Kennenlernspiele für die Schule: Ausgewählte Spiele für die ersten Stunden in einer neuen Klasse

Kennenlernspiele bieten die Chance, dass neue Schüler schnell und unkompliziert miteinander vertraut werden. Sie kommen durch ihre auflockernde Art bei den Schülern gut an und bringen Schwung in die ersten Stunden in einer neuen Gruppe oder Klasse. Wir haben euch einige beliebte Kennenlernspiele für die Schule zusammengestellt.

Kennenlernspiele in der Schule sind ideal, um neue Mitschüler (und neue Lehrer) kennenzulernen. Dies gilt insbesondere für die ersten Stunden nach den Ferien, in denen manche Schüler mit dem Kopf noch halb im Urlaub sind, andere dagegen vor Anspannung kaum ruhig sitzen können. Auch schaffen Kennenlernspiele in der Schule die Grundlage für gegenseitiges Vertrauen und bringen jede Menge Spaß ins Klassenzimmer. Hier kommt unser Best-of!

Kennenlernspiele für die Grundschule und Mittelstufe

Mit Begrüßungen aus aller Welt starten

Mit dem Spiel „Begrüßungen aus aller Welt“ lernen sich die Schüler handfest und auf internationale Art kennen. Es eignet sich perfekt für die erste Stunde nach den Ferien und ist auch ein gutes Icebreaker-Spiel. An Materialien benötigt werden Zettel und Stifte. Das Spiel dauert rund 10 Minuten.

Und so geht’s: Jede der nachfolgenden Begrüßungsarten wird auf je zwei Zettel geschrieben und die Zettel danach verteilt. Die Gesamtzahl der Zettel muss der Schülerzahl entsprechen. Nachdem die Zettel von den SuS gezogen wurden, müssen sich nun, ohne einen Mucks von sich zu geben, die beiden „Landsleute“ durch die jeweilige Begrüßungsgeste finden. Anschließend werden die Zettel zurückgegeben und eine neue Runde beginnt.

Mögliche Begrüßungsarten sind:

– Indien: mit gefalteten Händen verbeugen

– Europa: Hände schütteln

– China: mit aufeinander liegenden Händen verbeugen

– Russland: Bruderkuss

– Japan: Tiefe Verbeugungen, kniend

– Eskimo: Nasen aneinander reiben

– Haiti: überlanges Händeschütteln mit wiederholten Verbeugungen

– Mexiko: Brust an Brust sich auf die Schulter klopfen

– Hawaii: Surfergruß, rechte Hand zur Faust ballen aber Daumen und kleinen Finger spreizen (Shaka)

– etc.

Verbindungen schaffen mit dem Kennenlernspiel „Spinnennetz“

Dieses Kennenlernspiel ist auch unter den Namen „Wollknäuel“ und „Fadennetz“ bekannt. Es ist einfach umzusetzen, bedarf keiner großen Vorbereitung und dauert rund 10 Minuten.

Und so geht’s: Die SuS stellen sich im Kreis auf. Die Lehrkraft beginnt mit dem Spiel und nennt ihren Namen sowie weitere Infos über sich („Ich heiße Marie, bin 30 Jahre alt, gehe gerne ins Theater und mag Pizza“). Nun wirft sie den Wollknäuel irgendeinem Schüler zu. Sie hält dabei den Anfang der Schnur fest in der Hand. Das Kind stellt sich kurz vor und wirft die Wolle an ein nächstes Kind aus dem Kreis. Den Faden hält jeder Schüler dabei fest in der Hand. So ergibt sich Schritt für Schritt ein Spinnennetz zwischen den Schülern. Das Spiel ist vorbei, sobald sich jeder vorgestellt hat.

