Unterrichtsmaterialien Lehrerausbildung und Professionalisierung: Ganze Werke Seite 1/1
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Didaktik & Methodik
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Friedrich Verlag
Gesamtwerk
Krise
Der Eindruck, in einer von Krisen geprägten, unsicheren und ungewissen Zeit zu leben, ist mehr als ein subjektives Lebensgefühl oder ein mediales Produkt. Krisen und Katastrophen sind menschheitsgeschichtlich keine Besonderheit. Jedoch scheinen sie nach einer Dekade, die weltweit geprägt war von Dürren, Überschwemmungen, Epidemien, Wirbelstürmen, Erdbeben, zusammenzurücken, einander abzulösen, sich zu verdichten und in globalem Ausmaß zu überlagern: Das Bildungswesen und in ihm die Schulen sind von diesen Krisen unmittelbar und in spezifischer Weise betroffen. Schulen müssen sich nicht nur flexibel und spontan auf Geflüchtete, pandemiebedingte Schulschließungen und Folgenbewältigung, Digitalisierungserfordernisse u.v.m. einstellen, sondern dies auch noch unter den Bedingungen eines (bildungspolitisch nicht völlig unabsehbaren) dramatischen Lehrkräftemangels. Darüber hinaus sehen sich Schulen vor die Erwartung gestellt, ihre Schüler:innen durch diese Krisenzeiten entwicklungsangemessen zu begleiten. Und gleichzeitig gilt es, die Schüler:innen in der Schule mit dem „Krisen-Wissen“ der vergangenen Generationen so auszustatten, dass die nachwachsende Generation einen angemessenen Umgang mit aktuellen und künftigen Krisen finden kann, sie wahrnimmt und reflektiert. Ob bzw. wie sich die SCHULE IM KRISENMODUS zeigt, auf welche Weise versucht werden kann, KRISEN ZU NUTZEN und KRISEN ZU BEARBEITEN und wie im Unterricht KRISEN THEMATISIERT werden können – damit befasst sich dieses Themenheft. Dabei sollen Krisen keineswegs kleingeredet werden. Vielmehr wird dem Krisenerleben Raum gegeben – auch mithilfe erster ANNÄHERUNGEN UND EINWÜRFE. Auch wenn Schulen weder global bzw. gesellschaftlich verursachte Krisen lösen noch (bildungs-)politische Versäumnisse dauerhaft kompensieren können, zeigen die Beiträge doch auch, dass Schulen auf den verschiedenen Ebenen ein enormes Potenzial im Umgang mit Krisen erworben haben und hier wertvolle Arbeit leisten. Diese Ausgabe des Jahresheftes gibt zur kritischen Auseinandersetzung mit dem spannenden Thema vielfältige Anregungen und Impulse für die eigene Unterrichts- und Schulpraxis. Die Heftbeilage zeigt darüber hinaus innovative Beispiele und Ansätze aus der Praxis, wie mit dem Lehrkräftemangel umgegangen werden kann.
Gesamtwerk
Digitale Bildung
In dieser Ausgabe von DIE GRUNDSCHULZEITSCHRIFT stellen wir die digitale Bildung in den Fokus und bieten Ihnen zahlreiche Informationen, Tipps und facettenreiche Vorschläge, wie Sie mit Hilfe digitaler Medien das Lernen von Kindern begleiten und bereichern können. Das Ziel ist ein doppeltes: Bildung durch den Umgang mit digitalen Medien und Bildung für den Umgang mit digitalen Medien. Darüber hinaus zeigen wir Ihnen, wie Sie digitale Medien u.?a. auch für die Unterrichtsorganisation nutzen können und wie ein Medienentwicklungsplan für Ihre Schule entstehen kann. Die reine Existenz digitaler Medien im Unterricht wird dabei allerdings nicht automatisch das Lernen der Schülerinnen und Schüler befördern. Wie immer braucht es dafür den weiteren Blick auf die Qualität des Unterrichts, das dort anzutreffende Klima einschließlich der sozialen Beziehungen und nicht zuletzt auf die zur Verfügung stehenden Ressourcen angesichts einer Vielzahl von Aufgaben. Das Medium, um das es dieses Mal in unserer Lektüre geht, ist dagegen absolut analog – gleichwohl hat es nach wie vor eine große Bedeutung. In „Ein Buch für Bruno“ beschreibt Nikolaus Heidelbach meisterhaft, wie es einem Buch gelingt, seine Leserin und seinen Leser in die Geschichte zu ziehen. Das Potenzial dieser Geschichte für eine produktive Auseinandersetzung ist riesig – wir entfalten es in der Zeitschrift und natürlich im Lesebegleitheft, das der Lektüre beiliegt.