Unterrichtsmaterialien Methoden: Ganze Werke Seite 4/15
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Geschichte
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Europäisierung
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Zuerst war Napoleon
Napoleon beendete die Kleinstaaterei der deutschen Territorien und schaffte somit die Voraussetzungen für den späteren Föderalismus. Er brachte das erste „Bürgerliche Gesetzbuch“ nach Deutschland, begründete den preußisch-österreichischen Dualismus des 19. Jahrhunderts und trieb indirekt die Heeresreform Preußens voran. Der Russlandfeldzug 1812 läutete den Anfang vom Ende der napoleonischen Herrschaft ein. Er ist bis heute ein Sinnbild für militärische Meisterleistung und menschliche Tragödie gleichermaßen. Der Wiener Kongress, der dem verwüsteten Europa eine neue alte Ordnung geben sollte, wurde zum Begründer der Kongressdiplomatie. Der vorliegende Beitrag beleuchtet die Zeit von 1812 bis 1815 anhand zahlreicher Text- sowie Bildquellen und gibt Gelegenheit zu Reflexion und Diskussion.
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Digital History
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Sallust. Bellum Iugurthinum
Im Krieg gegen den numidischen König Jugurtha ist wie in kaum einer anderen Episode der römischen Geschichte die innen- und außenpolitische Krise der Republik zum Ausdruck gekommen. Der Geschichtsschreiber Sallust hat dieser im Bellum Iugurthinum ein literarisches Denkmal gesetzt. Der Band bietet neben einer Einführung und einem Lesetext, einen umfassenden Studienkommentar, der die Originallektüre erleichtert.
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Ortsgeschichte erforschen
Wofür steht dieses Denkmal? An wen erinnert dieser Stolperstein? Und warum befindet sich dieses Gebäude unter Denkmalschutz? Diese Unterrichtseinheit leitet die Schülerinnen und Schüler fachlich und methodisch an, sich mit der Geschichte ihres Ortes auseinanderzusetzen. Die Lernenden formulieren eigenständig Fragen und suchen nach Antworten. So erfahren sie auch, was Erinnerungskultur ausmacht und wie wichtig es ist, sich kritisch mit Geschichte und Gedenken auseinanderzusetzen.
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Einiges Europa?
"Quo Vadis Europa?" Auf den ersten Blick mag dies keine klassische Frage für den Geschichtsunterricht sein. Und dennoch: sie geht uns alle an, auch unsere Schüler:innen. Europa ist im Zeichen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Jahr 2022 wieder ganz neu auf die politische Agenda getreten: Angesichts der Bedrohung von Frieden, Sicherheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Wohlstand wird die Besinnung auf gemeinsame Werte und Überzeugungen, aber auch gemeinsame Interessen immer wichtiger. Auch vor diesem Hintergrund scheint eine Auseinandersetzung mit den Entstehungs- und Entwicklungsprozessen der EU sowie den damit verbundenen Herausforderungen, Chancen und Hoffnungen aus historischer Perspektive sinnvoll und angebracht. Der europäische Einigungsprozess im 20. und 21. Jahrhundert, der maßgeblich durch die Erfahrung zweier Weltkriege vorangetrieben wurde, ist immer ein spannungsreicher, fragiler und von Rückschlägen bedrohter Prozess gewesen und ist es auch heute noch. Der Geschichtsunterricht kann dazu beitragen, jungen Menschen ein Verständnis für die Bedingungen, Verläufe und Folgen dieser Einigungsbestrebungen zu vermitteln, sicher auch in der Hoffnung, dass sich auch die nächsten Generationen diese Bestrebungen zu eigen machen werden. Die vorliegende Ausgabe von Geschichte lernen will mit ihren Unterrichtsbeiträgen Anregungen geben, sich anhand einzelner wichtiger Stationen der letzten hundert Jahre mit diesen Einigungsprozessen kritisch auseinanderzusetzen.
