Ganzes Werk • Raabe • von Dr. Manuela Eber-Koyuncu
Weltraumtechnologie im Kleiderschrank - wie Wachskugeln wärmen
Dieser Beitrag soll an einem praxisorientierten Beispiel die Nutzung der Änderung des Aggregatzustandes verständlich machen. In den 70er Jahren suchte die NASA (National Aeronautics and Space Administration) nach Wegen um extreme Temperaturschwankungen, denen die Astronauten während Weltraummissionen ausgesetzt sind, so minimal wie möglich zu halten. So wurden sogenannte Phase-Change-Materialien (PCM) – im deutschen Sprachraum auch Latentwärmespeicher genannt – entwickelt. Wenn PCM ihren Aggregatzustand von fest zu flüssig ändern, wird überschüssige Wärme vom Körper aufgenommen. Fällt die Körpertemperatur, kann diese gespeicherte Wärme wieder an den Körper abgegeben werden. Dazu ist die Änderung des Aggregatzustandes von flüssig zu fest nötig. Das speziell auf den benötigten Schmelzpunkt eingestellte PCM sorgt also für einen Ausgleich der Temperaturschwankungen und somit für ein angenehmes Klima. Seit Ende der 90er Jahre sind Textilien mit integrierten PCM, z. B. Skianzüge, Handschuhe, Jacken, Bettdecken, auch für den Normalbürger erhältlich.
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