Nervige Smartphones im Unterricht sinnvoll einsetzen

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Neue Studien und hilfreiches Unterrichtsmaterial

Schülerinnen und Schüler müssen für ihre Zukunft lernen, die Potenziale neuer Technologien kreativ zu nutzen. Was sind die Voraussetzungen für einen sinnvollen und konstruktiven Einsatz von Smartphones im Unterricht?

Es klingelt, blinkt, vibriert und manchmal spricht es auch mit uns. Das Smartphone ist für viele Menschen ein ständiger Begleiter und aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: Laut der JIM-Studie („Jugend, Information, Multi-Media“) des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest besitzen 81 Prozent aller 12- bis 13-jährigen ein Smartphone. Bei den 16- bis 17-Jährigen sind es 93 Prozent. Die beliebteste Beschäftigung mit dem Gerät: SMS und Nachrichten verschicken. Jeder Fünfte nutzt sein Smartphone sogar häufiger als 50-mal pro Tag.

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Lehrerinnen und Lehrer können ein Lied davon singen. Wie, so fragen sich viele, soll ich konstruktiv unterrichten, wenn meine Schüler lieber auf ihr Smartphone schauen als auf die Tafel? Eine jüngst erschienene Studie der London School of Economics fand jüngst heraus, dass sich die Leistungen von Schülern verbesserten, wenn diese ihr Handy in der Schule nicht nutzen durften.   Aber es gibt auch Untersuchungen, die positive Auswirkungen von Smartphones im Unterricht aufzeigen: So berichten die Psychologen Groebel und Wiedermann in ihrer Metastudie Digitale Lernwerkzeuge von einer deutsch-schweizerischer Kooperation, bei der Forscher eine Grundschulklasse für zwei Jahre mit Smartphones für den Unterricht ausstatteten. Deren Fazit: Dank der digitalen Geräte konnten die Schüler besser in ihrem eigenen Tempo arbeiten. Ebenso zeigte sich, dass sich durch die neue Technik die Schüler untereinander öfter austauschten sowie mit den Lehrkräften häufiger ins Gespräch kamen.

Um Handys sinnvoll im Unterricht einsetzen zu können, müssen die Schüler jedoch zunächst ein gewisses Maß an Kompetenz im Umgang mit dem Medium erlangen. Die Bedienung der Smartphones ist den Jugendlichen zwar vertrauter als den Erwachsenen, dennoch mangelt es ihnen oft an einem tieferen Verständnis der Technik, des eigenen Nutzungsverhaltens sowie der Fähigkeit, sie kritisch zu hinterfragen. Die Folge – in den Worten des Psychologen Hermann Körndle, Professor für die Psychologie des Lehrens und Lernens an der Technischen Universität Dresden: „Inkompetente Nutzer bleiben doof.“ Hier können Materialien wie das Unterrichtsmodul Mein Handy, meine Freunde und ich helfen. Es unterstützt Lehrerinnen und Lehrer dabei, anhand von Gesprächen, Fragerunden und Diskussionen folgende Fragestellungen zu vertiefen: Was unterscheidet ein Handy vom Smartphone? Wozu nutze ich mein Smartphone? Handy-Etikette – Was gehört sich, und was nicht? Aber auch Fragen rund um den Handvertrag können und sollten im Unterricht aufgegriffen werden, beispielweise in Form einer Unterrichtseinheit zum Verstehen und Vergleichen von Handyverträgen.

Unterrichtsmodul Mein Handy meinunterricht_unterrichtseinheit_handyvertraege

Weitere Materialien zum Thema haben wir hier zusammengestellt. Die Projektarbeiten, Experimente und Medientagebücher untersuchen die Mediennutzung Ihrer Schüler, hinterfragen kritisch den Umgang mit Handy und Co und zeigen Wege auf, digitale Technologien kreativ in den Unterricht einzubinden.

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