Ganzes Werk • Friedrich • von Daniela Götze, Hartmut Spiegel, Heinrich Besuden, Gabriele Hinze, Markus Cslovjecsek, Dirk Kurhofer, Verena Krömeke, Anette König-Wienand
Spiegeln und Drehen
Das Wort „Symmetrie“ kommt aus dem Griechischen. Man könnte es in etwa mit „Gleichmaß“ oder „Ebenmaß“ übersetzen. Mit der Übersetzung ins Deutsche wird schon viel vom Wesen der Symmetrie deutlich: Symmetrie erzeugt Schönheit. Baumeister und Künstler aller Zeiten und aller Kulturen haben das gewusst und umgesetzt. Denken Sie an griechische Friese, gotische Rosetten, Mandalas, arabische Fliesen! Symmetrie schafft Übersicht. Machen Sie einen kleinen Selbstversuch: Welche dieser Punktmengen können Sie schneller erfassen? Symmetrische Anordnungen prägen sich auch leichter ein. Dass von unseren 26 Großbuchstaben – großzügig betrachtet – 20 symmetrisch sind, ist sicherlich kein Zufall: A, B, C, D, E, H, I, K, L, M, N, O, S, T, U, V, W, X, Y, Z Trotz der Bedeutung der Symmetrie für uns und unsere Umwelt, droht das Thema – wie alle Themen der Geometrie in der Grundschule – immer wieder am Schuljahresende vom Tisch zu fallen. Dabei ist dieses Thema wie kein anderes geeignet Kinder zum Mathematiktreiben zu motivieren. Und ermöglicht gleichzeitig die Verknüpfung verschiedener mathematischer Kompetenzen: exaktes Zeichnen, Skizzieren, Problemlösen, Kommunizieren, Argumentieren. Schon Erstklässler können symmetrische Phänomene erkunden und erhalten so früh die Möglichkeit, symmetrische Strukturen für ihr Denken – auch außerhalb der Geometrie – zu nutzen. In diesem Sinne: Gönnen Sie sich und den Kindern die Beschäftigung mit Symmetrie – es lohnt sich! Wir wünschen Ihnen viele Anregungen aus diesem Heft.
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Mathematik
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Grundschule
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