Ganzes Werk • Raabe • von Theo Kaufmann
Wie schreibt man das? – Alternative Diktatformen und Rechtschreibübungen
Das herkömmliche Diktat misst nur einen kleinen Teil der Rechtschreibkompetenz. Es wird nämlich lediglich überprüft, ob eine Schülerin oder ein Schüler Gehörtes rechtschriftlich korrekt niederschreiben kann. Die noch weitgehend gängige Diktatpraxis widerspricht einem wichtigen testpsychologischen Prinzip, das besagt, dass das Kontrollverfahren dem Lernverfahren entsprechen muss. Anders ausgedrückt: Die Testmethode entspricht nicht der Übungsmethode. Außerdem wirken herkömmliche Diktate oft sehr demotivierend auf die Lernenden, da sie in erster Linie mit ihren Fehlern konfrontiert werden. Es sind daher Diktatformen und Rechtschreibübungen nötig, die über das reine Nachschreiben von etwas Gesprochenem hinausgehen. Die Lernenden sollen beispielsweise Zusammenhänge erkennen zwischen der Wortart und der Schreibweise. Übungswörter sollen im Kontext geübt werden, z. B., indem ein sinnvoller Satzkontext hergestellt wird oder durch Bild-Wort-Zuordnungen, wie es bei Bilddiktaten der Fall ist.
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