Olivier Guez‘ (geb. 1974) preisgekrönter französischer Titel „Das Verschwinden des Josef Mengele“ (frz. 2017) avancierte in Frankreich schnell zu einem Sensationsbestseller und brachte dem Autor 2018 mit dem „Prix Renaudot“ einen der renommiertesten Literaturpreise Frankreichs ein. Der Roman über die Flucht des berüchtigten KZ-Folterarztes Josef Mengele ist auf große Resonanz im französischen und deutschsprachigen Feuilleton gestoßen. Guez, der in der Süddeutschen Zeitung auch als „Autor der Stunde“ bezeichnet wurde, erzählt aus der Perspektive eines journalistisch recherchierenden Geschichtsreporters. Der Faktenroman zeichnet in beinahe schockierender Nüchternheit neben dem Fluchtverlauf das innere Gedankenspektrum des Kriegsverbrechers Mengele nach und bietet gezielt Rückblicke auf die Verbrechen des NS-Arztes.