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Kennenlernspiel für Naschkatzen: „Flower Power“

Das Kennenlernspiel „Flower Power“ eignet sich ideal für eine Grundschulklasse, insbesondere, wenn sich Lehrer und Schüler noch nicht kennen. Ihr benötigt dafür: Eine Tafel, bunte Kreide und mindestens eine Packung M&M’s (oder Smarties) …

Und so geht’s: Auf die Tafel schreibt ihr eine kleine Übersicht mit verschiedenen Farbfeldern und dazugehörigen Fragen: Rot: Nenne dein Lieblingsbuch. Orange: Was ist dein Lieblingslied? Gelb: Deine Lieblingsfächer? … Danach kommt die Schokolade zum Einsatz: Jedes Kind zieht eine aus der Packung und muss, je nachdem, welche Farbe es gezogen hat, die dazugehörige Frage beantworten. Die Schokolade gibt’s dann als süße Belohnung, nachdem es die Frage beantwortet hat.

 

Kennenlernspiele für neue Lehrer: Einen persönlichen Brief schreiben

In den ersten Stunden nach den Ferien müssen sich nicht nur die Schüler untereinander kennenlernen, sondern auch oft Lehrer und Schüler – so zum Beispiel bei der Übernahme einer neuen Klasse. Eine bewährte, gute Methode dafür ist der persönliche Brief.

Und so geht’s: In dem Brief kann zum Beispiel stehen wo ihr wohnt, was eure Hobbys sind oder ob ihr Kinder oder Haustiere habt. Jeder Schüler bekommt in der ersten Stunde ein Exemplar des Briefes von euch ausgehändigt und dazu die Aufgabe, ebenso einen Brief über sich selbst zu schreiben. So schlägt man auch gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Man lernt Persönliches über seine neuen Schüler kennen, schafft so die Basis für ein Vertrauensverhältnis und bekommt dazu einen ersten Eindruck über die Schreibkompetenz der neuen Schüler.

Ein Kennenlernspiel zum An-die-Decke-gehen: „Luftballon“

Mit dem Spiel „Luftballon“ lernen die Schüler auf spielerische Weise die Namen ihrer Mitschüler kennen. Alles, was man dafür benötigt, sind jede Menge Luftballons und Stifte.

Und so geht’s: Jeder Schüler erhält einen Luftballon, bläst ihn auf und schreibt seinen Namen darauf. Auf ein Signal der Lehrkraft werfen dann alle ihren Luftballon in die Höhe und schnappen sich einen beliebigen anderen Ballon. Sie suchen nun den Mitschüler, dessen Namen am Ballon steht und begrüßen ihn (und geben den Ballon zurück). Anschließend beginnt eine neue Runde.

 

Die erste Stunde nach den (Winter-)Ferien mit einer ordentlichen Schneeballschlacht einläuten

Bei diesem Kennenlern- und Icebreaker-Spiel geht es etwas dynamischer zu. Es werden Stifte, Papier und starke Nerven benötigt. Dauer: rund 10 Minuten.

Und so geht’s: Jeder Schüler schreibt drei Eigenschaften von sich auf einen Zettel. Die Zettel werden zusammengeknüllt und es steigt eine große Zettel-Schneeballschlacht (ca. eine Minute lang). Danach schnappt sich jeder Schüler einen Zettel-Schneeball und versucht den Mitschüler ausfindig zu machen, dem der Zettel gehört. Anschließend stellen die SuS ihren Mitschüler der Klasse vor und berichten kurz, was sie über ihn gelernt haben.

Kennenlernspiel: Impulskarten

In diesem Kennenlernspiel bekommen die Schüler Impulskarten an die Hand und so die Möglichkeit zum Erzählen und Austauschen.

Und so geht’s: Die Klasse kommt in kleinen Sitzkreisen oder rotierenden Partnerkreisen zusammen. Jeder Schüler zieht ein Kärtchen aus einer Box. Darauf steht ein Satzanfang, eine Impulsidee oder ein Szenario, zu dem die Kinder etwas erzählen sollen, zum Beispiel: „In welcher Sportart würde ich gerne eine olympische Medaille gewinnen?“, „Mein Ziel für dieses Jahr ist …“, „Der beste/schlimmste erste Schultag, den ich jemals erlebt habe, war …“.

