Unterrichtsmaterialien Herausforderungen für die Demokratie: Ganze Werke Seite 3/4
89 MaterialienIn über 89 Dokumenten und Arbeitsblättern für das Fach Politik findest du schnell die passenden Inhalte für deine nächste Stunde. Jetzt kostenlos testen und mehr Materialien nach der Anmeldung entdecken!
Politik
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Was kennzeichnet Verschwörungstheorien?
Enttarnen Sie gemeinsam mit Ihrer Klasse Verschwörungstheorien, indem Sie deren strukturelle Merkmale erkunden. Die Lernenden erkennen den Unterschied zwischen wissenschaftlicher Theoriebildung und dem Konstrukt von Verschwörungstheorien. Sie lernen außerdem, wie letztere sich verbreiten sowie unsere Demokratie gefährden können und überprüfen selbst zweifelhafte Meldungen mithilfe ihrer gewonnenen Medienkompetenz.
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Internationale Politik
Krieg, Frieden, Kooperation, Netzwerke, Institutionen: Dieses Buch gibt eine problemorientierte Einführung in die politikwissenschaftliche Teildisziplin der Internationalen Beziehungen. Frank Schimmelfennig stellt die wichtigsten aktuellen Theorien der Internationalen Beziehungen vor und gibt einen Überblick über die zentralen Gegenstände der internationalen Politik. Aktuelle Beispiele veranschaulichen die Ansätze und Methoden.
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Politisches in digitalen Medien
2021 ist ein Superwahljahr. Ein Anlass zu fragen, wie sich Menschen über politische und gesellschaftliche Entwicklungen informieren und welche Medien zur Meinungsbildung und damit auch zu Wahlentscheidungen beitragen. In dieser Ausgabe fragen wir nach der Relevanz digitaler Medien für Information und Entwicklung politischer Einstellungen. Social Media sind einflussreiche Instrumente der politischen Meinungsbildung, insbesondere für Jugendliche. Gerade für deren Alltag hat sich die Trennung zwischen digitaler und analoger Welt überholt. Darauf muss sich die politische Bildung einstellen. Eine kritische, politische Medienbildung ist gefragt, die Kompetenzen vermittelt sowie Prozesse und Aktivitäten begleitet.
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Gesamtwerk
Soziale Medien und Kritische Theorie
Dieses Buch vermittelt Ihnen ein kritisches Verständnis der komplexen Zusammenhänge und Widersprüche, die den Kern der Beziehung der sozialen Medien zur Gesellschaft ausmachen. Die Neuauflage untersucht Populismus, Rassismus und Nationalismus, stellt das Phänomen der Influencer vor, erklärt den Big Data-Kapitalismus und Imperialismus, untersucht die wachsende Bedeutung von Plattformen, fordert Sie heraus, sich ein wirklich soziales Medium vorzustellen und zu erreichen, das den Zielen einer gerechten und fairen Welt dient, und analysiert schließlich Fake News im Kontext von Facebook und Cambridge Analytica. Dieses Buch ist ein wesentlicher Leitfaden für jeden, der kritisch verstehen will, wie wir zum digitalen Kapitalismus gekommen sind und was wir dagegen tun können.
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Wozu Liberalismus?
Der Autor beleuchtet, inwiefern die Ursachen für das Ende seiner Dominanz im Liberalismus selbst zu suchen sind. Im Buch werden die Grundlagen unserer Freiheit erläutert. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, ob wir uns diese heute noch leisten können oder vielleicht aufgeben müssen, um den heutigen Herausforderungen begegnen zu können. Ausgehend von den Konsequenzen des (Neo-)Liberalismus werden Perspektiven ausgeleuchtet, inwieweit ein anderes Verständnis davon womöglich unsere Demokratie und damit unsere Freiheit zu retten vermag. Das Buch richtet sich an Studierende der Politikwissenschaft und der Philosophie sowie an Leser, die sich vertieft mit Demokratie und Freiheit auseinandersetzen.
