Ganzes Werk • Friedrich
Drehbuch Antike
Filme sind das Medium unserer Zeit. Die „bewegten Bilder“ sprechen wohl die meisten Menschen unmittelbar an, kommunizieren offene Inhalte und verdeckte Botschaften. In der Filmwissenschaft spricht man deshalb auch von einem „filmischen Text“. Während sich AU 6/05 „Antike im Film“ auf vordergründig antike und antikisierende Filme, also Historien- oder Antikfilme, konzentrierte, kommt in diesem Heft ein anderer Aspekt zum Tragen. Seit seinen Anfängen ist der Film stark geprägt nicht nur von antiken Sujets, sondern auch von einer bewussten Rezeption antiker Rhetorik, Dramaturgie und Literaturtheorie. Außerdem werden einzelne antike Stoffe und Motive – wie auch in anderen Bereichen von Kunst und Literatur – bewusst oder unbewusst in abgewandelter Form tradiert. Anja Wieber spricht deshalb in ihrem Basisartikel von „antiken Subtexten“ in modernen Filmen und erläutert dies an mehreren Beispielen. Umgekehrt können, mit den Augen des Betrachters von heute gesehen, auch antike Texte einen „filmischen Subtext“ in sich tragen. Den Schülerinnen und Schülern sollten exemplarisch diese unterschiedlichen Betrachtungsweisen und Interpretationsmöglichkeiten vor Augen geführt werden. Dies fördert nicht nur allgemein ihre Medienkompetenz und ihr Bewusstsein für subtile Formen der Antikenrezeption, es bereichert auch die Auseinandersetzung mit antiken Texten und eröffnet neue Horizonte für deren Interpretation. In den Praxisbeispielen wird dies an Filmen verschiedener Zeiten und Gattungen vorgeführt: Szenen aus „Alexander Newski“ von Sergej Eisenstein, „Vertigo“ von Alfred Hitchcock, „Star Wars“ von George Lucas , „Hinter dem Horizont“ von Vincent Ward und „A Midsummer Night‘s Dream“ von Michael Hoffman repräsentieren die antiken Subtexte im Film, eine Schülerproduktion zu Ovids Ars amatoria den filmischen Subtext in antiker Literatur.
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Latein
5.-13. Klasse
Sekundarstufe
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