Digitalpakt 2.0: Förderung, KI im Unterricht & digitale Bildung für Schulen
- Von digitaler Ausstattung zu digitalem Unterricht
- Digitale Bildung in Deutschland: Wo stehen Schulen aktuell?
- Was ist der Digitalpakt 2.0?
- Welche Maßnahmen können gefördert werden?
- Digitale Infrastruktur
- Digitale Bildungsmedien und Lernplattformen
- KI-gestützte Unterrichtsvorbereitung
- Fortbildungen und Qualifizierung
- Warum der Digitalpakt 2.0 für Schulen wichtig ist
- Wie meinUnterricht Schulen unterstützen kann
- Der Digitalpakt 2.0 denkt digitale Bildung weiter
- FAQ
- Was ist der Digitalpakt 2.0?
- Welche Maßnahmen werden gefördert?
- Können auch KI-Tools gefördert werden?
- Wann startet der Digitalpakt 2.0?
- Quellen & weiterführende Informationen

Von digitaler Ausstattung zu digitalem Unterricht
Mit dem ersten Digitalpakt wurden in vielen Schulen wichtige Grundlagen geschaffen: WLAN, Tablets, digitale Tafeln und moderne Präsentationstechnik gehören inzwischen vielerorts zum Schulalltag. Doch schnell wurde deutlich: Digitale Infrastruktur allein reicht nicht aus, um Unterricht nachhaltig zu verändern. Viele Schulen erleben aktuell, dass reine Geräteausstattung den Schulalltag noch nicht spürbar verbessert. Denn digitale Bildung entsteht nicht durch Geräte allein, sondern durch sinnvolle Konzepte, passende Inhalte und Lösungen, die Lehrkräfte im Alltag tatsächlich unterstützen.
Genau hier setzt der Digitalpakt 2.0 an. Bis 2030 investieren Bund und Länder fünf Milliarden Euro in die digitale Zukunft von Schulen. Dabei soll der Fokus künftig deutlich stärker auf digitalem Unterricht, modernen Lernumgebungen und nachhaltiger Schulentwicklung liegen. Oder anders gesagt: Der erste Digitalpakt hat Schulen digital ausgestattet. Der Digitalpakt 2.0 soll digitale Bildung im Unterrichtsalltag wirksam machen.
Digitale Bildung in Deutschland: Wo stehen Schulen aktuell?
Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig digitale Bildung für Schulen geworden ist. Gleichzeitig machen aktuelle Studien deutlich, dass vielerorts weiterhin großer Handlungsbedarf besteht.
Laut der Kultusministerkonferenz lernen noch immer rund 35 Prozent der Achtklässlerinnen und Achtklässler an Schulen ohne flächendeckendes WLAN. Gleichzeitig zeigen Studien wie ICILS, dass viele Schülerinnen und Schüler in Deutschland weiterhin nur über grundlegende digitale Kompetenzen verfügen.
Quelle: Kultusministerkonferenz (KMK), Jahresbericht „Bildung in der digitalen Welt 2024/2025“
Auch Lehrkräfte stehen häufig vor ähnlichen Herausforderungen:
- hoher Zeitaufwand bei der Unterrichtsvorbereitung,
- fehlende digitale Unterrichtsmaterialien,
- unterschiedliche digitale Kompetenzen im Kollegium,
- sowie fehlende Fortbildungsangebote.
Die zentrale Erkenntnis daraus:
Digitale Ausstattung allein führt noch nicht automatisch zu besserem Unterricht.
Studien zur digitalen Bildung zeigen zunehmend, dass nachhaltige Digitalisierung vor allem dann gelingt, wenn Infrastruktur, digitale Lernmedien, Fortbildungen und pädagogische Konzepte zusammenspielen.
Quelle: Vodafone Stiftung Deutschland, Studie zur digitalen Bildung 2024
Entscheidend ist, wie digitale Technologien sinnvoll in den Unterricht integriert werden — mit passenden Lernmedien, Fortbildungen und nachhaltigen Konzepten.
Was ist der Digitalpakt 2.0?
Der Digitalpakt 2.0 ist das geplante Nachfolgeprogramm des bisherigen Digitalpakts Schule. Ziel ist es, die Digitalisierung an Schulen langfristig weiterzuentwickeln und den Einsatz digitaler Technologien im Unterricht nachhaltig zu stärken.