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Kirchengeschichte
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Herodot. Historien. Buch III
Herodots Geschichtswerk zählt zu den zentralen Texten in vielen altertumswissenschaftlichen Disziplinen. Das dritte Buch enthält einige der bekanntesten Passagen der Historien. Neben einer Einführung zu Autor, Werk und Sprache bietet der Band einen Lesetext mit einem Studienkommentar, der sprachliche Schwierigkeiten erklärt. Ein Vokabelverzeichnis hilft beim Lernen der wichtigsten Wörter.
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Grundzüge der Außereuropäischen Christentumsgeschichte
Die Mehrheit der christlichen Weltbevölkerung lebt heute im globalen Süden. Kenntnisse ihrer Geschichte sind darum unerlässlich. Dieses Lehrbuch bietet einen ebenso kompakten wie anschaulichen Überblick über die Christentumsgeschichte Asiens, Afrikas und Lateinamerikas seit ca. 1450. Vielfalt und Verflechtung, lokale Akteure und globale Auswirkungen stehen im Fokus der Darstellung. Karten, Abbildungen und zahlreiche Fotos sowie laufende Verweise auf leicht zugängliche Quellentexte unterstützen das Selbststudium und die Gestaltung des Unterrichts.
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Serien im Geschichtsunterricht
„Babylon Berlin“ gilt als die bislang erfolgreichste und teuerste deutsche Fernsehserie. Sie prägt unser Bild der Weimarer Republik, indem sie selber mit historischen Bildern spielt. Der Beitrag von Hanno Hochmuth und Bettina Köhler widmet sich sowohl der detailverliebten Abbildungsebene als auch dem Geschichtsbild von „Babylon Berlin“. Es wird gezeigt, wie in der Serie Abstriche von der historischen Genauigkeit gemacht werden und wie hierbei Geschichtsvergessenheit und Geschichtsversessenheit aufeinandertreffen. Darüber hinaus geht es um den Bildgebrauch in einer Serie, in der die Produktion von Bildern ständig thematisiert wird. Im Hinblick auf den Einsatz von „Babylon Berlin“ im Schulunterricht wird diskutiert, wie historische Filme und Serien dabei helfen können, einen multiperspektivischen Blick auf die Geschichte zu richten, und warum Filmkompetenz eine wichtige historische Kompetenz bildet. Geschichtliche Serien mit komplexer Story und Narrationsstruktur, einer oftmals opulenten Ausstattung und historischen Bezügen liegen im Trend. Englischsprachige sowie deutsche Produktionen stehen nicht nur in der Gunst von Jurymitgliedern sehr hoch, sondern sind auch beim Publikum überaus beliebt und führen zu millionenfachen Abrufen in Mediatheken und Streamingangeboten. Durch die länger zur Verfügung stehende erzählte Zeit, eine starke emotionale Bindung an die eingeführten Figuren und dramatisch zugespitzte Handlungsverläufe entfalten Geschichtsserien eine große Wirkmacht und prägen Vorstellungen der Zuschauer*innen über die historischen Ereignisse bzw. Epochen. Dies muss keineswegs negativ sein, sondern lässt sich gewinnbringend für historische Lernprozesse nutzen, wie Britta Wehen-Peters in ihrem Beitrag beschreibt. Indem Schüler*innen sich mit Fragen nach den produktseitigen Darstellungsstrategien und den individuellen Aneignungsprozesse auf Rezipientenseite auseinandersetzen, lassen sich sowohl Einsichten in Grundprinzipien von Geschichte als auch in geschichtskulturelle Diskussionen gewinnen.
