So geht guter Unterricht – 5 Aspekte aus der Praxis

So geht guter Unterricht – 5 Aspekte aus der Praxis

Wie geht guter Unterricht? Als LehrerIn hast du da bestimmt deine eigenen Tricks auf Lager. Auch wir haben recherchiert und möchten dir fünf effektive Methoden vorstellen. Wendest du bereits alle aus unserer Liste an?

  • Du möchtest die Qualität deines Unterrichts verbessern? ✅
  • Du möchtest, dass deine SchülerInnen motivierter sind und besser lernen? ✅
  • Du möchtest dich in deinem Beruf dauerhaft wohlfühlen und Freude daran haben? ✅

Wir helfen dabei und stellen dir fünf praxiserprobte Methoden für guten Unterricht vor, die du auch in deiner Klasse sofort anwenden kannst.

1. Konstruktive Lernatmosphäre

Vor allem mangelnde Mitarbeit im Unterricht trägt immer häufiger dazu bei, dass sich viele LehrerInnen ausgebrannt fühlen.

Mit den folgenden Maßnahmen schaffst du in deiner Klasse ein Klima, in dem die SchülerInnen

  • am Unterrichtsthema interessiert sind
  • gut und erfolgreich lernen
  • sich an die Klassenregeln halten

Ein Mathematiklehrer und ein Schüler stehen vor der Tafel und zeigen mit dem Finger auf geometrische Formen, die anderen SchülerInnen hören interessiert zu

R-E-S-P-E-K-T

Sich für seine SchülerInnen wirklich zu interessieren, ist die Voraussetzung für eine respektvolle, konstruktive Lernatmosphäre.

Denn wenn du mit ihnen fast ausschließlich über Lerninhalte oder disziplinierend kommunizierst, signalisierst du damit Desinteresse an ihrer Person.

Lerne deine SchülerInnen kennen, Möglichkeiten dazu gibt es genug – auf dem Weg vom Lehrerzimmer zum Klassenraum, in der Pause, nach der Stunde. Diese Fragen können dir als Anregung dienen.

  • Was machen meine SchülerInnen in der Freizeit?
  • Welche Themen interessieren und bewegen sie?
  • Welche Sendungen sehen sie? Welche Musik hören sie?
  • Was können sie besonders gut?

Damit SchülerInnen auch dir den nötigen Respekt entgegenbringen, solltest du im Unterricht folgende Punkte beachten:

  • Sei klar, verlässlich und transparent: Sprich nicht zu lang um den heißen Brei herum, sondern formuliere Kritik klar und konstruktiv, ohne dabei die Person zu verletzen. Die SchülerInnen wissen so ganz genau, woran sie sind.
  • Zeige Humor: Ab und zu ein geistreicher Kommentar kann Wunder bewirken. Denn kaum eine andere Eigenschaft wird von SchülerInnen so geschätzt und mit Respekt belohnt wie Sinn für Humor.
  • Sei gerecht: Die SchülerInnen haben einen sensiblen Radar dafür, ob die Lehrkraft Lieblinge oder jemanden auf dem „Kieker“ hat. Stell also sicher, dass du ihre Leistungen möglichst gerecht bewertest und alle gleich behandelst.

Beteilige deine SchülerInnen aktiv am Unterricht

Ein einfacher und erfolgreicher Schritt auf dem Weg zu einer konstruktiven Atmosphäre im Klassenraum besteht auch darin, die SchülerInnen in das Unterrichtsgeschehen zu involvieren. So kann es gehen:

  • Lass sie Arbeitsgruppen leiten oder gestalte Situationen, in denen leistungsstarke SuS leistungsschwächere beim Lernen unterstützen können.
  • Mach sie verantwortlich für bestimmte Aufgaben und Dienste, z. B. den Tafeldienst, Putzdienst.
  • Beteilige sie an der inhaltlichen und methodischen Gestaltung des Unterrichts, indem sie beispielsweise Arbeitsblätter erstellen oder über Unterrichtsthemen mitentscheiden.

Schüler und Schülerinnen sitzen im Klassenzimmer und diskutieren über ein Unterrichtsthema

2. Konsequente Schülerorientierung

Konsequente Schülerorientierung bedeutet vor allem, die Interessen, Wünsche und Vorstellungen der SchülerInnen ernst zu nehmen und die unterschiedlichen Bedürfnisse sowie individuellen Leistungsvoraussetzungen innerhalb einer Klasse zu berücksichtigen.

Diese heißt jedoch auch, sich an folgende Rahmenbedingungen zu halten, unter denen alle Menschen besser lernen – sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche.

Man lernt besser,

  • wenn man das genaue Thema des Unterrichts kennt und weiß, warum dieses wichtig ist.
  • wenn man zumindest teilweise im individuellen Tempo lernen kann und mitentscheiden darf, mit wem, was und wie viel man lernen möchte.
  • wenn man beim Lernen nicht überwiegend zuhören muss, sondern regelmäßig Gelegenheit hat, sich mit anderen im Gespräch auszutauschen.
  • wenn der Lernstoff in einer Form dargeboten wird, die den individuellen Lernvoraussetzungen entspricht, d. h. vor allem unterschiedliche Sinne („Lernkanäle“) einbezieht.
  • wenn man beim Lernen nicht immer nur still sitzen muss, sondern auch Humor und Entspannung vorkommen.