Verwandte Themen
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Demokratie?
Steht es gut um die Demokratie in Deutschland? Wie sieht es in anderen Ländern aus? Diese und weitere Fragen beantwortet Martin Oppelt in seinem Buch. Was genau bedeutet „Demokratie“? Was heißt es, in einem Staat zu leben, in dem das Volk die Herrschaft hat? Statt ihre Prinzipien ausweiten und vertiefen zu können, wird die Demokratie gegenwärtig immer mehr hinterfragt. Martin Oppelt geht unter anderem auf den Zustand der Demokratie, ihre geschichtliche Entwicklung (Antike, Französische Revolution), konkurrierende Ideen (Totalitarismus, Faschismus) und Modelle wie parlamentarische und präsidentielle Demokratie ein. Natürlich klärt er auch Begriffe wie direkte Demokratie, Plebiszit, deliberale und radikale Demokratie. Im Frage-Antwort-Stil erklärt der Politikwissenschaftler klar und verständlich die zentralen und zugleich aktuellen Themen für Studierende und Fachfremde. Auf diese Weise kann jeder genau den Teil zum Thema Demokratie lesen, der ihn interessiert. So vermittelt das Buch nicht nur das relevante Wissen über Demokratie, sondern schafft auch ein Verständnis für ihre Verletzlichkeit und ein Bewusstsein für aktuelle Herausforderungen. Ideal für alle an Politik Interessierte.
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Verschwörungs-Erzählung oder Anschlag auf fundamentale Bürgerrechte? Die Auseinandersetzung mit den Corona-Leugnern
Die Frage, ob die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verfassungskonform sind, behandelt die Unterrichtseinheit Verschwörungs-Erzählung oder Anschlag auf fundamentale Bürgerrechte? Die Auseinandersetzung mit den Corona-Leugnern. Ausgehend von zentralen Merkmalen von Verschwörungstheorien sollen bekannte „Corona-Leugner“ und ihre abstrusen Auffassungen vorgestellt werden. Zentral ist weiter die Frage der Güterabwägung. Schließlich werden Möglichkeiten für die zielführende Auseinandersetzung mit Corona-Leugnern vorgestellt.
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Die NATO
Im Zuge ihres Wandels von einer Verteidigungsallianz zu einem global handelnden Sicherheitsakteur hat die NATO innere und äußere Krisen gemeistert, doch heute steht sie vor größeren Konflikten zwischen ihren Mitgliedern als je zuvor. Ist die Allianz noch gegenüber Herausforderungen wie Russland handlungsfähig? Dieses Buch diskutiert Struktur, Politiken und Probleme der NATO von 1949 bis heute.
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Die Präsidenschaftswahlen in den USA am 3.November 2020: Die Welt hält den Atem an
Mit der Unterrichtseinheit Die Präsidentschaftswahlen in den USA am 3. November 2020: Die Welt hält den Atem an erhalten Sie aktuelle Materialien für die Behandlung des amerikanischen Wahl- und Regierungssystems. Vergleiche mit Deutschland ermöglichen es, das amerikanische mit dem deutschen Wahlsystem miteinander zu vergleichen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die destruktive Umgestaltung der amerikanischen Demokratie durch Donald Trump („Trumpismus“) und die Frage, wie sein Nach-folger Biden ein tief gespaltenes Land einen kann.
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Musik und Politik
Musik ist ein lebensweltliches Medium, sie gibt Stimmungen, Gefühlen, Gedanken, Ideen und Sehnsüchten Ausdruck. Sie kann Gemeinschaft stiften, kann Element von Identität sein, kann Empfindungen zur Sprache bringen oder auch Einschätzungen gesellschaftlicher Entwicklungen und politische Botschaften enthalten. Sie kann provozieren, irritieren und skandalisieren, sie kann unterhalten, der Entspannung und der Zerstreuung dienen, sie kann aufrütteln und mobilisieren. Gerade diese vielfältigen Aspekte machen Musik für die politische Bildung interessant. Für die politische Bildung gilt es, das didaktische Potenzial von Musik zu entdecken und in der Praxis zu nutzen.