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Geschichte in Spielen - Was steckt dahinter
Spiele für Geschichte nutzen: Die Spielebranche boomt. Ob klassisch als Brettspiel, an der Konsole oder auf dem Computer, Kinder und Jugendliche sind begeistert von Spielen jedweder Art. Machen Sie sich die Freude am Spielen für Ihren Geschichtsunterricht zunutze! Dieser Band erklärt Ihnen, wie das geht und bietet Ihnen 20 Unterrichtsideen für das spielerische Lernen im Geschichtsunterricht. Tolle Ideen für analoge und digitale Spiele: Sie erhalten eine ausführliche Einleitung zum Unterrichten mit Spielen sowie Hinweise zum Lernen mit analogen und digitalen Spielen. In 20 Unterrichtseinheiten können Sie unterschiedliche methodische Ansätze anwenden. So sind einige Spiele analytisch ausgerichtet, andere beschäftigen sich mit dem selbstständigen Erarbeiten historischer Inhalte und wieder andere haben die Erstellung eigener Lernprodukte im Fokus. Mit diesem Band schaffen Sie sich eine tolle Möglichkeit, einen abwechslungsreichen und schülernahen Geschichtsunterricht in der Sekundarstufe I und II zu realisieren. Klare Hinweise, schnelle Umsetzung: Zu jeder Spieleeinheit finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, Tipps zu möglichen Fallstricken, Hinweise zur Differenzierung und Weiterarbeit, Angaben zur Klassenstufe, Dauer, fachlichen Voraussetzungen sowie alle weiteren Informationen, die Sie für einen gelungenen Unterricht benötigen. Alle notwendigen Materialien erhalten Sie als Kopiervorlagen oder digitales Zusatzmaterial. Der Band enthält: Eine allgemeine Einführung zu Spielen als Darstellungsform von Geschichte und zum Lernen mit analogen und digitalen Spielen im Geschichtsunterricht; 20 Unterrichtsideen mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen, gegliedert nach den zentralen Lehrplanthemen; farbige Abbildungen und Vorlagen als digitales Zusatzmaterial. Inhaltliche Schwerpunkte: Unterrichtsverlauf; Erarbeitung; Spiele; Methoden; Kompetenzorientierung; Handlungsorientierung; Geschichtskultur; Lernmedien.
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Frühe Kulturen
„Das Phantom von Uruk“ – „Fahndung nach König Gilgamesch“ – „Stunde Null im Keltenreich“. Diese Titel der populären Fernsehserie Terra X zeigen: Frühe Kulturen faszinieren. Da die Überlieferungslage dünn ist bzw. zur Rekonstruktion dieser Lebenswelten verschiedene wissenschaftliche Disziplinen zusammenarbeiten müssen, wohnt den frühen Kulturen ein Geheimnis inne, das gelüftet werden will. Die Erforschung gleicht einer Detektivarbeit und doch gelingt es häufig nur in Ansätzen, das Mysterium zu entschlüsseln. Für den Schulunterricht heißt das, die Lernenden müssen sich ebenfalls mit unterschiedlichen Quellen und Zugangsweisen beschäftigen, um ein Bild des Lebens vor Tausenden von Jahren zu erhalten. Und auch sie lassen sich faszinieren vom Unbekannten und von dem Puzzle historischer Fragmente, das sie zusammensetzen müssen, um zu Erkenntnissen zu gelangen. Die im vorliegenden Heft behandelten Themen sind nicht nur attraktiv für den Anfangsunterricht, in dem Beispiele früher Kulturen in den Bildungsplänen in der Regeln verortet sind, sondern auch ältere Schülerinnen und Schüler finden die Beschäftigung mit denselben spannend. Insofern soll dieses Heft auch Anregungen bieten für Vertretungsstunden oder Projekttage, in denen auf diese Weise ein Eintauchen in frühe fremde Welten ermöglicht werden kann.
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Denkmäler im Geschichtsunterricht thematisieren
Denkmäler geben Auskunft, welche Bestandteile der Vergangenheit für eine Gruppe von Menschen bewahrenswert erschienen, was nicht vergessen werden sollte. Für den Geschichtsunterricht sind sie deshalb ein überaus geeignetes Medium: Sie bieten Interpretationen und Instrumentalisierungen der Vergangenheit aus und zu verschiedenen Zeiten an. Ihnen wohnt erhebliches Lernpotenzial inne. Die Materialien in diesem Heft ermöglichen es Schülerinnen und Schülern, sich mit Denkmälern als vielschichtigen Zeugnissen der Geschichtskultur auseinanderzusetzen. Anhand konkreter Beispiele wird auch methodisches Wissen vermittelt, das zur Betrachtung von Denkmälern vor Ort angewandt werden kann.
