Ziel der Reihe ist es, Jugendlichen bewusst zu machen, dass die Beeinflussung oder Manipulation der Sinne nicht nur eine Angelegenheit von Themen und Meinungen ist. Sie ist auf untergründige Weise ebenso eine Angelegenheit von Wahrnehmungsmustern und formalen Botschaften. Methodisch und didaktisch bietet es sich dabei an, von klassischen Informationssendungen wie „Nachrichten” und „Dokumentationen” auszugehen. Normalerweise unterstellt man, dass in diesem Genre die Tatsache mehr zählt als der Effekt, dass es demzufolge Wort und Bild „in den Dienst der Sache stellt” und kommunikative Möglichkeiten wie Ausdruck, Ausschmückung und subjektive Färbung der kommunikativen Funktion des Berichts und der Information unterordnet. Wenn man genau hinschaut und hinhört, kann man aber erkennen, dass auch in Informationssendungen der Informationsanspruch des Öfteren dem schönen Schein oder einer unterschwelligen Stimmung geopfert wird. Weil dies Schülern nur in minutiösen Detailansichten vermittelt werden kann, ist die Unterrichtsreihe auch ein Beitrag zum verständigen Lesen.