Ganzes Werk • Friedrich • von Hans- Joachim Glücklich, Johannes Gross, Marcel Humar, Reinhard Selinger, Benjamin Topp
LGBTQ
Homosexualität, Transgeschlechtlichkeit, Queerheit sind keine Phänomene der Neuzeit, nur die Benennungen sind heute differenzierter. Entsprechende Inhalte bieten aber bereits antike Texte. Sie vermitteln ein umfassendes Bild des Lebens und des Menschen, zeigen allerdings auch Klischees und bieten so eine Chance, die Schüler:innen zur Reflexion ihrer eigenen Sprache zu bringen und zur Achtung geschlechtlicher Vielfalt zu bewegen. LGBTQ in der Antike ist kein einfaches Thema. Es bestand ein Gegensatz zwischen patriarchalisch geprägten Geschlechterrollen und Interesse an geschlechtlicher Vielfalt. Aitiologische Erzählungen zu natürlichen Phänomenen befassten sich auch mit zweigeschlechtlichen Personen wie Hermaphroditos und dem Wechsel des Geschlechts (kurzzeitige Erfahrung des Teiresias/permanente Umwandlung von Iphis, Kaineus). Im Umgang mit antiken Texten zum Thema ist genaue Textarbeit und Sensibilität gefordert; die Beschäftigung mit dem Thema soll Vorurteilen entgegenwirken und zu einem besseren Verständnis der Antike führen. Die vorgestellten Unterrichtseinheiten befassen sich mit Tiresias und Hermaphroditus bei Ovid, Hermaphroditus und Ganymed bei Hildebert und Lavardin im Vergleich mit Ovids Erzählung, den Männerfreundschaften von Euander und Anchises, Aeneas und Pallas sowie Nisus und Euryalus in Vergils Aeneis, Ciceros Diffamierungsstrategien in seiner Antonius-Darstellung in den Philippicae und Sprachreflexion im Kontext von Catulls carmen 16.
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Latein, Griechisch
5.-13. Klasse
Sekundarstufe 1, Sekundarstufe 2
6 Einheiten
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