Bereits der erste Digitalpakt stellte rund 6,5 Milliarden Euro für die Digitalisierung deutscher Schulen bereit und erreichte laut Bundesbildungsministerium rund 30.000 Schulen in Deutschland.
Quelle: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), Informationen zum Digitalpakt 2.0
Während der erste Digitalpakt vor allem technische Infrastruktur gefördert hat, erweitert der Digitalpakt 2.0 den Blick auf pädagogische Nutzung, digitale Bildungsmedien und Unterrichtsentwicklung.
Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem:
- digitale Lernplattformen
- moderne Unterrichtsmedien
- Lehrkräftefortbildungen
- digitale Schulentwicklung
- KI-gestützte Unterrichtsvorbereitung
- nachhaltige Nutzung bestehender Infrastruktur
Damit verschiebt sich der Fokus deutlich:
Nicht allein die technische Ausstattung steht im Vordergrund, sondern die Frage, wie digitale Bildung im Schulalltag sinnvoll umgesetzt werden kann.
Welche Maßnahmen können gefördert werden?
Der DigitalPakt 2.0 soll künftig digitale Bildung ganzheitlicher fördern. Dazu zählen neben Infrastruktur zunehmend auch digitale Lernmedien, moderne Unterrichtslösungen und Fortbildungsangebote für Lehrkräfte. Wichtig dabei: Die konkrete Ausgestaltung des DigitalPakt 2.0 erfolgt durch die einzelnen Bundesländer. Förderbedingungen, Antragsverfahren und Zeitpläne können sich daher regional unterscheiden. Schulen und Schulträger sollten sich frühzeitig über die jeweiligen Landesregelungen informieren.
Gefördert werden können unter anderem folgende Bereiche:
Digitale Infrastruktur
Auch künftig bleiben technische Grundlagen ein wichtiger Bestandteil digitaler Schulentwicklung. Dazu gehören beispielsweise:
- WLAN-Ausbau
- Endgeräte
- Präsentationstechnik
- digitale Tafeln
- Netzwerkinfrastruktur
Denn digitale Lernangebote können nur dann nachhaltig genutzt werden, wenn die technische Basis zuverlässig funktioniert.
Digitale Bildungsmedien und Lernplattformen
Ein zentraler Unterschied zum bisherigen Digitalpakt:
Digitale Unterrichtsinhalte und Lernumgebungen sollen künftig deutlich stärker berücksichtigt werden. Dazu zählen unter anderem:
- digitale Unterrichtsmaterialien
- interaktive Lernangebote
- Lernplattformen
- digitale Schulbücher
- didaktische Software
- Systeme zur sicheren Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien
Gerade dieser Bereich gewinnt für Schulen zunehmend an Bedeutung, da digitale Infrastruktur erst durch passende Inhalte und pädagogische Konzepte ihren Mehrwert entfaltet.
KI-gestützte Unterrichtsvorbereitung
Auch KI-Tools spielen im Bildungsbereich eine immer größere Rolle. Laut aktuellen Bitkom-Studien haben bereits 65 Prozent der Schülerinnen und Schüler KI-Anwendungen wie ChatGPT oder Gemini genutzt. Gleichzeitig wünschen sich viele Jugendliche einen stärkeren Fokus auf digitale Kompetenzen und moderne Technologien im Unterricht.
Quelle: Bitkom Research, Studie „Digitale Schule 2025“
Dabei geht es vor allem darum, Lehrkräfte im Alltag zu unterstützen — beispielsweise bei:
- der Materialerstellung,
- der Differenzierung von Aufgaben,
- der Unterrichtsplanung
- oder der individuellen Förderung von Lernenden.
KI ersetzt dabei nicht den Unterricht, kann aber helfen, Prozesse effizienter zu gestalten und Lehrkräfte spürbar zu entlasten.
Fortbildungen und Qualifizierung
Digitale Schulentwicklung gelingt nur dann nachhaltig, wenn Lehrkräfte ausreichend Zeit und Unterstützung erhalten, um neue Methoden und Werkzeuge sicher im Unterricht einzusetzen. Aus Gesprächen mit Schulen zeigt sich häufig, dass vor allem Fortbildungen und passende Unterrichtsinhalte fehlen. Deshalb gewinnen auch folgende Bereiche zunehmend an Relevanz:
- digitale Fortbildungen / eigenständige Weiterbildungsmöglichkeiten
- Medienkompetenz
- KI im Unterricht
- moderne Unterrichtskonzepte
Gerade Fortbildungen werden im Zusammenhang mit dem Digitalpakt 2.0 zunehmend wichtiger, da Schulen digitale Technologien langfristig und pädagogisch sinnvoll im Unterricht verankern sollen.
