Ganzes Werk • Friedrich
Sport
Die Fächer «Kunst» und «Sport» – traditionsgemäß in der Schule (zusammen mit Musik) eher lieblos verschwistert als so genannte «Nebenfächer » mit «musischem» oder «ästhetischem» Charakter eingestuft – haben heute durchaus gute Gründe, über ihre gemeinsamen Wurzeln und Anliegen nachzudenken, zumal sie in Zeiten rigoroser Bildungsökonomisierung gemeinsam als tendenziell «verzichtbar» eingestuft werden, in der Schülergunst aber unverändert sehr hoch im Kurs stehen – Tendenz eher steigend. Könnte es nicht sein, dass gerade diese Fächer mit ihrem lustvollen Zugriff auf Körperlichkeit, Sinnlichkeit und lebensweltliche Präsenz ein Bildungspotenzial anzubieten haben, das das eigentliche Erbe des europäischen Humanismus birgt? Könnte es nicht sein, dass gerade diese Fächer im schulischen Bildungskanon die letzten wirklich ungebrochenen Zugänge zu einem natürlichen und lebensbejahenden Selbstverstehen der Kinder und Jugendlichen offen halten? Ist die allenthalben spürbare Begeisterung unserer Kinder für «sportive» Lebensformen nicht ein Indikator für das Wirken von Kräften gesunder Selbstbildung? Insofern tut der Kunstunterricht gut daran, sich dem Sport zu öffnen, sich des aufklärerischen Anliegens einer positiven Aneignung von Körperlichkeit engagiert anzunehmen.
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Kunst
1.-13. Klasse
Sekundarstufe, Grundschule
13 Einheiten
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