Ganzes Werk • Friedrich
Dreißigjähriger Krieg
2018 jährt sich zum 400. Mal der Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Unterschiedliche Akteure kämpften um die Durchsetzung ihrer Interessen: Im Reich rangen Kaiser und Reichsstände um Einfluss, was durch religiöse Gegensätze verschärft wurde. In dieses Ringen schalteten sich die europäischen Mächte ein. Söldnerführer und ihre Soldaten ernährten sich vom Krieg. Die Bevölkerung musste Gräuel, Seuchen, Tod, Verwüstung und Barbarei erleiden; ihre Zahl sank um ein Drittel. In jüngster Zeit wird der Dreißigjährige Krieg mit dem Konflikt im Nahen Osten verglichen. So sehen unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Politologe Herfried Münkler im Dreißigjährigen Krieg und dem Westfälischen Frieden Vergleichsmodelle für gegenwärtige chaotisch scheinende Kriege. Für den Unterricht bieten sich mit Blick auf dieses Thema Chancen, differenziert über Ursachen und Lösungen multifaktoriell bedingter kriegerischer Konflikte nachzudenken, die Lernenden für die Eskalation von Gewalt und die schrecklichen Folgen zu sensibilisieren und auf die Wichtigkeit von Toleranz in Glaubensfragen, aber auch auf die Notwendigkeit beharrlicher diplomatischer Friedensbemühungen hinzuweisen. Ein solcher Unterricht leistet einen wichtigen Beitrag zur Friedenserziehung.
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Geschichte
5.-13. Klasse
Sekundarstufe
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