Warum der Digitalpakt 2.0 für Schulen wichtig ist
Viele Schulen stehen aktuell vor der Herausforderung, digitale Technologien sinnvoll und langfristig in bestehende Unterrichtskonzepte zu integrieren. Dabei stellen sich häufig Fragen wie:
- Wie kann digitaler Unterricht langfristig etabliert werden?
- Welche Lösungen entlasten Lehrkräfte tatsächlich?
- Welche digitalen Angebote bringen echten pädagogischen Mehrwert?
- Wie lassen sich bestehende Investitionen sinnvoll weiter nutzen?
Der Digitalpakt 2.0 adressiert genau diese Fragen.
Im Mittelpunkt steht zunehmend die nachhaltige Entwicklung digitaler Unterrichts- und Schulkonzepte — nicht nur die reine Anschaffung neuer Technik.
Damit eröffnet sich für Schulen die Möglichkeit, digitale Bildung strategischer und langfristiger zu gestalten.
Der Digitalpakt 2.0 markiert damit einen Perspektivwechsel:
weg von reiner Ausstattung — hin zu nachhaltiger digitaler Unterrichts- und Schulentwicklung.
Wie meinUnterricht Schulen unterstützen kann
Der Digitalpakt 2.0 schafft neue Möglichkeiten für digitale Unterrichtsentwicklung. Gleichzeitig stehen viele Schulen vor der Herausforderung, passende Lösungen für den Schulalltag zu finden. Genau hier unterstützt meinUnterricht.
Lehrkräfte erhalten Zugriff auf sofort einsetzbare Inhalte für alle Fächer und Schulformen.
KI-gestützte Werkzeuge unterstützen bei Materialerstellung, Differenzierung und Unterrichtsplanung.
- Materialien für heterogene Lerngruppen
Differenzierte Inhalte erleichtern individuelles Lernen und den Umgang mit unterschiedlichen Leistungsniveaus.
Lehrkräfte können ihre digitalen Kompetenzen flexibel und eigenständig weiterentwickeln.
- DSGVO-konforme digitale Lernumgebungen
Datenschutzkonforme Lösungen schaffen Sicherheit für Schulen und Schulträger.
Der Digitalpakt 2.0 denkt digitale Bildung weiter
Der erste Digitalpakt hat die technische Grundlage für digitale Bildung geschaffen.
Mit dem Digitalpakt 2.0 rücken nun stärker die pädagogische Nutzung digitaler Technologien, moderne Unterrichtskonzepte und nachhaltige Schulentwicklung in den Mittelpunkt.
Für Schulen bietet sich damit die Chance, bestehende Infrastruktur sinnvoll weiterzuentwickeln und digitale Bildung langfristig im Unterrichtsalltag zu verankern.
Entscheidend wird dabei nicht allein sein, welche Technik angeschafft wird — sondern wie digitale Lösungen Lehrkräfte, Lernende und Schulen im Alltag tatsächlich unterstützen.
FAQ
Was ist der Digitalpakt 2.0?
Der Digitalpakt 2.0 ist das geplante Nachfolgeprogramm des bisherigen Digitalpakts Schule und soll digitale Bildung langfristig stärken.
Welche Maßnahmen werden gefördert?
Gefördert werden unter anderem WLAN, Endgeräte, Lernplattformen, digitale Unterrichtsmaterialien und Fortbildungen für Lehrkräfte.
Können auch KI-Tools gefördert werden?
Im Rahmen moderner Unterrichtsentwicklung gewinnen KI-gestützte Lösungen für Unterrichtsvorbereitung und individuelle Förderung zunehmend an Bedeutung.
Wann startet der Digitalpakt 2.0?
Die konkrete Umsetzung erfolgt über die Bundesländer. Zeitpläne und Förderbedingungen können regional unterschiedlich sein.
Quellen & weiterführende Informationen
- Kultusministerkonferenz (KMK): Jahresbericht „Bildung in der digitalen Welt 2024/2025“
- Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ): Informationen zum Digitalpakt 2.0
- Bitkom Research: Studie „Digitale Schule 2025“
- ICILS-Studie zur digitalen Kompetenz von Schülerinnen und Schülern
- Vodafone Stiftung Deutschland: Studien zur digitalen Bildung