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Die Operatoren Erörtern, Beurteilen und Bewerten im Politikunterricht
Operatoren aus dem Anforderungsbereich III bereiten Schülern immer wieder Probleme im Unterricht. An einem konkreten Beispiel soll in der Unterrichtseinheit Die Operatoren Erörtern, Beurteilen und Bewerten im Politikunterricht an einem konkreten Beispiel die Unterscheidung und Umsetzung dieser drei Operatoren veranschaulicht und erprobt werden. Konkret geschieht dies an der Forderung nach verpflichtenden Fahrtauglichkeitsprüfungen für Senioren.
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Unternehmenskommunikation
Das Standardwerk ist ein Must-have für (angehende) PR-, Kommunikations- und Marketingexperten. Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft - im Wettbewerb der Unternehmen um die Aufmerksamkeit der Stakeholder entscheiden in erster Linie die Inhalte, also was gesagt wird, und die Wahl der Kommunikationswege. Mit welchen Themen und Storys sprechen die Firmen ihre internen und externen Stakeholder an? Content first. Das praxisorientierte Buch gibt einen Überblick über theoretische Ansätze des strategischen Kommunikationsmanagements und der Planung bzw. Evaluation von Kommunikationswegen. Neue Felder wie Content Management (Strategien, Storytelling), die Arbeitgeberkommunikation (Employer Relations) sowie der Umgang mit den unterschiedlichen Medienwelten werden ebenso behandelt wie klassische Aufgaben in Mitarbeiter- oder Markenkommunikation, bei Krisen- oder Veränderungsprozessen und auf internationalen Märkten.
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Das Wahlsystem der USA
Die USA sind eine globale Ordnungsmacht, das Amt des US-Präsidenten gilt als das machtvollste der Erde. Wahlen in den USA haben daher eine Relevanz, die weit über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinausreicht. Zugleich ist die US-Demokratie die älteste der Welt und war das Vorbild für politische Systeme in einer Vielzahl von Ländern. Aber das System hat auch gravierende Mängel.
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Fake News
Ist das Corona-Virus wirklich so gefährlich? Oder steckt vielleicht etwas ganz anderes dahinter? Alle außergewöhnlichen Ereignisse rufen Verschwörungstheoretiker, Wichtigtuer und Menschen mit eigenen Absichten auf den Plan, die Erkenntnisse von Wissenschaftlern und Maßnahmen der Politik in Frage stellen und dies scheinbar plausibel begründen. Doch woran erkennt man, dass Beiträge auf konstruierten Tatsachen beruhen? Was sind Fake News eigentlich? Diese Materialien zum schnellen Downloaden helfen Ihren Schülern, sich zu orientieren und Fakten von Fakes zu unterscheiden.
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Friedliche Revolution … und dann?
