5 Bloganbieter im Vergleich

Evgenia Danilevic Veröffentlicht am
23. Bloganbieter

Vor zwei Wochen haben wir über LehrerInnen im Netz – die bloggenden LehrerInnen – berichtet und festgestellt, dass sie schon lange nicht mehr die Exoten unter den BloggerInnen sind. Neben den Inhalten, die zum großen Teil einen vorher nicht dagewesenen Einblick in den Schulalltag und alle damit verbundenen Schwierigkeiten bieten, wirkt auch die Aufmachung vieler Blogs bereits recht professionell. Die LehrerInnen gehen sehr selbstbewusst mit dem Medium um. Jedes Blog hat seinen eigenen Charme und seinen ganz persönlichen Mehrwert für den Leser. Und dennoch, es würde wahrscheinlich nicht nur mich freuen, noch mehr LehrerInnen zu sehen, die sich an einen Blog trauen und ihre Erfahrungen aus dem Schulalltag mit uns teilen würden. Da die Blogger-Welt für die Neueinsteiger (und nicht nur für sie) recht unstrukturiert und unübersichtlich erscheinen kann, möchte ich an dieser Stelle eine kleine Auswahl an kostenlosen Blog-Anbietern vorstellen, die für einen Neuling auf dem Gebiet in Frage kommen könnten. Es wäre ja sehr schade, wenn LehrerInnen uns ihre Erfahrungen aufgrund von technischen Hürden oder der Unübersichtlichkeit der Anbieter vorenthalten würden.

WordPress (http://de.wordpress.com/)

Das Blog, das Sie gerade lesen, ist ein WordPress-Blog. WordPress hat nicht nur in den USA, sondern mittlerweile auch in Deutschland eine große Community. Das Content Management System (CMS) von WordPress ist übersichtlich und leicht zu bedienen. Es gibt viele Designs und eine gute Unterstützung seitens des Supports, Fragen werden schnell und kompetent beantwortet. WordPress ist für Neulinge sehr gut geeignet, vor allem, weil es auch Raum zum Wachsen bietet. Wer nicht mehr nur die einfachste Version nutzen will, kann viele Zusätze (Add-Ons, Plug-Ins) installieren. Wer also eine Domain bei WordPress erstellt (name.wordpress.com), kann vieles kostenlos nutzen, so zum Beispiel Analyse-Features, mit denen man einsehen kann, wie viele Leser und Abonnenten es gibt oder woher sie kommen. Die Anmeldung ist leicht und unkompliziert und in weniger Minuten geschafft. Große Namen haben sich bereits für WordPress entschieden, so die New York Times oder BBC America (http://vip.wordpress.com/tag/cms/). Wer sich also für diesen Anbieter entscheidet, kann nicht viel falsch machen.

Blogger.com (http://blogger.com/)

Hierbei handelt es sich um den zweiten kostenlosen Blog-Anbieter, der bereits eine große Community bieten kann. Diese ist jedoch vorwiegend nicht-deutschsprachig, was für LehrerInnen aus Deutschland vielleicht nicht besonders vorteilhaft ist. Für solche, die sich auch auf Englisch gut verständigen können, bringt es einige Vorteile mit sich, wie schnelle Hilfe von anderen Bloggern, einfache Kommunikation und Erfahrungsaustausch. Dieser Dienst ist allerdings nur für diejenigen verfügbar, die ein Google-Konto haben. Dann ist die Registrierung jedoch ganz einfach und schnell durchgeführt. Wie WordPress, bietet auch Blogger.com viele Gestaltungsmöglichkeiten, eine einfache Bedienung und Übersichtlichkeit.

Blogger.de (http://www.blogger.de/)

Im Gegensatz zu Blogger.com hat Blogger.de eine große deutschsprachige Community, die gut zusammenhält und sehr aktiv ist. Die Bedienung von Blogger.de könnte ein wenig einfacher sein, hier wird definitiv etwas mehr Wissen und Erfahrung vorausgesetzt als bei den ersten zwei vorgestellten Blog-Anbietern. Dabei ist der Support nicht unbedingt der beste, was anfangs vielleicht einige Hürden für Anfänger darstellen könnte. Man kann sich aber auch bei Fragen von der Community helfen lassen. Interessant ist auch, dass kommerziell ausgerichtete Blogs bei diesem Anbieter nicht gestattet sind, was für manche eine willkommene Regel sein dürfte. Wer Blogger.de nutzen möchte, muss also etwas Zeit und Mühe für die Einarbeitung einplanen, profitiert jedoch von einer großen und engagierten Community.

Blog.de (http://blog.de/)

Bei diesem Anbieter ist die Bedienung ganz auf Deutsch, es bietet daher auch Nutzern ohne Englischkenntnisse eine gute Plattform. Bei den kostenlosen Blogs werden Werbebanner geschaltet, die vielleicht den einen oder anderen stören könnten. Auch ist die Unterstützung seitens der Betreiber und die Auswahl an Funktionen, die bei einem kostenlosen Blog zur Verfügung stehen, etwas eingeschränkt. Die angenehme Optik, gute redaktionelle Möglichkeiten und die große deutschsprachige Community stellen sich bei diesem Anbieter als Pluspunkte heraus. Auch hier gibt es eine Möglichkeit, bei Wunsch seinen Blog zu professionalisieren und für einen geringen Aufpreis weitere Funktionen buchen.

Twoday.net (http://twoday.net/)

Twoday.de kann man natürlich noch zu den kostenlosen Anbietern zählen, allerdings bietet es wenig Speicherplatz. Eine Erweiterung ist dabei ziemlich teuer, sodass dieser Anbieter sich eher zum Reinschnuppern eignet. Die deutschsprachige Community ist auch hier sehr groß, die Bedienung leicht und übersichtlich und der Support seitens der Betreiber ist schnell und kompetent. Für den allerersten Versuch ist dieser Anbieter also auch bestens geeignet.

Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, nicht nur Texte zu Bloggen, sondern auch Bilder oder Videos, was die Auswahl auf Anbieter wie tumblr oder Pinterest erweitern würde. Einen Artikel zu den Möglichkeiten, sowie Vor- und Nachteilen eines solchen Blogs hat Charlott Tornow bereits hier geschrieben. Ich hoffe, dass einige LehrerInnen sich durch diese durchaus erfreuliche Auswahl an vielen guten und kostenlosen Blog-Anbietern dazu ermutigt fühlen werden, auch einen eigenen Blog zu starten.

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