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Examenstrainer Geschichtsdidaktik
Für Lehramtsstudierende ist die Didaktik zunächst ein theoretisches Feld. Erst im Referendariat muss didaktisches Basiswissen praktisch umgesetzt werden. Aber Theorie und Praxis sollen bereits für Prüfungen sitzen – gerade mit Blick auf das Examen. Dieser Band vermittelt Chancen und Grenzen von Medien und Orten historischen Lernens sowie die didaktisch praxistaugliche Unterrichtsplanung für Studierende der Geschichte. Eine ideale Vorbereitung für Prüfungen, Staatsexamen und Schulstunden.
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Archive als historische Lernorte
Archive als historische Lernorte
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Gegen das Vergessen
Die meisten unserer gesetzlichen Feiertage haben eine lange religiöse Tradition, auch wenn die Bedeutung der Kirche in der Gesellschaft im Allgemeinen abgenommen hat. Daneben gibt es staatliche Feiertage wie den 3. Oktober oder Gedenktage wie den 27. Januar. Diese Erinnerungsanlässe bieten vielfältige Möglichkeiten zur Geschichtsvermittlung. In welchem historischen Kontext stehen sie? Hat sich ein Bedeutungswandel vollzogen? Oder wie stark sind sie im Bewusstsein der Menschen verankert? Die vorliegenden Unterrichtsmaterialien werfen einen Blick auf die Tradition von staatlichen Gedenk- und Feiertagen seit 1871. Dabei stehen neben ihrer Geschichte vor allem ihre Wahrnehmung zu unterschiedlichen Zeiten, ihr Stellenwert in der Gesellschaft und ihre demokratischen Traditionslinien im Fokus.
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Mindmap, KAWA, KAGA im Geschichtsunterricht 7-8
So fördern Sie nachhaltiges Lernen: Für Schüler*innen der Klassen 7 und 8 in der Sekundarstufe I ist es manchmal gar nicht so einfach, die Inhalte, Jahreszahlen und Fakten im Geschichtsunterricht zu lernen und langfristig zu behalten. Häufig werden Inhalte für Klassenarbeiten stupide gepaukt und sind spätestens in der nächsten Geschichtsstunde wieder vergessen. Mit den Arbeitsmaterialien dieses Bandes unterstützen Sie Ihre Siebst- und Achtklässler*innen beim nachhaltigen Lernen und Verknüpfen von Inhalten. Ein Wissensnetz erarbeiten: Um nachhaltig zu lernen und Inhalte miteinander verknüpfen zu können, ist es hilfreich, eigene Mindmaps zu erstellen. In diesem Band finden Sie dazu viele hilfreiche Materialien für die Lernplanthemen im Geschichtsunterricht. Jedes Thema wird mit einem eigenen Text erarbeitet, der jeweils in zweifacher Differenzierung angeboten wird. Die Schüler*innen werden durch kleinschrittige Arbeitsanweisungen angeleitet und überführen das Gelernte so Schritt für Schritt in ihr Mindmap, ein KAGA oder ein KAWA. Zusätzliche Hilfestellungen: Für Schüler*innen, die anfänglich noch Unterstützung bei der Erstellung ihrer eigenen Wissensnetze und Gedankenlandkarten benötigen, bietet der Band Hilfestellungen anhand vorstrukturierter Mindmaps. Zu jedem Thema finden Sie außerdem einen ausgearbeiteten Lösungsvorschlag. Die Themen: Ständeordnung im Mittelalter; Wandel des Weltbildes; Der Buchdruck; Absolutismus unter Ludwig XIV.; Die Französische Revolution; Großbritannien als Pionier der Industrialisierung; Die Soziale Frage. Der Band enthält: Eine knappe didaktisch-methodische Einführung; zweifach-differenzierte Texte und Arbeitsaufträge zur Erstellung von Mindmaps, KAWAs und KAGAs; Hilfestellungen und ausgearbeitete Lösungsvorschläge. Inhaltliche Schwerpunkte: Mindmaps; KAWAs; KAGAs erstellen im Geschichtsunterricht; vernetztes Denken fördern im Geschichtsunterricht differenzierte Materialien für das Fach Geschichte; Lehrplanthemen Geschichte Klasse 7/8 erarbeiten; Lernen nach der Methode von Vera F. Birkenbihl im Fach Geschichte; Wissensnetz aufbauen im Fach Geschichte KAGAs Mittelalter Geschichte 7/8; KAGAs Frühe Neuzeit Geschichte 7/8.