Als die DDR-Bürger im Herbst 1989 zu Hundertausenden in Leipzig, Dresden, Rostock, Berlin und vielen anderen Orten auf die Straßen gingen, um mutig und entschlossen gegen die SED-Herrschaft zu demonstrieren, brachten sie scheinbar unüberwindbare Verhältnisse ins Wanken und die Mauer zu Fall. Mit dem Sturz der kommunistischen Diktatur gelang ihnen der Aufbruch in die Demokratie, in eine neue Zeit. Schon ein knappes Jahr später waren die Deutschen wiedervereinigt, die Teilung Europas im Kalten Krieg war Geschichte. Das Ende der DDR und die deutsche Einheit waren zugleich Ausgangspunkte für tiefgreifende gesellschaftspolitische Umbrüche mit nachhaltigen Wirkungen bis in die Gegenwart. Viele ältere Menschen erinnern sich heute mit Stolz an die Zeit der Wende. Für die Jüngeren dagegen liegt dieses Datum weit in der Vergangenheit. Demokratie, Menschen- und Bürgerrechte erscheinen vielen Menschen unter 40 häufig selbstverständlich, die Unterschiede zwischen Diktatur und Demokratie sind oftmals nicht präsent. Auch die dramatischen Ereignisse des Revolutionsherbstes oder des folgenden deutschen Einigungsprozesses sind für jüngere Menschen oft nur schwer nachzuvollziehen. Bei den Landtagswahlen in Ostdeutschland in diesem Jahr war die Wahlkampfparole der AfD unübersehbar und viel diskutiert: „Hol dir dein Land zurück – Vollende die Wende“. Zudem ging die Partei mit einem Slogan an den Start, der ursprünglich als Ruf der Friedlichen Revolution von 1989 in die Geschichtsbücher einging: „Wir sind das Volk!“. Doch die derzeitige Situation in Deutschland ist nicht vergleichbar mit der Lebenswirklichkeit in der DDR – genau das wird allerdings impliziert. Menschen, die vor 30 Jahren im SED-Staat auf die Straße gegangen sind, forderten Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Versammlungs-, Rede- und Reisefreiheit. All diese Freiheiten haben Menschen im heutigen Deutschland – auch im Osten. Und dennoch ziehen Populisten und Rechtsradikale immer wieder Parallelen zwischen der Diktatur damals und der heutigen Zeit. Die Sorgen vieler Menschen im Osten werden missbraucht und Unzufriedenheiten angeheizt, indem behauptet wird, in Deutschland herrsche keine Meinungsfreiheit, es gäbe keine freien Medien und die Regierung handle willkürlich und unterdrücke oppositionelle Stimmen. So will man sich in die Tradition der Friedlichen Revolution setzen. In einer offenen Erklärung haben darum ostdeutsche Prominente und frühere DDR-Bürgerrechtler/-innen der AfD vorgeworfen, das Ende der DDR für Wahlkampfzwecke zu missbrauchen. Mit ihrem Slogan „Vollende die Wende“ holt die AfD Menschen bei ihrem Frust ab – dem verbreiteten Gefühl, man sei Verlierer der Deutschen Einheit. Die AfD setzt auf das Gefühl, dass damals gemachte Versprechungen teils nicht eingehalten wurden, Vorstellungen sich nicht erfüllt haben. Diese Erzählung funktioniert oftmals, und das hat vielschichtige Gründe: Etwa das in der DDR verlorene Vertrauen in die Politik, die biografischen Brüche, die für die allermeisten Ostdeutschen die Wende 1989 bedeutete, immer noch vorhandene Mängel in der Infrastruktur und wirtschaftliches Ungleichgewicht – noch immer liegt die Rente im Osten deutlich unter der im Westen. Die Jubiläumsjahre 2019 und 2020 bieten uns 30 Jahre später nun in dieser Ausgabe des Journal die Gelegenheit, in verschiedenen Zusammenhängen daran zu erinnern. Dabei geht es in der politischen Bildungsarbeit aber nicht nur darum, historisches Wissen über den Aufbruch in die Demokratie, sondern auch zentrale demokratische Werte zu vermitteln. Angesichts der sich verändernden politischen Kultur im vereinigten Deutschland der Gegenwart steht die politische Bildung dabei heute vor ganz besonderen Herausforderungen. Dieser Aufgabe gilt es sich entschlossen und engagiert zu widmen.
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"Früher war alles besser!"
Wer regelmäßig die Nachrichten verfolgt, gewinnt leicht den Eindruck, in besonders schwierigen Zeiten zu leben. Doch stimmt das tatsächlich? In diesem Beitrag setzen sich die Lernenden anhand ausgewählter Themen differenziert mit der Frage auseinander: War früher alles besser? Dabei stärken sie ihre Fähigkeit, Sachverhalte kritisch zu analysieren, Statistiken zu interpretieren und Pauschalaussagen zu hinterfragen.
