Das Zeitalter der Aufklärung erklärte die menschliche Vernunft zum Maßstab allen Handelns. Ziel war es, mittels neu gewonnener Erkenntnisse Zweifel, Vorurteile oder falsche Annahmen auszuräumen. Niemand sollte mehr etwas als gegeben hinnehmen, ohne es zuvor vermöge seiner Vernunft hinterfragt zu haben. Doch die Nachkommen der Aufklärer benehmen sich heute gänzlich unaufgeklärt. Sind wir in Zeiten von Fake News, religiösem Fanatismus und postfaktischen Argumentierens nicht längst hinter die historischen Errungenschaften der Aufklärungsepoche zurückgefallen? In dieser Einheit erarbeiten sich die Lernenden Grundpositionen aufklärerischen Denkens zu verschiedenen Fragen: Was ist der Mensch? Was ist eine Tatsache? Welchen Einfluss darf der Staat haben? Wie gelingt das Zusammenleben verschiedener Religionen innerhalb einer Gesellschaft? Im Fokus aber steht die Frage, wie aufgeklärt unser gegenwärtiges Zeitalter ist.