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Hadithhermeneutik
Der Hadith – die Überlieferung der Taten und Worte des Propheten Mohammed – zählt zu den wichtigsten schriftlichen Quellen des Islam. Seine Überlieferung, Interpretation und Wirkungsgeschichte werden hier systematisch dargestellt. Neben hermeneutischen Grundlagen wird ein konkretes Analyseschema für den Hadith präsentiert. Für eine neue Perspektive auf eine traditionsreiche Quelle.
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Urteilsbildung im Geschichtsunterricht
Das vorliegende Heft richtet den Blick auf einen Kernbereich des Geschichtsunterrichts, nämlich den Prozess der historischen Urteilsbildung. Wir hoffen, durch praktische Hinweise und Unterrichtsbeispiele aus verschiedenen Epochen den Leserinnen und Lesern Wege aufzeigen zu können, wie sie Lernende sukzessive dazu anleiten können, sich reflektierte Sach- und Werturteile zu bilden und diese zu formulieren. Dass wir dabei einen Fokus auf den frühen Geschichtsunterricht gelegt haben, ist unserer tiefen Überzeugung geschuldet, dass sich Urteilskompetenz im Laufe der Schullaufbahn umso stärker ausprägt, je früher damit begonnen wird. Die gegenwärtige Schülerschaft erlebt gewaltige gesellschaftliche Transformationsprozesse und muss erkennen, dass vermeintliche Gewissheiten, wie eine stabile Friedensordnung in Europa, ins Wanken geraten. Dabei tritt immer deutlicher zu Tage, wie eng politische Entscheidungen mit z.B. ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten verbunden sind. All das fordert das Urteilsvermögen unserer Lernenden heraus. Zudem wird es für sie zunehmend schwieriger, sich zu informieren bzw. belastbare und unseriöse Quellen voneinander zu unterscheiden. Besonders die von ihnen stark frequentierten sozialen Medien sind der Raum, in dem Verschwörungstheorien und „Fake News“ um sich greifen, deren Schein-Plausibilität oft nicht hinterfragt oder beurteilt wird. In der Konsequenz ist die Gefahr groß, dass eigene Urteile „aus dem Bauch heraus“ gefällt werden.
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Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie
Das Buch vermittelt einen Überblick über die Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie. Behandelt wird die Stellung des Fachs im Gesamtrahmen der Archäologie, seine forschungsgeschichtliche Entwicklung und theoretischmethodische Basis, seine Grundbegriffe und Nachbarfächer. 18 exemplarische Fallbeispiele aus unterschiedlichen Epochen und Regionen dokumentieren das weite Spektrum der Forschungen und informieren jeweils über den erreichten Erkenntnisstand. Übergreifende kulturwissenschaftliche Leitkonzepte werden ebenso thematisiert wie die aktuellen Studienmöglichkeiten sowie mögliche Berufsperspektiven.
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Die Amerikanische Revolution
Die Amerikanische Revolution war eine der größten Umwälzungen der Moderne. Begriffe und Theorien jener Zeit prägen bis heute das Selbstverständnis der USA. Dieses Buch liefert einen konzisen Überblick über die historischen Ereignisse: von den ersten Unruhen über den Unabhängigkeitskrieg bis zur Staatsgründung (ca. 1763–1793). Darüber hinaus werden die Geschehnisse kulturell eingeordnet. Problematisiert wird auch das unlösbare Spannungsverhältnis von Freiheitsstreben und Sklaverei sowie das Erbe der Revolution in der aktuellen Politik und Erinnerungskultur der Vereinigten Staaten von Amerika.