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Was ist Heimat?
Dieter Bohlen wollte im November 2018 in der RTL-Castingshow „Das Supertalent“ der fünfjährigen Melissa nicht glauben, dass sie und ihre Eltern aus Herne kommen … Journalisten kritisierten Bohlens Verhalten, denn durch die Fragen nach der Herkunft werde man schon als Kind „fremdgemacht“. Dieses Phänomen nennt sich „Othering“ und ist eine Abgrenzungspraxis, die die „Anderen“ in Differenz zu den „Eigenen“ konstruiert. Betroffene empfinden das oft als Rassismus. Der Begriff „Heimat“ spielt hier eine große Rolle. In diesem Kontext hat in den vergangenen Monaten ein Buch die Diskussionen in Deutschland geprägt: „Eure Heimat ist unser Albtraum“, das das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Heimat als Traum oder Albtraum? Diese Ausgabe des Journal geht dem Begriff in seinen verschiedenen Facetten und aus unterschiedlichen Perspektiven auf den Grund.
Gesamtwerk
Rechtsruck in Deutschland? Die Gefahren, die von rechtsextremen Gedankengut für die Demokratie ausgehen.
Die Unterrichtseinheit Rechtsruck in Deutschland? Die Gefahren, die von rechts-extremem Gedankengut für die Demokratie ausgehen geht auf die aktuelle politische Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland ein. Merkmale der rechtsextremistischen Ideologie werden von den Schülern ebenso bearbeitet wie die Abgrenzung der Begriffe Rechtspopulismus, Rechtsradikalismus und Rechtsextremismus voneinander. Die Schüler erarbeiten sich darüber hinaus die wesentlichen Merkmale der freiheitlich demokratischen Grundordnung und lernen das Extremismus-Modell von Richard Stöss kennen. Weitere Schwerpunkte sind rechtsextremistische Gruppierungen und Parteien in Deutschland – insbesondere die Identitäre Bewegung – sowie rechtsextremistische Gewalttaten der letzten Jahre.
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Hauptsache Arbeit?
Die Arbeitslosenquote in der Bundesrepublik lag zuletzt bei ca. 5 Prozent und damit auf dem niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Doch das heißt nicht unbedingt, dass auch alle gut von ihrer Arbeit leben können. Seit der Jahrtausendwende wurde der Niedriglohnsektor stark ausgebaut. Was bedeutet prekäre Arbeit für Gesellschaft und Individuen?
Gesamtwerk
Die Identitäre Bewegung
Die Aktivisten der Identitären Bewegung stellen sich als jugendliche Patrioten dar und nutzen teilweise ähnliche Aktionsformen wie traditionell linke Protestbewegungen, werden aber gleichzeitig vom Verfassungsschutz wegen rechtsextremer Tendenzen beobachtet. Was steckt hinter den Identitären und ihrem Aufreten?
