5 Tipps, mit denen Sie sich die Namen Ihrer Schüler besser merken können

Evgenia Danilevic Veröffentlicht am
3. Namen merken
Das neue Schuljahr ist für einige bereits da, für andere steht es kurz vor der Tür. Die meisten Lehrerinnen und Lehrer werden wahrscheinlich auch in diesem Jahr neue Klassen und vielen neuen Gesichtern übernehmen. Referendarinnen haben da vielleicht noch ein etwas leichteres Spiel, weil sie zunächst weniger Klassen unterrichten. Doch was macht eine Lehrerin, die seit Jahren unterrichtet und schon Hunderte von Schülern kommen und wieder gehen sah? Wie kann sie trotzdem ein gutes Namensgedächtnis erhalten?

Wir haben für Sie Tipps gesammelt, die Ihr Namensgedächtnis auf Vordermann bringen und die Sie ganz leicht in Ihren Alltag einbauen können. Mit ein wenig Training gelingt das Namenmerken schon bald viel besser. 

Diese Tipps sind natürlich nicht nur für Lehrerinnen und Lehrer nützlich, sondern für alle, die in ihrem Beruf häufig mit vielen neuen Menschen zu tun haben. Die kreativste Methode haben wir uns für den Schluss aufgespart.

1. Namensschilder aufstellen

Dieser Trick ist zwar allgemein bekannt und häufig angewandt, soll hier dennoch nicht unerwähnt bleiben. Eigentlich handelt es sich hierbei um eine eher passive Methode, sich Namen zu merken. Wenn Sie jedoch zum Beispiel bei jedem Drannehmen den Namen des Schülers aufsagen, verwandeln Sie die Namensschilder in eine aktive Form des Lernens. 

2. Sitzordnung erstellen

Der zweite Klassiker, der den meisten bekannt sein müsste. Auch mit dieser Methode können Sie aktiv das Namenmerken unterstützen. Nutzen Sie die Liste, um sich die Gesichter genau einzuprägen, suchen Sie nach besonderen Merkmalen, die jeder Schüler und jede Schülerin aufweist. Sagen Sie die Namen vor allem am Anfang so häufig wie möglich auf, durch das Aussprechen unterstützen Sie das Gedächtnis. 

3. Fotos anfertigen

Manche von Ihnen haben vielleicht ein ungutes Gefühl, wenn Sie Fotos von Ihren Schülern anfertigen. Einige haben da rechtliche Bedenken. Generell ist es jedoch gar kein Problem, Fotos für den eigenen Gebrauch zu machen, wenn die Schülerinnen ihr Einverständnis gegeben haben. Wenn Sie der ganzen Klasse erklären, dass Sie die Fotos zum Lernen von Namen brauchen und für keine anderen Zwecke verwenden werden, müsste eigentlich keiner etwas dagegen haben. Damit zum Beispiel in den höheren Klassen keine Beschwerden über das Aussehen auf den Fotos kommen, warnen Sie die Klasse am besten kurz vorher vor. 
Die Fotos können Sie jederzeit in einer freien Minute zur Hand nehmen und die Namen zu den entsprechenden Gesichtern wiederholen.

4. Typisierung von Gesichtern

Es klingt zunächst vielleicht ein wenig seltsam, aber es sinnvoll, die Gesichter einem bestimmten Typ zuzuordnen, ohne dabei zu stark auf Klischees zurückzugreifen. Damit wird ein lebendiges Bild und somit Emotionen hervorgerufen, die für das Gedächtnis ganz entscheidend sind. Überlegen Sie sich zum Beispiel, in welcher Umgebung Sie sich einen Schüler vorstellen könnten und führen Sie es sich bildlich vor Augen. Zum Beispiel, der Tim, den Sie sich gut beim Skaten vorstellen können. Daraus können Sie Tim, den Skater machen, so schaffen Sie sich Assoziationen, die Ihnen bei der Erinnerung helfen.

5. Lustige Bilder zu den Namen überlegen 

Namen in emotionale Bilder umwandeln ist die vielleicht lernintensivste, aber auch die am meisten Erfolg versprechende Methode. Der Gedächtnisforscher Boris Nikolai Konrad konnte sich damit 201 Namen in 15 Minuten merken. Er überlegt sich zu jedem Namen ein Bild, eine Person oder eine Tätigkeit, die er damit gut in Verbindung bringen kann. Ein gutes Beispiel dafür ist der Nachname Müller, man kann sich jemanden in einer Mühle, oder mit einem Sack Mehl vorstellen. Dabei ist es umso leichter einen Namen zu merken, je abstruser und witziger das vorgestellte Bild dazu ist. Diese Methode liegt vielleicht nicht jedem auf Anhieb, da sie viel Fantasie und Vorstellungsvermögen abverlangt, die Übung macht jedoch den Meister. Schon nach einem kurzen Training lassen sich Verbesserungen feststellen. Außerdem macht das Spiel mit der Fantasie am meisten Spaß. Probieren Sie es einfach mal aus und Sie werden sich schon bald wundern, wie viel Sie behalten können. 

Zum Schluss noch eine Frage an Sie: Welche Tricks haben Sie auf Lager, um sich die Namen Ihrer Schüler am besten merken zu können?

Jetzt kostenlos registrieren und 5 gratis Arbeitsblätter auswählen

Indem ich mich registriere, stimme ich den AGB und den Datenschutzbestimmungen zu. Ich bekomme in regelmäßigen Abständen Empfehlungen für Unterrichtsmaterialien und kann mich jederzeit abmelden, um keine E-Mails mehr zu erhalten.