Gesamtwerk
Tod und Trauer
Kinder erfahren Tod meist nur indirekt, z.B. in Medien, haben aber aber auch direkte Erlebnisse, z.B. beim Tod eines Haustiers. Sie haben viele Fragen zum Thema und erwarten ehrliche Antworten. Das Themenheft setzt mit praxisnahen Unterrichtsideen genau dort an. "Tod und Trauer" ist kein einfaches Thema für Grundschulkinder. Neben den Fragen der Kinder sind es mindestens diese Gründe, die es für den Unterricht geeignet erscheinen lassen: Der demografische Wandel führt dazu, dass Kinder direkte Verlusterfahrungen mit nahen Verwandten häufig erst im Erwachsenenalter machen. Zudem sterben Menschen heute meistens außerhalb des Erfahrungsbereichs von Kindern, z.B. in Krankenhäusern. Das Heft unterstützt Lehrkräfte dabei, den Kindern einen Zugang zum Thema zu ermöglichen und gemeinsam über dieses Thema nachzudenken.
Aus dem Inhalt:
Didaktisch-methodische Überlegungen: Auseinandersetzung mit Tod und Trauer im Sachunterricht
Den Tod von Haustieren verarbeiten
Das Thema philosophisch erschließen
Wie das Thema in Kinderbüchern verarbeitet wird
Historisches Lernen: Was sich im Umgang mit Toten verändert hat
Interkulturelles Lernen: Umgang mit Toten im Hinduismus
Außerdem:
Methoden im Sachunterricht: Philosophieren mit Kindern
Schulleben: Wenn ein Kind der Klasse verstorben ist
Praxisbericht: Mit Lerngesprächen selbstreguliertes Lernen fördern
Das Materialpaket zum Themenheft enthält:
das Kinderbuch "Der Geiger im Keller", das extra für diese Ausgabe geschrieben und illustriert wurde und das den Kindern die Möglichkeit gibt, sich ihrer eigenen Fragen zum Thema "Tod und Trauer" bewusst zu werden (DIN A4, 16 Seiten, in Farbe);
zwei Folien (DIN A4 in Farbe) mit Fotos von verschiedenen Grabstätten (Friedwald, Tierfriedhof, Seebestattung, anonymes Urnenfeld) und Bestattungsritualen in Indien als Erzählanlass;
eine Kartei "Von der Steinzeit bis zu den Weltreligionen heute" (DIN A5, 8 Karten, in Farbe), mit der die Kinder einen Überblick über unterschiedliche Bestattungs- und Trauerrituale gewinnen und lernen können, dass das Bestatten der Toten von Anfang an zur Menschheit gehört.