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Gesellschaftsdiagnosen
Unsere „Gesellschaft der Singularitäten“ (Andreas Reckwitz) entsteht am Kreuzungspunkt kultureller, ökonomischer und technologischer Wandlungsprozesse und ist durchzogen von Prozessen der Vereinzelung. Spätestens seit den 1990er Jahren befinden wir uns demnach in einer Spätmoderne, in der Besonderheit und Einzigartigkeit herausragende Rollen erhalten. In den 1970er Jahren findet in den westlichen Ländern – auch beeinflusst durch die Kulturrevolution der Zeit um 1968 (vgl. Journal 4/18) – ein Wandel der leitenden Lebenswerte statt: Anpassung an das Allgemeine verliert an Rückhalt, Entfaltung und Verwirklichung des Selbst gewinnen an Überzeugungskraft – das Streben nach einzigartigen, subjektiv befriedigenden Identitäten im Berufsleben, in der Partnerschaft, in der Freizeit und im Konsum – eine wahre Selbstverwirklichungsrevolution. Kultureller geht mit ökonomischem Wandel zusammen: Ein Großteil von Wertschöpfung und Erwerbstätigkeit findet sich nun im Dienstleistungssektor. Dies hat Auswirkungen auf Seiten des Konsums wie der Erwerbsarbeit; es findet eine neue Konsumentenrevolution statt, die weniger auf Massenkonsum von Standardgütern setzt als auf symbolische Güter, Erlebnisse, Dienste und mediale Formate in großer Differenziertheit. Die Entindustrialisierung fördert die Expansion der Wissensökonomie für Hochqualifizierte, eine hochgradig subjektivierte Arbeit im permanenten Wettbewerb um Höchstleistungen: Eine liberalisierte Ökonomie, die nicht nach dem Durchschnitt strebt, sondern nach Exzellenz; die nicht nur Einkommen, sondern auch persönliche Befriedigung verspricht. Die dritte Größe, der laut Reckwitz den Wandel von der Gesellschaft der Gleichen zur Gesellschaft der Singularitäten vorantreibt, ist die digitale Revolution. Die Technik der Industriegesellschaft wirkte standardisierend, die digitale Technologie der Spätmoderne wirkt in mehreren Hinsichten singularisierend. Im Internet findet ein Wettbewerb um Aufmerksamkeit statt, in dem nur Differenz heraussticht, die digitale Welt ist auf das Individuum zugeschnitten. An die Stelle der allgemeinen medialen Öffentlichkeit treten partikulare Communities, die sich jeweils selbst bestätigen. Das verstärkt die Herausforderung des liberalen politischen Systems, auch durch Populismus. Seine Attraktivität gewinnt dieser aus der neuen Spaltungslinie, die zwischen kosmopolitisch orientierten „Liberalisierungsgewinnern“ und traditionalistisch eingestellten „Liberalisierungsverlierern“ verläuft. Insbesondere diejenigen, die sich als Verlierer der oben beschriebenen Veränderungen sehen und einen ökonomischen und/oder einen kulturellen Verlust fürchten, werden von ihm angesprochen. Gesellschaftsdiagnosen haben Konjunktur und bestimmen den gesellschaftlichen und politischen Diskurs teilweise maßgeblich mit. Diese Ausgabe des Journal benennt gängige Standortbestimmungen, bringt sie mit Phänomenen wie Digitalisierung, Ökonomie und Populismus in Verbindung und versucht, diese für die politische Bildung urbar zu machen.
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Emotionen und Politische Bildung
Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten oder das Anwachsens rechtspopulistischer Bewegungen haben dem Thema Emotionen eine neue Aktualität gegeben. Politische Auseinandersetzungen werden in einer stark emotionalisierten Arena ausgetragen. Dies trifft nicht nur auf Stammtischparolen, Fake News oder Hate Speeches zu. Auch der 14. Bundeskongress Politische Bildung vom 07. bis 09. März 2019 in Leipzig wird das Thema mit dem Titel: „Was uns bewegt. Emotionen in Politik und Gesellschaft“ aufnehmen (bitte vormerken!). Emotionen spielen in Politik und Gesellschaft sowie in der politischen Öffentlichkeit eine ambivalente Rolle. Sie können viel bewegen, zum Fördern von Toleranz oder Hass eingesetzt werden. In Zeiten von Populismus und „gefühlten“ Wahrheiten ist es notwendig, die Rolle von Emotionen rational zu analysieren, um deren Relevanz für das politische Denken und Handeln von Menschen zu reflektieren. Dazu möchte dieses Heft einen diskursiven Beitrag leisten. So analysieren Maria do Mar Castro Varela und Paul Mercheril aus psychologischer und pädagogischer Perspektive die vielschichtigen Ursachen für die „Dämonisierung der Anderen“ und geben rationale Erklärungen für das wachsende rassistische Denken und Handeln in breiten Bevölkerungskreisen. Florian Weber-Stein beleuchtet die „Verwobenheit von Emotion und Kognition in politischen Lernprozessen“ und stellt die produktive Rolle von Emotionen für politisches Lernen im Sinne einer „selbstbewussten emotionalen Bildung“ heraus. Im Forum diskutieren Sibylle Reinhardt und Benedikt Widmaier auf der Basis ihrer Biografien und langjährigen Erfahrungen in der formalen und nonformalen Bildung die Rolle von Emotionen unter fachdidaktischer Perspektive. Sie verweisen auf ihr positives Potenzial als „Triebfeder“ und „Motor“ von Lernprozessen. In der Rubrik „Werkstatt“ stellt Sebastian Fischer ein für Sachsen entwickeltes Fortbildungskonzept für Lehrkräfte zum Themenfeld Rechtsextremismus vor. Die Ergebnisse können auch bundesweit Impulse zum Umgang mit rechtspopulistischen Einstellungen setzen.
