Juden als Mäuse, Katzen als Deutsche. Aus Auschwitz wird „Mauschwitz“. Die Bildsprache ist plakativ – grausame Szenen eines Comics in Schwarz-Weiß. Lässt sich der Holocaust derart abbilden? Ist eine solche Darstellung der Vergangenheit angemessen? Autor und Zeichner Art Spiegelman dokumentiert die Geschichte seines Vaters, eines Auschwitz-Überlebenden, und damit auch das Schicksal seines Bruders Richieu sowie seiner Mutter Anja. Die ersten Fragmente erschienen 1971/72. „Maus“ ist beeindruckend wie strittig und eignet sich gut zur Vertiefung des Themas, können doch Fragen nach der Angemessenheit des Umgangs mit der Geschichte, nach dem Leben nach Auschwitz bis hin zur fragwürdigen Vermarktung des Holocaust durch die Medien daran diskutiert werden. An die Analyse schließt sich die Produktion eigener „Strips“ an.