Aktiver Umweltschutz auf Klassenfahrt: 
Das Mittelmeer Mikroplastik Projekt

Aktiver Umweltschutz auf Klassenfahrt

Das Thema Umweltschutz hat für junge Menschen in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen: Der Klimawandel, die Erderwärmung, das Artensterben und die Verschmutzung der Ozeane mit Plastik sind nur einige der vielen Aspekte – nicht nur im Rahmen der Fridays-for-Future-Proteste.

Eine große Bedeutung kommt dabei den naturwissenschaftlichen Fächern zu, die von vielen Schülerinnen und Schülern noch immer häufig als abstrakt wahrgenommen werden. Bei Projekten rund um den Umweltschutz werden sie selbst als Wissenschaftler aktiv und erleben Biologie, Chemie und Physik hautnah mit Praxisbezug.

Plastik als größter Feind der Meeresbewohner

Kunststoffe, umgangssprachlich als Plastik bezeichnet, sind allgegenwärtig im heutigen Alltagsleben: Als Verpackungsmaterial, Textilfasern und vieles mehr. Studien zufolge schwimmen derzeit rund fünf Billionen Plastikteile in den Weltmeeren und fordern immer mehr Todesopfer unter den Meeresbewohnern. Bis heute ist nicht geklärt, wie lange Plastik braucht, bis es verrottet. Schätzungen reichen von „etwa 450 Jahre“ bis „nie“.

Neben dem im Meer treibenden Plastikmüll ist sogenanntes Mikroplastik das zweite große Problem der Meere: Als Mikroplastik werden winzige Partikel des sich zersetzenden Plastikmülls bezeichnet, die von Kleinstlebewesen aufgenommen und so über Fische in die menschliche Nahrungskette gelangen.

Forschungsprojekt stärkt das Umweltbewusstsein der Schülerinnen und Schüler

Für naturwissenschaftlich interessierte SuS wurde nun das „Mittelmeer Mikroplastik Projekt“ ins Leben gerufen, welches das Bewusstsein der SuS für die Problematik stärken soll. Für das Projekt haben sich der deutsche Spezialreiseveranstalter HEROLÉ Klassenfahrten, die Universitäten Graz und Pula mit der Meeresschule in Pula zusammengeschlossen. Unterstützt wird das Projekt vom WWF.

Im Rahmen dieser ganz besonderen Klassenfahrt nach Istrien widmen sich die SuS dem Thema „Müll im Meer“: Sie entnehmen Sedimentproben aus dem Mittelmeer und untersuchen diese auf Mikroplastikpartikel. Die gesammelten Daten werden über die kommenden Jahre in einer Datenbank gespeichert, analysiert und ausgewertet. Ziel des Projektes ist es, ein umfassendes Verständnis für das Vorkommen von Mikroplastik an verschiedenen Orten am Mittelmeer zu gewinnen und die Bewegungsprofile über mehrere Jahre hinweg zu untersuchen.

Schülerinnen und Schüler werden konkret aktiv

Für MINT-SuS ist das Projekt eine einzigartige Gelegenheit wirklich konkret an Umweltschutzmaßnahmen mitzuarbeiten. Zugleich sammeln sie spannende Erfahrungen bei der Teamarbeit in einem professionellen Labor. Das Projekt ist für alle naturwissenschaftlichen Fächer gleichermaßen gut geeignet. Neben biologischen Studien zum Ökosystem Meer spielt die Chemie bei der Erzeugung und im Umgang mit Kunststoffen eine wichtige Rolle. Bei der Entwicklung und im Umgang mit den erforderlichen Messgeräten wiederum sind physikalische Kenntnisse gefragt.


Alle Informationen zum Mittelmeer Mikroplastik Projekt und der Teilnahme an diesem findest du hier: herole.de/meinunterricht-mmp

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