Gesamtwerk
Globalisierung auf dem Rückzug?
Welche Ursachen liegen dem „Brexit“ und der „America first“-Politik Donald Trumps zugrunde und welche Folgen werden sie haben? Wer könnte Gewinner, wer Verlierer des wirtschaftspolitischen Umbruchs sein? Ist nun die Zeit der „schlummernden Supermacht“ China gekommen? Wie kann sich die Europäische Union mit Blick auf die Herausforderungen der Globalisierung positionieren? Die Ausgabe bietet Hintergrundinformationen und Unterrichtsentwürfe zu diesen vielfältigen Fragen und Themenfelder. Gefühlt steuern wir auf eine Zeitenwende zu. In immer mehr Staaten wählen die Menschen populistisch. Immer mehr Regierungen reagieren auf globale Herausforderungen wie Wirtschaftskrisen oder Flüchtlingsströme mit nationaler Abschottung, Protektionismus und dem Ruf nach Grenzen. Für die (Welt-)Wirtschaft hat das unabsehbare Folgen. Dass gerade Großbritannien und die USA – lange tragende Verfechter des globalen Freihandels – ihr politisches Heil im Isolationismus suchen, gefährdet nicht nur die multilaterale Weltordnung, sondern auch die Stabilität der über Jahrzehnte austarierten Wettbewerbsregeln. Das Einordnen der Problematiken durch historische und aktuelle Bezüge war eines der Hauptanliegen bei der Erstellung dieser Ausgabe. Zudem haben wir ein kleines Novum gewagt: Erstmals finden Sie hier einen Basisartikel, der für die Hand der Schülerinnen und Schüler gedacht ist. Der Beitrag „Die Welt als Markt“ soll jugendlichen Leserinnen und Lesern ein nötiges Hintergrundwissen über den langandauernden Prozess der Globalisierung vermitteln, das der Geschichtsunterricht allein nicht leisten kann. Sie finden den Beitrag auch als PDF im Download-Material der WebApp.
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Fake News – Manipulation durch Falschmeldungen
Der Beitrag Fake News – Manipulation durch Falschmeldungen thematisiert ein Phänomen, das in Zeiten des Internets zu einer immer größeren Bedrohung für die Demokratie wird. Seit die US-Administration von „alternativen Wahrheiten“ spricht, ist dieses Phänomen zu einem zwischenstaatlichen Problem geworden. Anhand verschiedener Beispiele sollen die Schülerinnen und Schüler die Brisanz dieser Falschmeldungen diskutieren. Sie sollen aber auch Methoden kennenlernen, mit denen sie Fake News als solche entlarven können, und die Absichten von Medien analysieren, die vom Ausland gelenkt werden. Am Ende dieser Einheit wird am Beispiel des französischen Präsidentschaftswahlkampfs die Wirkung von „Memen“ erläutert.