So bekommen die Kinder einen klaren Impuls und können sich ihrem Gegenüber öffnen und einen Austausch über ein Thema oder ein Erlebnis starten. Das Spiel lässt sich mit mehreren wechselnden Gruppen durchführen.

Für alle Klassenstufen

„Dies oder das“: Kennenlernspiel für lebhafte Diskussionen in der Oberstufe wie in der Grundschule

„Dies oder das“ ist ein Kennenlernspiel, das auf spielerische Weise die Schüler zum Debattieren anregt und es ihnen leichter macht, vor Gruppen zu sprechen. Je nach Fragestellung kann dieses Kennenlernspiel auch in der Oberstufe angewendet werden.

Und so geht’s: Die Lehrkraft stellt eine Frage (etwa: „Welches ist das bessere Haustier: Katze oder Hund?“). Die Schüler müssen nun darauf reagieren, indem sie sich im Klassenraum an die Seite bewegen, die ihrer Meinung entspricht. In unserem Fall ist die linke Hälfte des Raums für die Hundeliebhaber vorbehalten, die rechte für die Katzenfreunde. Danach müssen sie erklären, warum sie für Katze oder Hund sind.

Weitere Beispiele für Dies-oder-das-Fragen:

– Möchtest du lieber in der Stadt oder auf dem Land leben?

– Was macht mehr Spaß: Sport machen oder Sport gucken?

– Möchtest du lieber ein 3-Gänge-Menü kochen oder für 3 Stunden shoppen gehen?

Der Klassiker unter den Kennenlernspielen für die Schule: Die Kugellager-Methode

Kugellager ist eine vielseitige Methode für Groß wie Klein, ein Kennenlernspiel für die Oberstufe, die 5. Klasse und die Grundschule. Es sorgt für eine entspannte Gesprächsatmosphäre, in der sich die SuS unbefangen zu einem Thema oder über sich selbst äußern können.

Und so geht’s: Die Schüler stellen sich paarweise in einem Innen- und einem Außenkreis mit dem Gesicht zueinander auf. Die Lehrkraft gibt nun einen Impuls zum Gespräch (Beispiele: Mein Lieblingstier – Etwas, das ich gut kann – Ein schönes Erlebnis aus den letzten Ferien) und eine Zeitvorgabe (z.B. 2-3 min). 

Nach Ablauf der vorgegebenen Zeit gibt die Lehrkraft ein Zeichen, worauf alle mit ihren Gesprächen aufhören. Nun teilt sie die Rotationsregel mit (etwa: „Der Innenkreis bewegt sich zwei Plätze nach links. Der Außenkreis einen Platz nach rechts.“)  Eine neue Gesprächsrunde beginnt. Je abwechslungsreicher die vorgegebenen Impulse, desto besser.

„Gruppen und Reihen“: Kennenlernspiel für Schüler aller Stufen

Einfach zu verstehen und unkompliziert in der Umsetzung: „Gruppen und Reihen“ ist ein Icebreaker und Kennenlernspiel, das sich an die Gemeinsamkeiten der Schüler richtet. Es funktioniert – je nach Aufgabenstellung – in der Oberstufe wie auch in der Grundschule.

Und so geht`s: Die Lehrkraft gibt den Impuls vor und sagt, in welcher Form (Reihe oder Gruppe) und nach welchem thematischen Fokus sich die Schüler anordnen sollen. Zum Beispiel:

– Reiht euch in alphabetischer Reihenfolge nach euren Vornamen auf.

– Gruppiert euch zusammen mit allen, die die gleiche Augenfarbe haben.

– Reiht euch in alphabetischer Reihenfolge nach euren Nachnamen auf.

– Gruppiert euch zusammen mit allen, die die gleiche Lieblingsjahreszeit haben.

Um ein bisschen die Spannung zu erhöhen, kann das Ganze auch mit einer Zeitvorgabe (etwa eine Minute pro Spiel) versehen werden.

Weitere Ideen und Unterrichtsmaterial

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