Ganzes Werk • Friedrich
Erinnern lernen: Holocaust
Im Grundschulunterricht kommt es darauf an, das Schicksal jüdischer Menschen an konkreten Lebensgeschichten zu thematisieren und den Opfern Namen zu geben: jüdische (oder Sinti- bzw. Roma-) Kinder, mit denen sie sich identifizieren können, aber auch Menschen, die dem Bösen widerstanden und sich schützend für andere eingesetzt haben. Kinder können an der Art, wie Erwachsene mit der Judenverfolgung und dem Holocaust umgehen, für sich selbst eine Möglichkeit erkennen, Leidenschaft, Anteilnahme und Entschiedenheit zu zeigen. Das Thema kann am besten zu besonderen Anlässen wie Gedenktagen aufgegriffen werden, an lokalen Anknüpfungspunkten wie Gedenkstätten, Synagogen, jüdischen Friedhöfen und Schulen, Gedenktafeln, Straßennamen, mit Kooperationspartnern außerhalb der Schule und in Form von Projekten. Erinnerung bedeutet, zu einem Ereignis zurückkehren, hinzusehen, zu verweilen, es wach zu halten und aufzunehmen. Dabei kommt es darauf an, eine Sprache zu finden für Trauer, Gottverlassenheit und Scham. Das gleichzeitig trotzige und zerbrechliche Leben ist Kindern zu zeigen. Indem sie den Holocaust erinnern und sich damit auseinander setzen, können sie ihre Selbstachtung und ihr Selbstbewusstsein stärken. Lassen Sie sich von den Unterrichtsideen dieses Heftes anregen zur Auseinandersetzung mit einem schwierigen, aber wichtigen Thema.
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Religion-Ethik
1.-6. Klasse
Grundschule
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