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Emotionen
In den vergangenen Jahren haben Wut, Hass und Ressentiments zunehmend den öffentlichen Raum bestimmt und populistischen Strömungen einen Nährboden geboten. Infolge dessen haben sich gerade diejenigen (re-)politisiert, die vorher zu einer schweigenden Masse zählten, sich an Wahlen oftmals nicht beteiligten und sich als Verlierer des politischen Systems empfinden. In der Bevölkerung scheinen sich zwei unvereinbare Haltungen gegenüber zu stehen: Auf der einen Seite diejenigen, die ihren Ärger und ihre Ängste herauslassen und einer Diskussion darüber zumeist aus dem Wege gehen. Auf der anderen Seite diejenigen, die sich im rationalen Diskurs zu Hause fühlen und nur mit Leuten reden, die sich auch auf diese Ebene einlassen wollen oder können. Demokratietheoretisch ist die Polarisierung erst einmal positiv: Die Wahlbeteiligung zur Bundestagswahl 2017 ist erstmals seit zwei Legislaturen wieder gestiegen. Die demokratische Öffentlichkeit steht in einem geteilten Verhältnis zu Emotionen und Gefühlen in der Politik und im politischen Wettbewerb. Einerseits laufen Politiker/-innen Gefahr, aufgrund von Gefühlsäußerungen als „gefühlsduselig“, irrational oder gar hysterisch zu erscheinen und nicht faktenbasiert zu argumentieren. Diese Skepsis gegenüber Emotionen gilt jedoch auch für andere politische und gesellschaftliche Akteure im engeren Sinne: Wo die Sachlichkeit von Entscheidungen, die Rationalität von Strategien, die mit Statistiken belegte Objektivität von Einschätzungen gefordert werden, scheinen Gefühle und Emotionen nur zu stören. Begriffen wie „Wutbürger“ ist bereits die Kritik eingeschrieben, die Empörten seien einzig von übertriebenen Gefühlen geleitet, für rationale Argumente nicht mehr zugänglich und daher „bloß“ emotional gesteuert. Andererseits jedoch scheinen Gefühlsäußerungen in der politischen Kommunikation einer Aussage das Siegel der Authentizität zu verleihen; kein politischer Akteur darf als emotionslos und roboterhaft erscheinen. Gefordert wird vielmehr, dass Politiker/-innen auch ihre „menschliche Seite“, also Gefühle zeigen. Auch bezüglich der Bürger/-innen ist im öffentlichen Diskurs die These anzutreffen, dass Emotionen notwendiger Ausgangspunkt politischen Engagements seien: Empörung wird als demokratische Bürgertugend beschrieben und kategorisch eingefordert. Ebenso wird oftmals erwartet, die Europäische Union aufgrund des „europäischen Friedensprojekts“ grundsätzlich erst einmal lieb zu haben – denn das politische Konstrukt EU erscheint oft als bürgerfernes, emotionsloses und bürokratisches Monster – „Niemand verliebt sich in einen Binnenmarkt“ (Jacques Delors). Demokratiegefährdend ist aus dieser Sicht nicht die Unvernunft eines emotionalisierten Mobs, sondern die Lethargie einer saturierten Konsumgesellschaft, die auch im Angesicht großer gesellschaftlicher Missstände zur Empörung nicht mehr fähig ist und sich teils gänzlich aus dem politisch-gesellschaftlichen Diskurs zurückgezogen hat. Dieser Thematik widmet sich auch der 14. Bundeskongress für politische Bildung im Frühjahr 2019 in Leipzig mit dem Themenschwerpunkt „Was uns bewegt! Emotionen in Politik und Gesellschaft“. ? Dieses Heft lenkt das Augenmerk bereits 2018 auf das Thema und stellt zur Diskussion, was politische Bildner/-innen bewegt: Emotionen in Politik und Gesellschaft.
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