Die Monroe-Doktrin bestimmte die US-Außenpolitik im 19. Jahrhundert und beeinflusste die Beziehungen zwischen den USA und Europa nachhaltig. Doch auch wenn es sich die Vereinigten Staaten zum Grundsatz gemacht hatten, sich nicht in europäische Angelegenheiten einzumischen, traten sie in den Ersten und Zweiten Weltkrieg ein - beides zunächst europäische Konflikte. Mitte des 20. Jahrhunderts gaben die USA ihre Zurückhaltung gegenüber den europäischen Staaten endgültig auf und gingen dauerhafte Bündnisse ein. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, bis wann die Monroe-Doktrin überhaupt Gültigkeit hatte. Welchen Einfluss hatte sie auf das Handeln einzelner Akteure und welche zusätzlichen Faktoren und Ereignisse prägten die Beziehungen im frühen 20. Jahrhundert? Diesen Fragen nachzugehen, ist Ziel des zweiten Teils der Reihe "From Monroe to Truman". Dazu erarbeiten die Schüler anhand eines Gruppenpuzzles die Ursachen für den Kriegseintritt der USA in den Ersten Weltkrieg. In einer Podiumsdiskussion debattieren sie über das Für und Wider des Völkerbundes und verfassen anschließend selbst eine Rede an die Nation.