustlosigkeit und stellt hohe Anforderungen an die Sportlehrkraft. Wie kann man Fußballspiele und -turniere so gestalten, dass alle mitspielen und gewinnen können, Spaß haben und Teamgeist erfahren? Gelungene Beispiele gibt es in dieser Ausgabe der sportpädagogik. Eine Mannschaft bekommt etwa Zusatzpunkte für viele Zuspiele oder besonders ausgeprägte Teamfähigkeit. Lassen Sie sich von kreativen Inszenierungen überraschen und inspirieren.
Themen der Praxisbeiträge sind u.a.:
Beach Soccer in der Schule
Neun interessante Spielvarianten eines Turniers
Ein Fußball-Triathlon mit Staffeln, Quiz und Spiel
Rhythmus und Fußball – eine Sambastunde mit Ball
Gesamtwerk
American Sports
Amerikanische Sportarten faszinieren Jugendliche und halten immer mehr Einzug im Vereinssport. Damit Sie Ihre Schülerinnen und Schüler auch im Schulsport mit American Sports begeistern können, haben wir für Sie in dieser Ausgabe die entsprechenden Regeln und Spielideen zusammengestellt.
Im Themenheft erwarten Sie Beiträge und Unterrichtsanregungen z.B. zu diesen Sportarten:
Ultimate Frisbee
Flag Football
Cheerleading
Gesamtwerk
Springen
Das Thema Springen lohnt sich immer wieder ? vieles lässt sich springend begreifen und erfahren. Zudem eröffnet das Thema eine Fülle möglicher Unterrichtsthemen: von turnerisch bis tänzerisch, im Wasser und zu Lande.
Aus dem Inhalt:
Wasserspringen mit Lust statt Frust!
Den Salto rückwärts springen lernen
Hoch springen ? warum eigentlich rückwärts?
Wie springe ich beim Dreisprung am weitesten?
Inkl. EXTRA: Alte Hüpf- und Hinkelspiele
Gesamtwerk
Kooperatives lernen
Für viele Fächer liegen bereits Erfahrungen mit dem Kooperativen Lernen vor. Diese Ausgabe liefert Ihnen nun Unterrichtsbeispiele und Hinweise, wie Sie Kooperatives Lernen erfolgreich im Sportunterricht umsetzen, sodass alle Schüler etwas lernen. Die Praxisbeiträge reichen vom gemeinsamen Fußballspiel mit Mädchen und Jungen über eine Schatzsuche für heterogene Lerngruppen bis hin zum Gestalten einer Turnshow, die die Schüler kooperativ erarbeiten. Wenn Sie Ihren Schülern einen Zugang zur Leichtathletik bieten wollen, probieren Sie doch mal etwas Neues aus, und veranstalten Sie einen Teamwettkampf zu Fuß, auf Rollen und auf Rädern! In einem Tanzworkshop können Schüler, die sich mit den neusten Moves von MTV oder Viva auskennen, Ihren Mitschülern zeigen, was sie können. Mit dem Extra in diesem Heft erhalten Sie Materialien zur Einteilung und Beobachtung von Gruppen ? damit Sie wissen worauf es bei erfolgreichen Gruppenprozessen ankommt.
Gesamtwerk
Basketball vermitteln
Spielen Sie mit Ihren Schülern in der Primarstufe Korfball ? ein Spiel, bei dem alle mitspielen können! Die Kinder erlernen dabei die Fähigkeit zum Mitspielen; mit Hilfe eines Beobachtungsbogens können Sie das Zusammenspiel weiter fördern.
Sie erhalten Anregungen und Materialien für eine motivierende und vielseitige Basketball-Schnupperstunde in der Sek. I sowie Tipps und Hinweise zur Differenzierung, damit Sie den meist sehr unterschiedlichen Voraussetzungen Ihrer Schüler gerecht werden können. Für die Sek. II finden Sie in dieser Ausgabe u.a. einen Beitrag über eine Unterrichtsreihe zum "Pick and Roll", in der Sie die Methodenkompetenz Ihrer Schüler stärken können.
Das Themenheft enthält das Extra Koordination vielfältig üben: eine Übungssammlung mit kniffligen Aufgaben zur Verbesserung der Koordination.
Gesamtwerk
Fitness
Der Basisartikel dieses Themenhefts nimmt die Bedeutung von Fitness im Alltag von Kindern und Jugendlichen in den Blick und entwirft Leitlinien für den Unterricht.
Die Unterrichtsvorschläge für die Sekundarstufe I reichen von der Schulung des eigenen Belastungsempfindens, über die Planung einer Fitness AG bis hin zu Thai Bo als Schnupperkurs (mit Fotos und Tipps für die wichtigsten Moves). Sie erhalten Materialien zu den Themen Gewicht, Ernährung und Training für eine Unterrichtseinheit, in der Schülerinnen der Sekundarstufe II untersuchen, welche Bedeutung Fitness für ihr Selbstbild hat. Weitere Unterrichtsideen für die Sekundarstufe II sind FITango, einer Bewegungsgestaltung aus Fitness und Tango sowie die Entwicklung eines Badmintontests.
Als Extra zum Herausnehmen enthält das Heft Tipps und Ideen für Beach-Games ? Kleine Wettkämpfe und Bewegungsspiele auf Sand.
Testen kostet nichts
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