Ganzes Werk • Friedrich
Bewertung "mündliche Mitarbeit"
Mündliche Noten stehen in einem Spannungsfeld: Einerseits umfassen sie den größten und sehr heterogenen Teil der Schüleraktivitäten, andererseits werden Kriterien und Gewichtung sehr unterschiedlich gehandhabt. Mitunter sind sie deswegen dem Verdacht des Subjektiven und Willkürlichen ausgesetzt. Transparenz und Vergleichbarkeit gehören daher zu ihren elementaren Voraussetzungen. Dies spiegelt der „Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen“ (GER) wider. Formuliert im Auftrag des Europarats, soll er die Ziele und Bewertungskriterien des stark an der Kommunikation orientierten Unterrichts in modernen Sprachen vereinheitlichen. Vieles davon lässt sich auf den altsprachlichen Unterricht übertragen oder spezifisch ersetzen bzw. ergänzen. Vor allem bietet er eine Orientierung für Lehrer wie für Schüler und steht für eine bestimmte „Bewertungskultur“. Denn Bewerten heißt nicht nur benoten, sondern beobachten und beraten, kritisieren und anerkennen, korrigieren und ermutigen, herausfordern und zuhören. „Bewerten mündlicher Mitarbeit“ bezeichnet damit einen Prozess im Dialog, der nur gelingen kann auf der Grundlage von Vertrauen. Offenheit und Respekt, Reflexion und Selbstbewusstsein sind Schlüsselaspekte, die die Beiträge im Thementeil durchziehen. Das AUextra stellt ein Modell der Universität Innsbruck vor, das die Intention des GER aufgreift und bereits in der Lehrerausbildung das Studium der verschiedenen Sprachen aufeinander abstimmt. Im Magazin erwartet Sie Nachdenkliches und Erheiterndes aus Altertum und Neuzeit. Viel Vergnügen beim Lesen!
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Latein
5.-13. Klasse
Sekundarstufe
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