3. Unterrichtseinstiege

Um gut lernen zu können und Fortschritte zu machen, müssen die SchülerInnen erst mal motiviert sein. Hier kommen gut strukturierte Unterrichtseinstiege ins Spiel. Wir zeigen dir, wie du deiner Klasse ohne großen Aufwand den nötigen Motivationsboost geben kannst.🙂

Schaffe gute Laune

Um gute Laune zu verbreiten, braucht es nicht viel. Vom Singen oder Interpretieren eines bekannten Songs, einem Quiz bis hin zu Zungenbrechern in verschiedenen Sprachen. Nutze die Potentiale (Technik, Spiele usw.) in deinem Klassenzimmer bestmöglich aus und sei fantasievoll.

Bereite ein Stundenprogramm vor

Basierend auf der ersten Rahmenbedingung für besseres Lernen (vorheriges Kapitel) gehört zum guten Unterricht auch, deine SchülerInnen über das Thema der jeweiligen Stunde zu informieren und ihnen zu erläutern, weshalb dieses für sie wichtig ist.

Ein Stundenprogramm eignet sich perfekt dazu (beispielsweise in Form von Kärtchen) und könnte etwa so aussehen:

Beispiel eines Stundenprogramms mit dem Unterrichtsthema sowie verschiedenen -phasen

Ein solcher Plan bringt viel Positives mit sich:

  • Du kannst im Laufe der Stunde immer wieder Bezug auf das Stundenprogramm nehmen – „Wir kommen jetzt zum 4. Teil unserer Stunde: Ich werde euch etwas zur Bedeutung von Sprichwörtern erzählen.“
  • Ein Stundenprogramm ermöglicht dir und deinen SchülerInnen einen einfachen Rückblick auf die Stunde.
  • Basierend auf einem Stundenprogramm können deine SchülerInnen reflektieren, an welchen Stellen sie gut bzw. weniger gut gelernt haben und warum.

Mach das Thema der Stunde zum Thema deiner SchülerInnen

Gute Lernlaune ist geschaffen und deine SchülerInnen wissen, worum es in der Stunde geht. Nun geht es nur noch darum, sie wirklich zu erreichen und vom Lerninhalt zu begeistern.

Das geht am besten, indem sie zum Thema der Stunde eine Frage formulieren und sie zum Ausgangspunkt des Unterrichts machen.

Beispiel: ❌ Thema „Vulkane“

✅ „Warum brechen Vulkane aus?“, „Gibt es in Deutschland Vulkane?“, „Warum gibt es in Deutschland keine aktiven Vulkane?”

Sollten die SchülerInnen keine Frage zum Unterrichtsthema haben, erfinde selbst eine, die deine Klasse zum Nachdenken anregt.

Diese Vorgehensweise bietet einen entscheidenen Vorteil: Die Ausgangsfrage zieht sich wie ein „roter Faden“ durch die Stunde und hilft dabei, das eigentliche Thema nicht aus den Augen zu verlieren. Denn wenn deine SchülerInnen am Ende der Stunde wissen, warum Vulkane ausbrechen, haben sie auch wirklich etwas gelernt.

4. Hoher Anteil echter Lernzeit

Unter „echter Lernzeit“ versteht man die von SchülerInnen tatsächlich aufgewendete Zeit für das Erreichen der angestrebten Ziele.

Da diese den Lern- und Unterrichtserfolg wesentlich verbessern kann, haben wir einige Tipps für dich zusammengestellt, wie du den Anteil der Lernzeit erhöhen kannst:

  • Stelle sicher, dass sowohl du als auch deine SchülerInnen pünktlich zum Unterricht erscheinen, damit keine unnötigen Minuten verloren gehen.
  • Organisiere alle Materialien und technischen Geräte für die Stunde vor dem Unterricht, damit du nicht zwischendurch hin und her laufen musst.
  • Formuliere alle Aufgaben klar, damit die SchülerInnen genau wissen, was von ihnen erwartet wird.
  • Regle Disziplinkonflikte außerhalb des Unterrichts.

Wenn du alles richtig machst, wirst du feststellen, dass deine SchülerInnen aktiver am Unterricht mitwirken, weniger gelangweilt sind, Arbeitsergebnisse produzieren, die der Aufgabenstellung entsprechen und es weniger Unterrichtsstörungen gibt.

5. Feedback

Last but not least…Bitte deine SchülerInnen um ehrliches Feedback zu deinem Unterricht! Du kannst eine einfache anonyme Umfrage erstellen oder sie bitten, am Ende der Stunde eine Notiz in einem Glas zu hinterlassen. Stelle Fragen wie:

  • Was macht dir in meinem Unterricht am meisten Spaß?
  • Ich sollte in Zukunft eine Stunde über… unterrichten.
  • Wenn du etwas an meinem Unterricht ändern könntest, dann wäre es…?
  • Was würdest du gerne im Unterricht ausprobieren?
  • Die Tests und Prüfungen im Unterricht sind einfach/gut/genau richtig/zu schwer?
  • Was gefällt dir am wenigsten an meinem Unterricht?

Feedback ist enorm wichtig und trägt zur Verbesserung der Unterrichtsqualität bei. Denn nur so kannst du sehen, ob deine angewandten Methoden gut ankommen oder ob möglicherweise in bestimmten Bereichen Verbesserungsbedarf besteht.

Jetzt steht gutem Unterricht nichts mehr im Wege! 😉

Apropos guter Unterricht … ⬇️

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