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European Perspectives on World War I
In dieser Reihe zum Ersten Weltkrieg wird verdeutlicht, wie ein geschichtliches Ereignis kulturbedingt unterschiedlich gedeutet und erinnert wird. Anhand einer vergleichenden Erarbeitung vielfältiger Quellen wird interkulturelle Perspektivität methodisch eingeübt. Dabei betonen die einzelnen Module Unterschiede und Gemeinsamkeiten einer geteilten historischen Erfahrung. Die Lernenden werden dazu ermuntert, Motivationen historischer Akteure nachzuvollziehen. Durch die Auseinandersetzung mit der Erinnerungskultur und der Herstellung von Aktualitätsbezügen wird zudem zu einer kritischen Betrachtung heutiger Einstellungen zu Krieg und Gewalt angeregt.
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Mittelalter
Aussagen über Ausbrüche und Auswirkungen von Seuchen finden sich in mittelalterlich-frühneuzeitlichen Schriftquellen unterschiedlicher Art. Anhand ausgewählter Beispiele werden im Beitrag von Kay Peter Jankrift die Besonderheiten der verschiedenen Zeugnisse im Hinblick auf Möglichkeiten und Grenzen der Interpretation des Seuchengeschehens aufgezeigt. Norbert Schmeiser beschäftigt sich kritisch mit dem Topos der Juden als Sündenböcke zur Erklärung von spätmittelalterlichen Judenpogromen, der immer wieder in Geschichtsbüchern reproduziert wird. Schulbuchempfehlungen legen hingegen nahe, Perspektiven aus der jüdischen Gemeinschaft zu vermitteln. Unabhängig vom Mittelalterschwerpunkt untersucht Gerrit Dworok die Transformation des Osmanischen Reichs zur Republik Türkei als Beispiel exemplarisch-interkulturellen Geschichtslernens. Er erläutert fachdidaktische Hintergründe und stellt ein Modell vor, wie interkulturell orientierte Unterrichtseinheiten auch unabhängig von curricularen Neujustierungen in den Alltag des Geschichtsunterrichts eingebaut werden können. Sein Beitrag enthält auch Quellenmaterial für den Unterricht. Karl-Hermann Rechberg analysiert, wie anhand von NS-Propaganda ein kritischer Umgang mit politischer Inszenierung eingeübt werden kann und welche Hürden dabei umgangen werden müssen. Experten warnen beispielsweise davor, bei der Konfrontation Lernender mit nationalsozialistischer Selbstinszenierung die Perspektive der Urheber zu transportieren. Empirische Daten anhand einer Untersuchung zu Lernerfahrungen von Schulklassen auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg zeigen, dass diese Gefahr immer noch besteht. Anhand dieser Daten werden konkrete Herausforderungen für die pädagogische Auseinandersetzung herausgearbeitet und drei didaktische Lösungsvorschläge für instruktionale Lehr-Lern-Formate formuliert.
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Lokal- und Regionalgeschichte erforschen
Geschichte beginnt vor der Haustür. Der historisch informierte Gang durch den eigenen Wohnort verändert die Wahrnehmung. Das bisher Vertraute wird als Teil der Weltgeschichte erkannt. Diese Unterrichtseinheit schult die Kompetenz der Lernenden, eigenständig Forschungsfragen zu entwickeln, strukturiert vor Ort zu recherchieren und ihre Ergebnisse angemessen zu präsentieren. So erfahren sie Selbstwirksamkeit in der Auseinandersetzung mit lokaler und persönlicher Geschichte. Am Ende kann die Teilnahme an einem Geschichtswettberwerb stehen.
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NS-Geschichte und digitale Erinnerungskultur
Mit dem Nationalsozialismus sehen sich Jugendliche nicht nur in der Famile, im Museum oder in der Schule konfrontiert. Die Auseinandersetzung findet zunehmend auch im Internet und in den Sozialen Medien statt. Der richtige Umgang mit Darstellungen im Netz muss jedoch gelernt werden. Die vorliegende Unterrichtseinheit greift diese neuen Formen des Erinnerns im Geschichtsunterricht auf mit dem Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu sensibilisieren und zum Urteil zu befähigen in Bezug auf den eigenen Umgang mit dem Thema "Geschichte im Internet". Was verstehen wir unter vernetztem Erinnern? Welche Rolle spielt digitales Storytelling? Wie authentisch sind Quellen? Und wie gelingt ein verantwortungsvoller Umgang mit Geschichtsdarstellung in den sozialen Medien?
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